Freitag, 29. Dezember 2006

Freitag, 29. Dezember 2006, 12. Tag auf Faial







Das ist die erste Kurve auf dem kurzen täglichen Weg nach Horta
Das Sträschen wurde in das Lavagestein geschnitten.






2.30 Aufstehen, Tagebuch, Briefe schreiben. Bei der Franziskuskirche war ich umsonst, da die Leiterin Amelia Rosa (Bild) nun im Urlaub ist „bis in’s neue Jahr“ was sowohl 2.1. als auch 5.1 oder ? heisen kann...

Auf dem Markt ist fast alles günstiger wie bei Modelo. So kostet Paprika beispielsweise 2 Euro das Kilo statt 3.49 Euro! Käse von Sao Jorge, 7 Monate gereift je nach Cooperative und Qualität 9.95 oder 7.70. (auf Sao Jorge selber kostet er bei den Kooperativen zwischen 5 -bei Abnahme von 1 kg oder mehr- und 8 € - 8 € in Santo Antonio, da die keinen an den Endverbraucher verkaufen wollen - in einem Supermarkt in Topo, was in der Nähe ist hingegen nur 7,50 €) Der von Pico kostet mit 6.50 angemessener Weise weniger, genauso wie der von Faial mit 5.80. Einige Frauen kommen gar von Pico hierher, da es dort zu viele Händlerinnen gibt. Einer kaufe ich eine Orange ab für 70 cent.
Bei RTP sagt mir ein Einheimischer, das meine Flagge nicht gut sei und geht weiter. Ich fahre hinterher und spreche ihn an, das Mensch sich drüber durchaus unterhalten könne, aber er müsse schon sagen „WARUM“.

Er will wieder weg, so das ich ihn mit Nachdruck auffordern muss. Er stellt sich als konservativ herraus. Da ich ihm aber erkläre, das ich auch aus Sicherheitsgründen eine Flagge brauche, verschwindet er kurz in einem Laden, während ich meine Fahne wieder hole, die sich ganz in seinem Sinne in einem Baugerüst verfangen hatte.

Er kommt wieder heraus, als ich auch gerade wieder ankomme und schenkt mir eine neutralere azorische Flagge. Ich habe dennoch das Bedürfniss, ihm genauer zu erklären, wiso mir die linke Kampffaust auf meiner Fahne der „Partida Socialista“ wichtig ist. Er hat leider keine Zeit, sagt aber, das er bei „Peter“ mit mir reden würde.

Bei der kath. Zeitung Diario de Horta spricht Mensch zwar perfekt English im Gegensatz zu den Konkurrierenden Medien, doch ist das Interesse = null. Die Sekretärinn nimmt mein Anliegen zwar entgegen, wobei sie gleich mehrere Möglichkeiten andeutet (Kolumne, Artikel lokal oder politisch oder im Sportteil), doch seitens der Journalisten (die wohl Chefredakteurin und Herausgeberinn in einer Person ist..) wird das Thema Antifaschismus/Neofaschismus nicht mal angesprochen. Die Sache mit dem Gepäck würde nur mich betreffen. Schon interessant, wie sich die Argumente wandeln: Geht es darum, gegen die Airline vorzugehen bin ich ein Fall von vielen, und geht es darum, es deswegen öffentlich zu machen, bin ich plötzlich ein Einzelfall, egal wieviele Gegenbeweise ich anbringen kann.

Selbst wenn ich 100 Hortanenser beibringen würde, wäre es nicht interessant.

Beim lokalen Radiosender vereinbart Mensch mit mir einen Termin für 14 oder 16 Uhr. Ich kann aber nur um 13 Uhr 30. So war ich also 30 Minuten zu früh da. Ich dachte wenn es dann noch nicht geht können wir vieleicht einfach einen anderen Termin machen aber ein weiteres Treffen sollte nie wieder gelinegen.. Hätte ich gewusst, das ich so pünktlich sein muss, hätte ich natürlich 30 Minuten gewartet, als ich den Journalisten, der gleichzeitig für den INCENTIVO arbeitet um 13.30 Uhr vor seiner Mittagspause im Aufgang zum Sender traf...

