Dienstag, 3. Januar 2012

Seit dem 01.12.2011 bin ich wieder auf den Azoren - diesmal auf Sao Jorge. Viele Basisinformationen zu dieser Insel sind hier zu finden.

Das Jahr 2012 fing für mich mit einem "freien" Essen an: In der Philharmonie konnte jeder was zu Essen mitbringen und dann von allem Essen. Auch ein "Alein"unterhalter spielte mit seiner singenden Frau zum Tanz. Na ja Paartanz - halt nix für mich.

Aber es fing auch mit einem Diebstahl an: Wenn man von Caminho Chao runter nach Cruzal und weiter runter Richtung Camminho do Pedra geht, aber dort wo es flach wird nach rechts auf einen Erdweg abbiegt und folgend einen Bachlauf überquert hat, geht links ein Weg ab. Geradeaus geht es dort zu vielen weiteren Wegen, aber das wusste ich da noch nicht. Niemand ausser mir war dort. Deswegen lies ich meinen Kopfhörer samt MP3 Player auf der Mauer dort liegen, denn die glockenden Kühe klingen ohnehin besser als schlechter Radioempfang. Ich dachte geradeaus wird es wohl nicht arg weiter gehen.. Falsch gedacht.

Nun: Am Ende des Weges nach unten befindet sich ein einzel stehendes Haus an der Abbruchkante. Von der gegenüberliegenden Hangseite sah ich dort später 2 Autos stehen und dachte schon "Hoffentlich nehmen die den Kopfhörer nicht mit".

Und so war es dann auch, als ich nach Einbruch der Dunkelheit zurückkam - so ausgedehnt waren die weiteren Wege, wo ich dachte "gleich Schluss" - war mein Eigentum weg. Ich ging zum Trke um meine Lampe zu holen um alles nochmal bei hellem abzusuchen und ging runter zy dem Haus. Niemand mehr da.

Beim hoch fahren nach Caminho Chao fragte ich bei 2 Bauern ob Sie ggf das Radio mitgenommen hatten. Und siehe da: Eine Frau sprach auch English und so erfuhr ich das das Haus am Ende des Erdweges der Familie gehört, die in Camminho do Pedra am Ende der Asphaltstrasse auch ein Haus hat. Ich also gleich nochmal runter mit einer kleinen Übersetzung meiner Frage ins Portugisische. Erst mal umsonst. Die Frau dort war zwar ganz nett, aber ein Radio hatte sie nicht gesehen.

Ich dachte mir aber "Auf einer Insel mit 10.000 Einwohnern kennt mehr oder weniger jeder jeden" und konfrontierte die Einheimischen im Cafe an Hauptstrasse oberhalb von Cruzal. Am nächsten Tag postierte ich mich am Ort des Diebstahls und fragte jeden der vorbei kam. Erstaunlich viele doch:

11.20 roter Pick Up, junger Mann
11.40 dunkler Pick Up alter Mann
11.42 2 Ochsen
12.42 6986BD heller Pick Up (kommt 13 Uhr zurück) auch der sagte mir das das Haus am Ende der Asphaltsrasse zu dem Haus am Ende des Erdwegs gehört
12.48 3 Kühe Mann und Junge
13.37 32IE26 Frau
13.47 3 Ochsen + 1 Kuh

Der Mann mit den 3 Ochsen + Kuh kommt dann nochmal zurück und gibt mir zu verstehen, das Kopfhörer und MP3 Player gefunden wurden.

Mein Gefühl mit der Frau der das Haus ganz unten gehört war richtig: Einer Ihrer Söhne, der in Rosais wohnt hat es mitgenommen und das Dorfgespräch führte dazu, das Kopfhörer samt Speichermedium/Radio am 02.01. wieder unterwegs nach Caminho Cha waren. Der Abend - (Schul) Bus hat es im Paket mitgenommen und im Cafe abgegeben:


