Posts mit dem Label Regengeilheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Regengeilheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 31. Dezember 2010

Es geht schon um 6 Uhr - 2 Stunden vor dem Sonnenaufgang los. Der Ribeira Granda unterhalb meines Zeltplatzes bildet mit seinen natürlichen Pools mit automatischer Frischwasserzufuhr eine ideale Möglichkeit zum Wäsche waschen. Fertig gekackt und fertig gewaschen um 8 Uhr 40.

Heute steht auf dem Programm die Erkundung der Wege auf den Morro Alto und nach Ponta Delgada, bis zu dem Punkt, den ich aus der anderen Richtung bereits kenne.

Fangen wir auch heute mit einem Wolkenbild an:

















wer genau hinlurt sieht mein Trike:

Hier kann man wunderbar Duschen (in Regenklamotten):

Extremplatsch














weitere Bilder zu diesem Tag und allen weiteren Tagen, die nicht hier bereits öffentlich sind:

http://azoren2011.blogsport.eu/

Wenn Ihr auf " imag0218-2 " klickt sollte sich ein Video downloaden und automatisch im Windows Mediaplayer wiedergeben!

imag0218-2

Ich bin in diese Bilder, diese Farben wieder total VERLIEBT!





Donnerstag, 14. Januar 2010

Donnerstag 14.01.2010

67. Reisetag

25. auf Terceira

Mit dem Surren des Reissverschluss des Ausenzelt surrt der Regen los. Bis ich alles für einen Schlafplatzwechsel nach der 5. Nacht in Vila do Nova vom Innenzelt in das Ausenzelt geräumt habe, war ein halbwegs trockenes Zelt ausräumen noch theoretisch möglich. Theoretisch, das das Zelt ja nur leer eingepackt werden kann. Sobald dieser Arbeitsgang abgeschlossen war verhindert Prassel aber dieses Vorhaben.

Bis zum Restaurant bin ich nass. Vor allem auch weil das Liegerad Mensch im See sitzen lässt...

Im Restaurant darf ich heute in's Internet, aber alles getippte und hoch geladene geht verloren, da das Internet wegen des Regen ausfiel. Ein Textprogramm existierte leider auch nicht.

Aber diese Reportage über das Schanzenviertel kann ich noch sehen. Viele bekannte Gesichter, wie Herr Stenzel, Gäste des Cafe Augenblicke, die Damen vom Teeladen und mein Nachbar Ralf Becker, von dessen Wohnung die Flora gefilmt wurde.

Preishit im Supermarkt in Praia da Victoria im Supermarkt gegenüber der Bombeiros der 3 kg Käsebarren (kg = 1.31!) und das KLASSE 1 kg Müsli von Brüggen/Lübeck zu 1.58 Aleine die darin enthaltenen 250 g Trockenfrüchte würden bei Modelo bereits 1.50 kosten und Haferflocken aleine kosten sonst auch 2.43 € das Kilo! Bin mal gespannt, ob ich das jemals irgendwo wieder sehe so günstig..

Dann gibt - wie Azoren 2007 - der Reisverschluss der im Kehrwieder 11 sitzenden Importfirma seinen Geist auf, was den rest des tages Näharbeit bedeutet. (Link kommt später)

Sonntag, 30. August 2009

Wegen des am Aug 29 veröffentlichten neuen Problem mit meinem Trike versuchte ich das gebrochene Teil mit Kabelbindern notdürftig zu flicken. Dies gelang nicht. Das alte Rad ist wegen des defekten Tretlagers nicht einsetzbar. Zwar habe ich auch noch die abgefahrene Rohloffkette ausgetauscht, aber das nützt a) nix, da die Kette automatisch auf einen größeren Zahnkranz eiert und b) ein anderes Kettenschloß nötig ist.

Durch diese Aktionen war es dann auch zu spät um mit Silvianne zum Eichbaumsee zu fahren, wo heute neben Mucke (beispielseweise Rantanplan - spielen auch Samstag in Berlin auf der Anti Atom Demo) auch Theater auf dem Programm stand.