Dann war ich im Kino (und es gibt halt nur eine Vorstellung mit dem Film) und von 17-18 Uhr verbrachte ne Stunde vorm INCENTIVO und warte auf den Journalisten...

An meinem Rad wehen nun beide Flaggen...

Doch ich springe wieder hin und her, so aufgekratzt bin ich wegen der für mich nach wie vor unglaublichen Vorgänge gegen Antifaschisten derzeit in Deutschland UND wegen meines verlorenen Zelts. Also zurück zum INCENTIVO: Es stellt sich heraus, das mit dem Journalisten, der für Radio UND den INCENTIVO arbeitet, der Journalist gemeint war, den ich schon beim INCENTIVO gesprochen hatte...

Also nicht der den ich suchte..

Und damit zum bislang schwierigsten Eintrag in mein Tagebuch dieser Reise: Am Morgen bereitete ich extra einen Brief an Robin + Anhang vor und packte eine Portion Gofio für ihn ein. Das Zusammentreffen mit Robin am Abend in der Hafenzweigstelle von Peters Cafe (ungemütlicher, Galao dazu 10 cent teurer) führt zum Eklat.

Obwohl verabredet war, nach 2 weiteren Tagen ohne Zelt sich wieder zu treffen, spricht er nicht mehr mit mir. Krieg. Kein Kommentar, keine Begründung. Psychisch äuserst schwierig. Doch ich kann mich halbwegs nach ausen beherrschen – heule nur kurz in Peter’s Cafe in das ich fliehe, da ich keinen english sprachigen Ansprechpartner fand wie üblich in Stresssituationen. Dann kommt immer alles zusammen.

Nur durch mein kurzes Zusammengesunken da sitzen wird ein Mitarbeiter darauf aufmerksam. Er rät mir trotzdem nochmals das „Gespräch“ zu suchen. Ich fahre nach etwas Überlegung zurück und setze mich an einen Nachbartisch. Ich bestelle ein Schinken-Käse-Anannas-Toast und schlieslich 5 Galao – einer für mich und 4 für Rene’s Tisch. Der Bestellung lass ich je einen erklärenden und um Kontaktaufnahme bittenden Zettel in Deutsch/English beilegen. Alle 4 lassen in Mobbingart alles unangetastet.

Ich kann tun was ich will, um die Situation zu klaeren, es bleibt beim Krieg.

Als sie gehen, MUSS ich Sie einfach ansprechen. Als Grund des Kriegs gibt er an, das ich mich zum Gespott der Insel machen würde durch mein Verhalten, womit er nichts zu tun haben möchte.

Er spricht das „verrückte“ T-Shirt an, ohne seinen Inalt genau zu kennen und redet (alles in English statt Deutsch) irgendwas davon, das ich am Flughafen mein T-Sirt ausgezogen hätte, womit er vermutlich einen T-Shirt-Wechsel meint um ein verschwitztes Shirt zu waschen. Aber egal, auch wenn ich der verückteste Mensch von Faial bin, es ist MEIN Leben und das ändere ich nicht um mich bei anderen einzuschleimen. Wie sinnlos das zudem wäre, zeigt die Sache mit dem Kaffee ausgeben..

2 davon trinke nun ich und 2 verschenke ich weiter, nachdem ich die Situation bildlich festgehalten habe:

Nach etwas Schlaf zum Tanzen in’s Insonia, wo ich nun auch halbwegs als Stammgast akzeptiert werde, denn nun ist der Mindestverzehr für mich auch bereits seitens der Türsteher auf die Hälfte reduziert. Die Nacht mit DJ Santo aus Lisabon gehört zu meinen 50 geilsten Partys. DJ Santo spielte auch schon auf BOOM und fliegt nach 2 weiteren Nächten hier nach Budapest, was auch sein T-Shirt schon verrät...

