Samstag, 25. Dezember 2010

Als ich Ponta Delgada verlasse hält gerade eine Karre an und nimmt einen Einheimischen mit. Das wäre natürlich eine wunderbare Gelegenheit meinen schweren Schlafkram nach oben befördert zu bekommen. Doch die Karre hält nicht noch mal an. es wird anscheinend nur für Einheimische gehalten. Zumindest wenn es sich um Leute handelt, die mich nicht näher kennen.

Später als ich weiter oben bin hält eine Karre an und man fragt mich auf English ob ich einen Ride nach oben wolle. Drin sitzt auch der Dicke von der Geburtstagsfeier. Diesmal lehne ich aber ab, was auch recht klug war, denn sonst wären mir ein paar Erkundungen entgangen und vor allem hatte ich - was ich später feststelle - an meinem Schlafplatz meine Thermarest vergessen - vom Wind unbemerkt weggeblasen beim einpacken. Hätte ich den Ride angenomme wäre ich wesentlich weiter oben angekommen und ich hätte wesentlich weiter zurücklatschen müssen, als von meinem dann ausgewählten niedrigeren Schlafplatz (gleich an der Strasse, dann muss ich nix schleppen und spare so Zeit..).

Da oben am Horizont haben sich Reiche wegprivatet.

Freitag, 24. Dezember 2010

Mein Weihnachten..

.. war gestern Abend, denn in der Kneipe wo am 21.12. die Geburtstagsfeier stattfand bekam ich mein Wunschessen zubereitet, das ich zuvor selber eingekauft habe. Dafür durften alle mit Essen die wollten.

DAS ist mein Milchbauer: An 3 Tagen bekam ich ein Flächchen Milch. Er hat 30 Kühe.
Auf geht es zur Weide:
Da weiden seine Kühe heute:

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Nach den Erdrutschen vom 3. Dezember 2010 hat man mal wieder alle Trilhos vorsorglich geschlossen - das hindert mich natürlich an deren Erkundung
zwischen dem Leuchtfeuer Ponta de Albarnaz bei Ponta Delgada (Flores) und Faja Grande

Hier noch eine kleine Geschichte aus Ponta Delgada:

Ich hatte einen stabilen Verschluss an meine Radtasche zu nähen, der auf dem Flug nach New Orleans abgerissen war und den ich dann ersetzt habe mit einem von einem Gepäckwagen abgeschnittenen Verschluss. Beim annähen verbog sich dann meine Nähnadel und ich kam auf die Idee zu fragen, ob es im Ort vieleicht jemanden gibt, der eine Nähmaschiene zur Verfügung hat, denn ich hatte in einem fenster auch eine Singer Nähmaschine gesehen. Dort war aber leider niemand anzutreffen, als ich dort nochmal vorbei fuhr.

Also fragte ich im Aufenthaltsraum der Snackbar ob jemand im Ort eine Nähmaschiene hat. Nein, so was gäbe es nur in Santa Cruz.

Aber man kam auf die Idee das ganze mit Fischergarn zu machen, was eine sehr gute Idee war. Problem war dann nur, das vorher jemand es doch mit der Nähnadel versuchen wollte und er es nicht verstehen konnte, das es nicht darum geht, das ich nicht weiss, wie man näht, sondern das es darum geht, das eine Maschine mehr Kraft hat und sicher die Nadel nicht so schnell verbiegt, wie wenn es mit der Hand gemacht wird.

Da gelte ich dann gleich als Besser Wisser, aber in dem Fall weis ich es vieleicht sogar tatsächlich besser, als Absolvent der Berufsfachschule Hauswirtschaft/Sozialwesen..

Der Enheimische näht hier so das er immer nur rund herum näht ohne den Faden zu sichern anstatt, wie ich es gelernt habe zumindest bei jedem 2. oder 3. mal - wenn man es stabil haben möchte bei jedem mal, den Faden noch einmal durch die Schlaufe hindurch zu schieben und damit fest zu verknoten (was bei der Maschiene durch Ober und Unterfaden geschiet) Diese Nähtechnik stellt sicher das wenn der Faden reist nicht die gesamte Naht aufgeht. Das konnte man diesem Menschen nicht begreiflich machen, denn sobald ich die Nähnadel wieder selber in die Hand nahm um ihm zu zeigen, was ich meine, lief er natürlich weg.

Da er ja gar nicht wissen konnte WESHALB ich die Nähnadel wieder in die Hand nahm (er lief ja weg statt "zuzuhören" ; in dem Fall einfach zu zusehen was ich mache, bzw WIE ich es mache) war er beleidigt.

Als ich ihn ein par Tage später nochmal im Internetkaffe traf, sprach er nicht mehr mit mir.

Wieder ein gutes Beispiel, das wenn man aufhört miteinander zu sprechen es Krieg ist. Daher mein Hafenbild in Horta: Bild

Die Snackbar des Ortes bietet übrigens keine Tosta Mista an, sondern nur Sandes, die ich mir natürlich preiswerter selber herstellen kann mit Brot und Käse aus dem Supermarkt.