DANKE

Sonntag, 5. Juni 2011

Da war auch mein Herz


Oben sieht Ihr meinen Stand beim Kirchentag von hinten. Beim Abend der Begegnung und auch noch Anfangs am Donnerstag stand ich in der Fussgängerzone. Dann vertrieb mich Polizei und es gründete sich spontan eine "Holger muss bleiben" Initiative und wir gingen bis zur Orgaleitung durch die Kirchentagsbürokratie. Wie immer gab es keine offizielle Genehmigung, aber ich wurde dann bis zum Ende des Kirchentags unter der Marienbrücke geduldet. Es war finanziell zwar der 2. schlechteste Kirchentag, aber trotzdem konnte ich fast 3000 € erlösen für Quelleinfassungen in Afrika. Der schlimmste Kirchentag war für mich der in Bremen, weswegen ich erst gar nicht zum Ökonemischen nach München fuhr. Siehe diesen Artikel.

Samstag, 28. Mai 2011

Bei der Anti AKW Demo in HH am 28.05. wurde mir ein Karton mit (fast) allen Vorlagen für die grossen Buttons gestohlen

Montag, 4. April 2011

Hier noch einige Bilder zur Romeiro Wallfahrt 2011 (Magazinartikel über andere Gruppe)








Sonntag, 3. April 2011

Romeiros Maia

Wie hier angekündigt war nach der Erkundung Graciosas die Umrundung von Sao Miguel zu Fuss als Romeiro angesagt: Unsere Pilgergruppe mit unserem Master, auf den alle hören, in der Mitte. Der Master ist der jeweils beliebteste des Orts, der in den Vorjahren schon oft als Teilnehmer mit den Romeiros unterwegs war. Im Falle von Maia der ehemalige Bürgermeister. Zu dieser Pilgergruppe bin ich gekommen durch Guilerme, den ich über den Umweg von Madalena von Gorreana Tee per E-Mail kennenlernte. Kontakt zu Gorreana bekam ich bei meiner Tour im Vorjahr, als ich deren Chef kennenlernte auf der Plantage. Sein Sohn lief schon mehrmals mit den Romeiros mit und so konnte er meine Teilnahme organisieren und mir den erfoderlichen Umhang, Kopftuch, Rosenkränze und Pilgerstab ausleihen. Ein tiefer Einblick in die Kultur der Insel und ein Leben mit den Einheimischen für eine Woche war so garantiert.

Guilerme:
Der Mensch hinter mir reiste extra aus seiner neuen Heimat Canada an - es gibt sogar eine eigene Romeiros Gruppe, die nur aus kanadischen Auswanderern besteht.
Dieser Teilnehmer hatte arge Probleme mit seinem rechten Fuss nach dem 2. Tag, an dem es, 31 km weit nach Faial da Terra ging. Doch nach einem kurzen Abstecher zusammen mit Guilerme (ein Romeiro verlässt nie aleine die Gruppe) war er wieder bei der Gruppe und konnte mit uns wieder Maia erreichen. Der Pilgerweg startet immer Sonntags (noch im dunkeln) und am darauf kommenden Samstag ist die Ausgangsgemeinde wieder erreicht. Oftmals gefolgt von einer Prozession am darauf folgenden Sonntag. So auch in Maia: Die Heiligen werden aus der Kirche geführt. Auch der Pastor von Maia gehört zur Familie von Guilerme, was es sicher vereinfacht hatte, das ich teilnehmen konnte. Um Romeiro zu sein ist es nicht zwingend erforderlich azoranische Wurzeln zu haben, aber es ist recht selten das Aussenstehende Teilnehmen.   Noch ein paar Bilder von unterwegs: Es gibt zwar oft Alkohol, doch ganz so viel, wie auf dem vorigen Bild, denn doch nicht. Betrunkene Pilger wären wohl auch kaum angebracht..  ..aber ein kurzes Nickerchen während der ausreichenden Pausen darf es denn doch sein, nach wenigen Stunden schlaf in der Nacht. Denn der Tag endet meist mit einer Messe um 19 Uhr und einem Abendessen bei Gastfamilien und beginnt bereits um 3 Uhr 30 in der früh - bei der längsten Etappe mit 35 km noch ne Stunde früher. Die Tochter von Guilerme feiert Ihren 8 Geburtstag mit uns bei einem Familienpicknick in Furnas.
Nur wenn es abseits einer Asphaltstrasse eine Abkürzung geht wird die ansonsten relativ strenge 2er/3er-Formation aufgegeben und der Pilgerstab dient nicht zur Abwehr "böser Geister"..