Bilder zum Insonia unter dem Label Insonia oder (ein Teil) unter http://azoren2007.blogspot.com/2007/02/dj-santo-lisboa-plays-nice.html#links

23,12 km in 1’40“54, 13,7 Durchschnitt, 45,5 km/h Maximal, 410 Höhenmeter, 207 m Maximale Höhe, Durchschnittssteigung 5 %, Maximale Steigung 17 %

Donnerstag, 28. Dezember 2006

Donnerstag, 28. Dezember 2006, 11. Tag auf Faial

Heute gelang es mir mit dem Leiter von RTP zu sprechen, der mich aber an seine perfekt english sprechende Reporterin Suzanna, die ab morgen da wäre vermitteln möchte.

Auch bei der Verbraucherschutzbehörde gibt es zunaechst nur schlechte Nachrichten: Obwohl es gestern hies, das mit 10 Tagen lang genug gewartet wurde, soll nun erst 30 Tage und schliesslich 100 Tage gewartet werden. So ist anscheinend die Gesetzeslage. Ein weiterer Versuch das Problem zu lösen führt nur zu einer Telefonnummer des Costumer Care.

Schlieslich soll ein Fax mit genauer Zeltumschreibung gesendet werden. Wir beginnen wieder von vorn. (solche Rückschläge kommen noch öfters, es wird bis Ende Februar spannend bleiben...)

Dann wird mir eröffnet, dass sogar das wild campen verboten sei IM WINTER. Völlig anders dargestellt im Azoren Almanach von Herrn Bussman.. Nun ja mit „wild“ meinen die Inspektoren und Ihre Informanten wohl „ohne zu fragen“. Welchen Baum oder welche Kuh denn?

Allerdings ist Bruno und Roberto bereit, ab und an Druck auf TAP zu machen und sich um eine feste Unterkunft (nach der ich nicht mehr frage, seitdem ich mein Rad wieder habe, die ich aber natürlich annehmen würde) und ggf ein Leihzelt zu kümmern.

Auch wird mir eine Möglichkeit im Nachbarort gegeben an meiner Homepage (lurst grad drup!) zu arbeiten. 2 ½ Stunden habe ich dort verbracht, danach wieder in mein „Wohnzimmeer“ Peter´s Caffee in dem sich andere mit dem berühmten GIN TONIC ablichten lassen.

Am Abend schreibt sich jemand von der kommunistischen Partei , die zusammen mit den Sozialisten die Stadt regieren, die Adresse des Ausenministeriums der Bundesrepublik Deutschland auf, um gegen die faschistoiden Tendenzen in Deutschland zu protestieren.

In meinem Wohnzimmer „Peter´s Caffee“ kann ich mich auch aufhalten, solange nicht alle Tische besetzt sind ohne etwas zu konsumieren, wenn ich während des Tages bereits meine 10 Euro Tagesetat in seiner Einrichtung infestiert habe. Davon mach ich kurz Gebrauch, nachdem ich die restlichen Internetmöglichkeiten abgeklärt habe.

20.00 erst mal schlafen. Ein grösseres Problem scheint zu sein, etwas Öl zum Braten von Zwiebeln zu organisieren. Auf die Idee dazu Magerine zu benutzen komme ich irgendwie nicht, da ich sonst auf Reisen nie selber gekocht habe..
Das Naheliegenste fällt Mensch oft zuletzt ein..

Ich schreibe damals (tippe das Tagebuch am 22.02.07 ab) in mein Tagebuch: „Es ist Menschen, die nur wenig English sprechen nicht zu vermitteln, das es für einen Radfahrer unsinnig ist ständig 1 L Öl herumzuschleppen, weswegen ich auf der Suche bin nach jemanden, der mir entweder 200 ml Öl verkauft oder eben 800 ml Öl abkauft."

Der heutige Tag war dann eher norddeutsch: Bedeckt, Nebulös ohne Regen.