Den Versuch das mit dem "Ersatzrad" zu machen hab ich noch am Schulterblatt völlig entnervt wieder aufgegeben. Also ist jetzt erst mal SUPERLATSCH angesagt, was ich wie die PEST hasse!

Im Haus Bethlehem gab es nur Knochen und Wabbelverseuchte Soße. Spaß gemacht hat dann wenigstens der Abend: Unter der Silberkugel gibt´s beim Alstervergnügen und Hafengeburtstag nämlich immer am letzten Abend ab 19 Uhr TRANCE.

Erinnerungen an alte TUNNEL-Zeiten werden wach, als die Location noch in der Großen Freiheit war. Bis 1993 geht die Musik zurück und als ich ankam und der nahende Dancefloor die Schritte rapide beschleunigte wurde gerade das erste mal das wohl bekannteste Stück der DISCO BOYS gespielt, so das ich gleich von 0 auf 100 abgehen konnte, was sich dann bis zum obligatorischen Feierabend auch nicht mehr änderte...

Irgendwer muß mich da immer stören beim Tanzen mit der Mitteilung wie sehr er mich doch bewundere. Solche Menschen können nicht Nachvollziehen, das Menschen mit 43 noch auf TRANCE sooo abgehen.. (Drogen brauch ich dafür nicht) Und irgendwelche Jugendlichen die versuchen meinen Tanzstil nach zu äffen gibt es auch immer. Spätestens wenn der Beat kommt gelingt Ihnen das nicht mehr..

Auf dem Nach Hause Weg konnt ich dann noch etliche Pizzas für die Alimaus organisieren.

Und nun noch ein REIFENTIPP:

Wer nicht von irgend einem aussortierten Reifen (auch größere) die Ränder abschneiden und als Pannenschutz einlegen will sollte mal Vittoria Randonneur Reflex 40-406 ausprobieren...

Samstag, 25. Juli 2009

25.07.2009

Heute war ein richtig GEILER "Regentag"! Am Morgen die erste Regentour mit anschließendem Frühstück in der Palmaille - etwas zu spät losgekommen. Faszinierend wie die dicken Tropfen aufplatschen und Richtung Haut einziehen - das Ziel jedes anständigen Tropfen. Noch faszinierender aber das sie es trotzdem nicht schaffen... Die Dicken ziehen langsam Richtung Haut und die kleinen sind gleich weg. Das macht mich sooo geil!

Da grad der Triathlon war entstand natürlich der Wunsch mitzufahren - aber nicht für (knapp) 70 €. Ohnehin sind Liegeräder nach der Sportordnung verboten. Und mit Helm fahren muß auch nicht sein.. Bei den Cyclassics ist dies leider genauso. Punkt.

Da es nach dem Essen in der Alimaus 14.45 wieder anfing zu plitschern gleich die nächste Regentour: Immer der dunklen Wolkenfront entgegen bis Sie mich erwicht hat. Schöne fette Tropfen und noch mehr davon bei der Verfolgung der Wolke entlang der Kieler Straße bis Eidelstedt. Endlich mal wieder ne Wolke vom ersten bis zum letzen Tropfen genossen und es geschafft mit ihr zu fahren. Das hat Seltenheitswert, denn meist sind die Wolken schneller als ich oder es gibt keine Straßen in Zugrichtung. Wolkenchasing - am liebsten mitten drin und Trikefahren im Dickplatsch machen einfach SÜCHTIG. Da KANN ich nicht zu Hause bleiben, wenn ich keine starren Termine habe.. 29 km sind es bei der 2. Tour geworden. Meinem Rad-PC Profex von real.- war es zu naß: Das Platschen überstand er zwar zunächst doch beim Versuch zu Hause weitere Daten ihm zu entlocken spann er ab.