Viele Einheimische unterbrechen Ihre Arbeit oder Smalltalk wenn wir vorbeikommen, nehmen oft Ihre Kopfbedeckung ab aus Respekt. Manche kreuzigen sich.
Hinweis: Dieses Posting ist auch hier ansehbar, aber ohne den Text.

Montag, 14. März 2011

Zitate des Tages

1. Zum Umbau einiger Sitze in XXL-Seats des Harry Potter Motion Rides in den Island of Adventure in Orlando:

"Kann man für die superfetten unter den Amerikanern nich ne eigene Achterbahn mit Pedalantrieb bauen?"

2. Weeki Wachee: "Dass hübsche Bikini-Nixen durchaus auch Karrieren an Land haben können, beweist die ehemalige Meerjungfrau Robyn Anderson. Sie ist heute Bürgermeisterin der Stadt Weeki Wachee. Einwohnerzahl: zwölf."

Sonntag, 13. März 2011

Verzögerung

Eigentlich wollt ich ja schon seit Donnerstag auf Graciosa sein, aber Mittwoch nahm der Frachter keine Passagiere mit und heute Abend hab ich mein Zelt umsonst zusammengeräumt, denn wegen "starker Bewölkung" fährt er gar nicht. Langsam rechnet sich der mit 22 € um 36 € günstigere Fahrpreis wie der Flug dorthin nicht mehr, denn ich muss an den Zusatztagen ja auch Essen: 3 mal 6 € plus ein Dessert zu 70 cent lassen also nur noch einen weiteren Wartetag zu um das ganze nicht ad absurdum zu führen.

Dazu macht die Polizei auf dem Rückweg ein Problem. Man müsste eine Warnweste anhaben. Würden sie mich nochmal ohne antreffen sprächen sie eine andere Sprache mit mir.

Samstag, 12. März 2011

Kuhdusche

Erst mal das wichtigste: Anti AKW Demo: Zahl der Teilnehmer Übertrifft alle Erwartungen

VIDEO

Unglaublich: Die AKW-Betreiberfirma Tepco hatte drei oder vier Generatorenfahrzeuge vor Ort, aber kein passendes Kabel um diese anzuschliessen. Zudem wurden 16 Jahre lang Berichte gefälscht und Inspektionen aus Kostengründen verschleppt.

Zitat des Tages: "Röttgen wandte sich vor dem Hintergrund der „aktuellen Notlage“ in Japan zugleich gegen „politische Diskussionen“ über die Sicherheit und Laufzeit von Kernkraftwerken in Deutschland"

Hier in Terceira wird es nun negativ:

Am Morgen nach Karneval kam der Bauer und machte klar, das es SEIN Feld ist, wo ich geschlafen hatte. Die einzigste grüne Insel ohne Sturm in Lajes/Praia.

Beim Internet machte man klar, das Aku aufladen nicht geht, nachdem es 3 Wochen lang kein Problem war - klar besser 3000 Batterien Müll verursachen statt für wenige cent 1000 mal 3 Akus aufladen!

Geträumt habe ich von einer Kuh (!) Dusche (hihi) bevor ich aufwachte - und - natürlich - trinken musste. Und das beste: Gleich mal gegoogelt - ne Kuhdusche gibt es WIRKLICH!

Weiterer Artikel dazu.

Obwohl ich nun ja wieder ein paar Tage Internet hatte, habe ich es weder geschafft:

- ein Video zum neuen Mution Picture Ride zu Harry Potter in den Universal World of Adventure zu finden
- die ganzen Traumtagebücher abzutippen.

Fest steht nur, das es keine Bilder mehr gibt, da eine höhere Welle meine Kamera gefressen hat.

6,90 € hab ich im Durchschnitt während meiner Terceira Rundtour ausgegeben am Tag. 200 € angefangen: 11.03.2011