Nach 10 Tagen hat die immer über 90 % befindliche Luftfeuchtigkeit die Streichhölzer meiner Mutter (Weihnachtspaket) so weit angegriffen, das sie nur noch brennen, wenn 2 zur gleichen Zeit benutzt werden...

8,01 km in 32“53 Minuten, 14,6 Durchschnitt 44,5 km/h Maximal, 118 Höhenmeter, 90 m Maximale Höhe, Durchschnittssteigung 5 %

Dienstag, 26. Dezember 2006

Dienstag 26. Dezember 2006, 9. Tag auf Faial und Mittwoch 27. Dezember 2006, 10. Tag auf Faial


Dienstag 26. Dezember 2006, 9. Tag auf Faial

9.00 werde ich wach und beobachte nach der Morgentoilette Robins Boot (einfach um mein mitgenommenes antikes Opernglas meines Sternchens zu testen, ncht als Observation, we Robin nun vieleicht denken mag, wenn er diese Zeilen liest). Sekunden spaeter treffe ich ihn selber beim Spaziergang mit seinen beiden Hunden. Statt um 10 Uhr wollen wir uns nun gleich beim TAP-Office in der Rua Vasco da Gama 28 treffen. Genau diese 10 Mnuten Zeitverlust setzen mich so in Stress, das ich mein Ladegeraet fuer die Kamera nicht finde. Da sich die beiden nur wenig Zeit nehmen wird das meiste nicht uebersetzt womit ich nicht umgehen kann, da dies neue Probleme schaffen kann.
Durch 3 verschiedene Sprachen und so viele Beteiligte sind so viele Chancen fuer Missverstaendnisse gegeben. So ging Lurdes (Chefin Tap Horta bislang davon aus, das das Zelt an meine orangene Recumbanttasche gebunden war und es so keinen eigenen Tag hatte. Es wurde also 10 Tage nach etwas anderem gesucht, als das was verloren gegangen war...

Robin kann leider nicht verstehen, das ich gerne eine Uebersetzung dessen haette, ueber was gesprochen wurde. Aus 10 Tagen Warten sollen nun 12 werden (wenn es dabei dann geblieben waere....) Erst wenn Mittwoch 16.00 nichts angekommen ist, soll sich ein wenig weiter darum gekuemmert werden. Von TAP Horta bekomme ich immerhin schon mal 20 Euro fuer die Umsonst-Fahrt zum Flughafen und weitere 45,93 Euro fuer den Ersatz von einigen der Schaeden/Verluste.

Fruehstueck in Form eines Tosta a Almirante + Fritten bei Peters Cafe. Das Toast Almirante besteht aus Kaese, Schinken, Ei und in Weisswein von Pico mariniertem hausgebackenem Brot. Dazu ein Galao = 5,65 Euro Ich treffe noch jemanden, der sich umhoeren moechte, das ich auf einen Fischtrip mitfahren kann, was im Winter schwieriger ist, als im Sommer. Fragen kann Mensch danach auch beim Buero des Medio Ambiente am Fuss des Monte GUIA oder bei Norberto Diver beim Faehranleger wird mir erzaehlt. Bevor dies nun jemand als Tipp auffasst sei hier vorweg genommen, das sich beides zumindest als fuer mich nicht sinnig herausstellte. Medio Ambiente verweist wieder an Norberto und zu dem wird spaeter mehr hier zu lesen sein...

TAP meint den Fehler begangen zu haben, nicht notiert zu haben, welche Gepaeckstuecke mir ohne Schaden zurueckgegeben wurden. Ich soll deswegen nachsehen, ob ich noch Gepaeckaufkleber dieser Sachen habe. Ich komme kaum zurueck zu meinem angeeigneten Haeuschen, da der Wind entsprechend um die Ecke des Monte Queimada blaest. (Anmerkung des Setzers: genauso wie auch heute am 9.2. in der Fruehe vor dem Abtippen dieses Tagebuchteils.) Dort wo die Kaimauer auf den Monte Queimada trifft ist das Radfahren nicht moeglich. Ohne festes anziehen der Bremse wuerde Mensch rueckwarts fahren bei einem Sturm mit etwa 85 km/h Spitze. Ich entdecke keine weiteren Aufkleber, aber das das Wasser an einer Ecke in’s Haeschen tropft...