(Am nächsten Tag wird es nach erneutem Einstellen der Radgröße (1530) wieder gehen)

Samstag, 28. Juni 2008

Samstag 28.06.2008 26. Tag in China 129. von 215 / 85 Days to GO / 8 Uhr 41 / 22 Grad

Auch Vöglein nutzen mein Schlafhäuschen zum Nisten. Bald bin ich wieder auf der 110 und finde dort um 11 Uhr nach 6,39 km ein Futterant, wo ich für 4 Quai mein Essen bereiten kann. Es geht auf und ab. Wenn geradeaus der Expressway beginnt, gehts rechts weiter. Im Ort kontrolliert mich mal wieder die Polizei, als ich einen Berg erklimmen will. Will gleich 2 x den Ausweis. Meine Weigerung beim 2. mal wird aber akzeptiert. An einem Stand wird wie üblich nicht akzeptiert, das ich nur für 0,5 Quai etwas zu probieren haben möchte. Also muß ich erst meinen 10 Quai Schein wechseln. Also umständlich Rad abschließen und 6 Leute fragen.

Im Restaurant (Tages-km 19,42) wird mein Essen leider mit Feuerschoten verseucht. Den Reis auch mit zu braten hat auf Anhieb noch nie geklappt (was sich auch in den nächsten 85 Tagen nicht ändern wird, gebratenen Reis gibts nur bei uns beim Chinesen!!).

Ich fahre noch in das auf 925 m gelegene Sackgassendorf DICHIGOU. Polizei hinter her. Es gibt eine 1-Klassen-Schule und einen Laden. In selbigem wird nicht verstanden, was 1 kg ist, obwohl ich an der bis 500 g gehenden Waage zeige, das dies 2 x, ein Kilo ist. Dann wird mir eben der Kuchen geschenkt. Wassereis wie immer 5 cent.

Die Hauptstrasse geht mit 913 m auch fast so hoch. Platter (Loch durch den Flicken) und Speichenbruch.

Zwichendurch etwas Bilard mit Einhemischen spielen.

Da in China ja nur "nach Gefühl" Luft in Niedrigdruck in Niedrigqualitätsmaterial gepumpt werden kann, bewirkt dies, das der Luftdruck für dieses Material zu hoch war. Selbiges wird an seiner schwächsten Stelle durch zu hohen Druck wachsgummiweich und dehnt sich beliebig. Das nächste Problem (Reifenpeng) ist also absehbar. Und ggf tödlich, wenn dies bei 70 km/h Downhill passiert...

Nach dem Abendessen das tägliche Gewitter. Auch am Mittag versuchte es schon mal loszugewittern, was mangels Masse aber nicht gelang. Zum Schlafen versuche ich der superlauten Karrenbahn zu entfliehen. Also auf Richtung Gebirge. Ich finde ein einsames Häuschen in das mein Moskitozelt nur gequetscht passt - wenige cm zu klein.

Doch selbst hier werde ich gefunden, mehrfach gestört. Erst ein Wutanfall lässt mich zur Ruhe kommen. Die ganze Nacht Polizeischutz!

42,51 km in 3 Stunden 50´22

Durchschnitt 11 und Max 37,5

581 Höhenmeter (Schlafplatz = 767 m) 3 % Durchschnittssteigung 10 % Maximal

In China 1.161 km per Rad gefahren.

Seit Tiflis 4.150,51 km per Rad mit ca 26.465 Höhenmeter.

Insgesamt ca 6839,29 km mit ca 50.797 Höhenmeter per Rad + ca. 3.536 km per Truck + ca 380 per MFG + 1266,45 km per Bus

Gesamt-Reise km: 12.022 von Athen

Mittwoch, 28. Mai 2008


Mittwoch 28.05.2008, 98. Tag der Tour, 10. Tag in Kirgistan

Erst trocken tropft es bald wieder vor sich hin. Ich laß mir Zeit und die Temperatur steigt bis auf 23 Grad! Immer mehr Platscher krachen auf die Plane. Ich bräuchte mehrere Schwänze, so geil ist dieser Sound und diese Optik! Das runter spritzende Wasser reicht nie aus, das Zelt komplett zu nässen. Aber immer wenn der letzte Tropfen getropft scheint, leitet ein dickerer die nächste Tropfphase ein.