Trinkwasser bekomme ich wieder wie am Heiligen Abend des St Franzisko Altersheim.

Ein Trinkwasserspender steht im ersten Stock rechts den Flur hinunter ganz hinten im Fernsehraum.

Auf dem Rueckweg achte Mensch auf ein riesiges Abendmahlazulejos im linker Hand liegenden Speisesaal!

Im ehemaligen Horta-Tours Reisebuero ist nun eine Galerie mit surrealistisch impressionistischen Bildern, die meistens eine absurde Kugel irgendwo beherbergen.
Dann leckeren Kaese-Kartoffelbrei-Hack-Auflauf mit 1 Getraenk + Galao fuer 5 Euro (Prato do Dia / Menu 6) in der Snack Bar Sabores Sublimes. Dazu ein Dessert zu 1,20 Euro. Der Wirt Joan Manuel Cabral erklaert das, es von Dezember bis Februar fast jeden 3. Tag im Durchschnitt noch staerkeren Sturm hat. (Erst ab 150 km/h spraeche der Azoreaner von starkem Sturm...

Norberto kann ich morgens um 9.00 ansprechen, damit er mir einen Fischer vermittelt. Auserdem ist nch das Horta-Museum zu besichtigen, die Medien zu kontaktien Radsatel und Anhaengertasche zu reparieren, die San Franzisko Kirche zu besichtigen. Zudem kann noch geduscht werden, das Parlamant kontaktiert werden und es kann versucht werden ein Internetsponsoring irgendwo zu erhalten. 2 Flugcoupons sind noch zu organisieren (von denen hier nichts bekannt ist..), Peters Cafe mit Material zu seinem Cafe aus meinen Buechern zu beliefern und fuer den Kopfhoerer sind immer noch Schaumpolster zu besorgen... (ein wenig sei vorweg genommen: Mitte Februar werde ich immer noch in Horta sein, Schaumpolster habe ich bekommen; aber so alt das sie sofort zerbroeseln, wenn sie aus der Packung genommen werden...)

„Also noch genug zu tun fuer ein paar Tage“ schrieb ich damals in mein Tagebuch...

Als ich am Abend zurueck zu meinem Schlafplatz fahre, weht am Ort des nachmittaglichen Infernos nur noch ein laues Lueftchen...

22.20 – Mitternacht erste Schlafphase in der Idylle meiner Muellhalde. Verlassene Haeschen sind meistens vermuellt und erst ab 4 Wochen Aufenthalt lohnt meines erachtens ein Grossreine machen. (im Verlaufe meines Faial Aufenthaltes also einige male...) Vor dem Einschlafen beobachte ich dann noch laengere Zeit, wie meine nasen Fuesse im Lichte von 4 Kerzen verdampfen. Ein richtiges Naturschauspiel wie ein Gewittter! Nun, wie komm ich auf ein Gewitter? In der fruehen Morgenstunde blitzt es 2 mal! Ohnehin gab es auch in der Nacht herrlichen fetten Prassel, den ich beim Ausflug zum Blue Whale geniessen durfte.

Im Blue Whale bin ich dann bis 2 Uhr 30. Das Blue Whale wurde mir als sich in der Rua da Jesus befindlich beschrieben. Dort suchte ich es natuerlich mehrfach vergeblich. , da es sich in einer Parallelstrasse bei den Verdemar Apartments (Buch 1 = 11) befindet. Gegenueber fuehrt eine Treppe in den 1. Stock. Kein Schild. In der Woche Musik/DJ nur mit kleiner Anlage, da den Nachbarn der Laerm am Wochenende reicht. Dann sind die grossen Boxen in Betrieb. Musk-Mix, kein Entritt, Pina Colada 4 Euro, Billard 1 Stunde zu 6 Euro.

14,73 km in 1’10“20, 12,5 Durchschnitt, 53,5 km/h Maximal, 359 Hoehenmeter, 90 m Maximale Hoehe, Durchschnittssteigung 5 %, Maximale Steigung 27 %


Mittwoch 27. Dezember 2006, 10. Tag auf Faial

Wie abwechslungsreich hier das Wetter ist seht Ihr hier recht eindrucksoll

Rechts der Sonnenaufgang neben dem 9 km entfernten Pico, links Prassel, der nur wenige Minuten zuvor Dicktropfig mein Prasseli erreichte. Ich fahre auf meinen Hausberg zur Senhor da Guia um das geile Aprilwetter mit dem naehsten Schauer voll auszukosten. Nun ergiest sich links der naechste Schauer in die Atlantikfluten...

Und dies vor der Kulisse der nun aufgeggangenen Sonnne... Herrlich! Dann beruhigt sich das Wetter wieder. Auf anraten von Peter werde ich nach 10 Tagen ohne Zelt nun bei der Wirtschaftsbehoerde (Inspecto Economia) vorstellig. Bruno, Inspector des Verbraucherschutz kuemmert sich um die Sache. Ein anwesender Kollege (Roberto) erzaehlt, das er an einem Wettbewerb in Garmisch Patenkirchen teilnahm .

Um 15.00 sehe ich dann im Teatro Faialense „Polarexpress“ – eine Achterbahnfahrt rund um Weihnachten. Eintritt frei, wie bei allen Weihnachts/Neujahrsveranstaltungen.

Statt bei Peter speise ich heute beim Imbiss an der Uferpromenade und im Sportlerheim, wo ich dann auch eine warme Dusche kriege, nachdemm jemand den richtigen Hebel umgelegt hat, als ich mich ob des kalten Wassers schon wieder am anziehen war.

In Michael Bussmanns „Azoren Ammanch“ lese ich, das hier meistens die Sose beim Essen fehlt. In Horta zumindest konnte ich diese Erfahrung bislang nicht machen. Immer wenn ich eine Sosse erwartet habe, war sie dabei.
Obwohl ich heute nicht bei Peter gegessen oder getrunken hatte, bekomme ich dort ein Probiertellerchen „Bras Codfish“bzw „Bacalhai a BRAS“ –zerbroeselt zubereiteter Kabeljau. 4 h Schlaf. Tanzen im Insonia.

Ich glaub das ist der junge Mann der am 23.12. mit mir schlafen wollte.

Eine Frau erzaehlt mir, das Sie mich beim RTP gesehen haette, sie auch etwas gegen Faschismus habe und kuesst mich spontan, was ich erwiedere. Sie tanzt ein, 2 Stuecke mit einem leeren Glas vor mir und geht dann zur Bar. Vermutlich wollte Sie auf einen Drink eingeladen werden, was aber nicht meine Art ist. Auch moechte ich nicht gemocht werden, weil ich moeglicherweise in den Augen eines Gegenueber „prominent“ bin. Ein anderer ist erstaunt einen „verrueckten“ Deutschen mit bunter Hose „kennen“ gelernt zu haben, da er alle anderen Deutschen als „staight“ – also gradlienig /steif kennt bzw Deutsche diesen Ruf haben.

Kurzfristig ist meine Stimmung natuerlich down, als eine Frau praktischer Weise mein angetrunkenes Glas Bacardi-Lemon runter schmeist. Das ist fuer mich, als wenn man mir 2,50 Euro klaut. Die muss ich mir nun ggf wieder organisieren (oder auch nicht)...