Zeit zum Zeitunglesen und sortieren/flicken der Habseligkeiten. Wegen Kanu/Kajaking könnte Mensch folgende E-Mail versuchen: OSHCHYNGYZ@mail.ru

10 Uhr 43 ist wieder so viel Feuchtigkeit in der Luft, das das Zelt ganz naß ist und sich Tropfen auf der Plane bilden. Die Temperatur fällt auf 14 Grad obwohl ich auch vorher keine Sonne gesehen hatte...

Was mich sehr wurmt ist die Tatsache, das ich für diese Reise 2 Rohloffketten gekauft hatte und nun nur noch eine da ist. Die in BAKU aufgezogene Kette ist nach nur 2000 km durch. Da Rohloffketten nicht mindestens doppelt solange halten lohnt die Infestition allenfalls aus Wartungsersparnisgründen. Als ich die Extratasche, in der die Kette war nach Hause schickte hatte ich extra nachgesehen ob sie noch drin war. Seltsamerweise fehlten da auch die ausgebauten Festplatten meiner beiden Iriver. Baltic Cycle ist also leider nicht zu trauen!

In 22 Tagen habe ich nun 110 Dollar ausgegeben. Also 5 Dollar oder 3,16 €/Tag!

Am Mittag hört es dann überraschender weise doch auf zu regnen. Mitlerweile leisten Kinder Gesellschaft und ich fahre weiter nachdem auch diese weiter zogen. Wieder 23 Grad.

Weit komme ich heute wirklich nicht, denn ich baue in mein "Weiterfahren" noch einen Ausflug zu Fuß auf 3.188 m ein. Währenddessen klauen 2 Kids auf einem Esel meine Solarlampe, meine Stirnlampe, das Gaffertape, 4 Batterien, den IRIVER-Batteriehalter. Das akzeptier ich nicht, denn ich weiß wer es war. Ich treffe den Jäger wieder, der auch die Diebe kennt. So kann ich alles wieder organisieren. Nur ein Metallkontakt der Stirnlampe fehlt - findet sich dann aber.

Zur Wiedergutmachung werde ich zum vegetarischen Mantaessen und Smetana eingeladen.

4,76 km in 0,37:14 / Durchschnitt 7,6 Max 17 / 99 Höhenmeter (maximale Höhe = 2.711 m)
4 % Durchschnittssteigung, 12 % Maximal

Seit Tiflis nun 2.906 km mit 18.369 Höhenmetern.

ca 5588.47 km insgesamt mit ca 42.172 Höhenmeter + ca. 536 km per Truck + ca 180 per MFG

Dienstag, 27. Mai 2008

















Dienstag 27.05.2008, 97. Tag der Tour, 9. Tag in Kirgistan

2010 wird das Straßenrehabilitationsprojekt "77 km OSH-GULCHO" abgeschlossen sein. Ab GULCHO auch heute schon meist Asphalt. 3 Uhr aufstehen. 3 Uhr 48 erstes Vorlicht (Morgengrauen genannt) Zelt trocken legen. Erstmals Tau außen wie innen seit Monaten! Pünktlich um 4 erwacht bei 14 Grad auch der erste Vogelgesang. Ganz leise! Morgenrot? Wie zum Hohn Fehlanzeige heute Morgen. Ich hatte mich so drauf gefreut nach dem phantastischen Abendrot.. Am blauen Himmel erscheinen lediglich um 4 Uhr 48 leicht beleuchtete Schleierwölkchen, die einen heißen Tag ankündigen...

5 Uhr 34 erreicht mich der erste Sonnenstrahl, doch die Straße entzieht sich von Westen nach Süden schwenkend gleich wieder der Bestrahlung.