19,81 km in 1’27“39, 13,5 Durchschnitt, 39 km/h Maximal, 253 Hoehenmeter, 48 m Maximale Hoehe, Durchschnittssteigung 4 %, Maximale Steigung 17 %

Montag, 25. Dezember 2006


Verschiedene Lavaarten bei Ferteira































Hier gibt es auch Bims wie bei Neuwied am Rhein wo ich geboren wurde.
















Montag 25. Dezember 2006, 8. Tag auf Faial, Hoch

Bevor ich zu Peters Cafe kann muss ich beide Raeder zentrieren. Peter hat heute nur von 9-13 Uhr auf, denn heute ist Cafegeburtstag mit Free Drink + Food!

Dann will ich eigentlich zur Caldeira hoch fahren, doch bemerke ich in Flamengos, das ich meine Regenhose vergessen hab. So beschliesse ich, erst die Kueste zwischen Feteira und Horta zu erkunden. Da fallen zwar ein paar Tropfen, doch an der Caldiera am Nachmittag nicht mehr. So kann Mensch sich hier beim Wetter verschaetzen. Allerdings brauch ich die Regenhose da gegen die Kaelte (900m = 2 Grad) Auch 2 andere Radler kamen mir dann beim 2 Anlauf in den Abend hinein entgegen.


Am Rand der Caldeira zu stehen ist ueberraschend, da der Kraterboden 400 m tiefer liegt. Beim runterfahren bin ich dann froh Handschuhe und Faserpelzjacke zusaetzlich anziehen zu koennen.

Nach dem 2. Essen mit meinem von Globetrotter gesponserten Benzinkocher (recht laut, wenn nicht nur ganz wenig aufgedreht) 5 Stunden Schlaf und dann in’s Insonia (
www.insoniaweb.com) Mail ist Roger.Vargas@azores.gov.com zum abtanzen. Ich treffe den Inhaber, der auch als Park Ranger arbeitet. Er kennt mich schon, da er mich in dem Laden gesehen hatte, in dem ich meine Neoprenhandschuhe und das Schweisshirt gekauft hatte.

Guter Anlass fuer eine kleine Story in der Story:

In Deutschland hatte ich mir fuer diese Reise auch bereits Neoprenhandschuhe gekauft, doch hatten die nach dem ersten Test schon eine Schwachstelle, und der Umtausch klappte dann nicht rechtzeitig. Das Schweisshirt, das mir nach einem Ausruestungsdiebstahl im Herbst 2004 in Belgien gesponsert wurde, und nach dem nicht wieder finden in Hamburg dann neu gekauft wurde, war dann kurz vor Abreise wieder verschwunden...

Soweit die Story in der Story und wieder zurueck in’s Insonia:

Da mir oben besagter Laden 25 % Rabatt gab fuer einen Link auf meiner Webseite (die zu dem Zeitunkt noch nicht gesperrt war) kannte er meinen Internetauftritt auch schon. Genauso ging es mir mit jemand anderen auch schon, den ich zuvor traf und der mich in einer Boutic gesehen hatte, der ich meine Webseite gegeben hatte. So ist das auf kleinen Inseln mit 15.000 Einwohnern...

Roger arangiert, das ich, wenn ich bei ihm bezahle auch weniger wie 10 Euro konsumieren kann. 10 Euro in einer Diskothek ausgeben bei 10 Euro Tagesetat ist halt “leicht” uebertrieben. Nach dem Tanzen die 2. Schlafphase.



69,21 km in 4’53“35, 14,1 Durchschnitt, 49 km/h Maximal, 1.362 Hoehenmeter, 905 m Maximale Hoehe, Durchschnittssteigung 4 %, Maximale Steigung 15 %

Noch mehr Bilder zu Weihnachten

Küste bei Porto Prim




Küste bei Feteira

Mt Quaeimada (der kleine Mitte) und Mt Guia im Hintergrund (mein Häuschen ist etwas um die Ecke - links rum)
Es gibt viele solche Löcher entlang Lavaküsten..
Diesmal keine echten - aber genauso schön..