90,448 km nach OSH habe ich 2,67 km bei nur noch 10 Grad auf 1.681 m absolviert. Damit bin ich 3 Tage hinter der Gruppe, die mich um mindestens soviele Erlebnisse gebracht hätte, wie sie mir gebracht hätte. Das Tempo der Gruppe ist einfach zu schnell in dieser tollen Landschaft. Die Straße windet sich durch ein enges Flußtal voller Überraschungen. Kaum vorstellbar, das es in einem Talkessel weiter geht. Der Ausgang scheint Links zu sein, doch die Straße wendet sich nach Rechts, um dann doch nach Links abzubiegen. Die Kühe stören sich noch weniger an dem tröten der Karren wie ich. Manch Karre soll neben einer Super lauten Tröte tatsächlich eine BREMSE besitzen, die den unglaublichen Lärm dieser Benzinschleudern für kurze Zeit reduzieren könnte. Freilich wird nur in absolutem Notfall Gebrauch von diesem, aus Sicht der Schnellraser unpraktischem Instrument, gemacht.

6 Uhr 47: Die Sonne ist wieder da. 13 Grad, 1.780 m - Zeit zum Ausziehen
6 Uhr 51: - 4 Minuten später- 14 Grad
6 Uhr 58: - 7 Minuten später- 15 Grad, 12,18 Tages-km, 1782 m
7 Uhr 02: - 4 Minuten später- 16 Grad 12,51 km. 1.802 m - 100 km nach OSH
7 Uhr 06: - wieder 4 Minuten später- 17 Grad, 12,78 km, 1820 m
7 Uhr 09: 18 Grad, 12,85 km, 1822 m
7 Uhr 10: 19 Grad, 12,95 km, 1.826 m
7 Uhr 25: 18 Grad, 14,22 km, 1.848 m
7 Uhr 31: 17 Grad, 14,85 km, 1.834 m - hier war die Sonne noch nicht so lange...
7 Uhr 38: 16 Grad, 15,51 km, 1.852 m - Messung im Schatten
7 Uhr 45: 15 Grad, 16,37 km, 1.853 m - Messung im Schatten

Solche Profildaten könnte ein umprogrammierter VDO Computer mit Fotozelle für die Sonne/Schattenangaben liefern...

8 Uhr 28: 2. Frühstück nach 19,58 km unter Gesellschaft von SYLTAN und der hübschen SUZANA. Ich laß mir für 1 DM etwas Plov erwärmen und dazu Kaffee und Tee (mit viel Zucker geht auch schwarzer Kaffee) Ich höre eine Live-Version von BAP´s Verdamt lang her und laß es mir nicht nehmen, den Refrain mitzusingen, wofür es von SUZANA, die einen Kapuzenpulli mit Gold trägt, Aplaus gibt.

8 Uhr 34: Weiter!

9 Uhr 03 überschreite ich zum 3. und 4. mal die 2.000 ender Marke auf dieser Reise. Gleich 2 mal, weil die Straße oft weiter hoch geht, wie eigentlich nötig, um dann wieder abzufallen. Hier ist die Landschaft zumindest teils felsiger, wie bei der letzten Paßhöhe. Relativ wenig Verkehr, was mich wundert, da mir in den letzten Tagen recht viele chinesische Laster entgegen kamen.

9 Uhr 30: Ertmals verdecken für heute Wolken die Sonne und der Schnee auf den Gipfeln, die am Ende von Seitentälern zu sehen ist, rückt näher an die 2. Straße - 1984 erbaut.

9 Uhr 40: Die Wolken werden zahlreicher, dunkler und beginnen sich zu ballen. Erkundung einer Quelle samt Körperpflege unterhalb der Leiste mit Wasserflasche und Seife. Wieder 2 Speichen gebrochen. Ich ersetze sie erst - da kein Seitenschlag - bei der nächsten Vulkanisierungswerkstatt, deren Automatikluft mal funktionierte. Nebenan ein Restaurant für´s Mittagessen. Ein Teller Lebernudeln soll gleich 60 Kirgi Sum kosten statt sonst 40 - so gebe ich 20 für einen Probierteller, da ich mit Fleischgerichten sonst schlechte Erfahrungen gemacht habe. Hintenrum in der Küche kann ich aber dann doch noch zeigen, was ich gern hätte und das hinzugießen von weiterem Öl verhindern. Ich beiße mich noch im Buch von Sarah fest (Gruß an die Schweizerin, Hamburgerin, Grichin, die mich auf dieses mir ohnehin bekannte Buch nach der Reise nochmal hinwies...) und zeige Bilder. Das beendet meine Freundschaft aber leider, denn nun wird ein Dollar verlangt für einen türkichen Schokoriegel, der sonst 5 Sum kostet. In Sum ist der Preis mit 15 (
wird ob der gesehenen Kamera auch beim Fisch hingelangt: Statt 20-25 gleich 45

Auch im nächsten Laden im nächsten Dorf soll ich abgezockt werden: Die Verkäuferin flüchtet (ob des ungewohnten Ausländers) und die Jugendlichen übernehmen das Regiment - mit mindesten um 5 erhöhten Preisen. Doch das klappt bei mir nicht, dann gibt´s nix vom begehrten Papier.

14 Uhr 35 prasselt der erste Schutt in den Bergen, die sich nun rechts auftun, runter. Wenig später platzt genau über mir ein Gewitter mit Dicktropfen in die sich Hagel mischt. Dahinter ist die Straße wieder trocken - Fazinierend! DESWEGEN hatte ich also in Sarah´s Buch gelesen: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort! Ohne Lesen hätte ich heute nur ein Gewitter erlebt, nämlich das 2., das dann bei der ersten starken Steigung auf 2.500 m los bricht. Auch hier hätte es wieder fantastische Bilder gegeben, da vor den Schneebergen nur teils grüne - ansonsten lehmige Vorberge sind und dahinter die Gewitterwolken. SO SCHÖN!

Dann geht es von über 2500 m nochmal 70 m runter in´s Flußtal. Das überfordert meine Vorderbremse, so das ich einen neuen Bremsgummi unten aus der Tasche kramen muß im Regen... Keine angenehme Aufgabe, da recht kalt..

Heute mußte ich 2 MFG´s ablehnen um aus eigener Kraft wenigstens den höchsten der Pässe, die mich noch von China trennen, zu erreichen. Und natürlich um den Regen zu genießen.

Die Temperatur von nun 7 Grad bringt mich dabei allerdings an meine Grenze. Also Neoprensocken, 2. Regenjacke und Regenhose an und an den nächsten 2 Cafees vorbei um die 2. Dickplatschphase zu erleben! Bis zum Abend regnet es kräftig. In der Nacht nur noch wenig. Ein Jäger läd mich noch ein, aber ich lehne ab. Mein Zelt habe ich schon um 19 Uhr beim Bushäuschen von KYZYL-ALAY (siehe Bilder oben für die Gegend!) aufgeschlagen, da das Bushäuschen möglicherweise das Innenzelt beim Aufbau trockener gelassen hat. So einfach ist das nicht zu sagen, denn das Bushäuschen besteht aus alten Betonplatten, die es auf 2 Linien entlang der Plattenkanten durchtropfen lässt... Auf alle Fälle war es geil sich die dicken Tropfen in´s Gesicht platschen zu lassen. Gut das ich schnell abgespritz habe, bevor ich auf die Idee gekommen wäre, mir den Naturorgasmus auf andere Körperteile platschen zu lassen und so eine Erkältung zu riskieren... Heiser war ich ohnehin schon.

Im Zelt sind es schnell 13 Grad - dann 10 Grad und ich tausche die Neoprensocken gegen meine für diese Höhen mitgeführten Wollsocken. Diese kommen NUR im Zelt zum Einsatz, denn naß wärmen NUR Neoprensocken während Körperbewegung.

2.683 m hoch lag mein Schlafplatz, der nach 1.210 Höhenmeter erreicht war.

3 % Durchschnittssteigung , 14 % Maximal

64,16 km in 6,52´33 / Durchschnitt 9,3 km/h / Max 41,5

Seit Tiflis nun 2.902 km mit 18.270 Höhenmetern.

ca 5583.71 km insgesamt mit ca 42.073 Höhenmeter + ca. 536 km per Truck + ca 180 per MFG

1.000 Höhenmeter fehlen noch an der 3600 erter Paßhöhe.