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Freitag, 18. Februar 2011

Am besten hier ansehen!

Bei meinem tollen Steintrike bricht eine der 4 Verbindungsschrauben zwischen Vorderbau und Hauptrahmen.

Ich bringe zwar gerade in Erfahrung, das in einer halben Stunde oder so, genau kann das keiner sagen, ein Bus nach Angra fahren soll, aber ich habe keine Lust auf Spring Prozession. Im Hafen finde ich einen Fischer, der eine passende Gewindestange und Muttern hat. Allerdings muss ich 2 mal hin, da erst zu kurz und verliere so meine Schokokekse, die ich streng genommen gar nicht haette kaufen duerfen, da es billigere Lebensmittel gibt.

Den ganzen Text zu heute gibt es in VOICE008 und in VOICE009 (nicht abgetippt!)

Nachts reist der Sturm eine Zeltstange aus Ihrer Verankerung, so das ich umziehen muss. Oben lodert auf einmal ein Feuer, aber niemand ist mehr da. Also trage ich meinen Krams hoch. JETZT tauchen ploetzlich 2 Jugendliche auf und wollen Backkatoffeln machen.

Nachts um 3!

Genervt trage ich alles wieder runter. Dann kommen die Jugendlichen und laden michzummitgrillen ein. ICH WILL ABER SCHLAFEN NACHTS! Ich fliehe vor dem Sturm und baue mein Zelt 3 Stunden spaeter wieder im Wald oberhalb auf.

Freitag, 11. Februar 2011

Da die Spaltenbreite bei Blogsport zu klein ist für dieses Posting empfehle ich es hier anzusehen!


Im Wald gibt es hier bei Porto Martin ehemalige Weinberge



In diesen Löchern war dann je ein Weinstock


Auch 2 Lavahöhlen habe ich in diesem Wald in den sich kein normaler Tourist verirrt entdeckt, eine davon geht auch weiter wie die Twilightzone..


Viel Wald ist nicht mehr über..


Viel Haus zum kaufen auch nicht..


Und auch nicht mehr viel Sonne..


Und auch nicht mehr viel von diesen Fahnen..


Von den Mauern auch nicht mehr..


Wofür diese Zettel sind würd ich gern wissen...

Neulich war ich in einem Lokal am Riesen Kunstkringel von Cabo do Praia (den kann man sogar auf dem Satelitenbild im Link erkennen neben dem Hafenbecken, wenn man das Bild ein paar mal vergrösert..) zum Mittagsbuffet. 6,50 kostet es. Also 3 Mark mehr als ich normal für ein Essen ausgegebn mag. OK, Buffet - All you care to eat.

Heute bin ich extra von Porto Martin aus zurückgefahren und da hies es "It´s Reserved" trotz Menüwerbung drausen. Mit anderen Worten man will mich nicht mehr als Gast haben. Hab wohl zuviel gegessen letztes mal.. Unglaublich. Ich ess halt langsam und lad mir den Teller nicht so voll, dann sieht es so aus als wenn ich mehr wie andere Essen würd. Wiso bieten die es dann als Buffet an?

Montag, 29. November 2010

Are you Homeless? You have to leave!

Als ich das Gebäude betrat, indem sich das St. Anthony Main Theater befindet um zur Toilette zu gehen musste ich erst mal unverrichteter Dinge zum Zelt zurückkehren, da -wie meistens wenn Mensch einen Restroom besuchen möchte- selbiger oder seine Umgebung gerade gereinigt wird.

Als ich nach 15 Minuten zurückkehrte fragte mich der Asiate, der die Reinigung durchführt ob ich Obdachlos sei. Da ich mit dieser Thematik keinerlei Probleme habe (als freiwilliger Lebensstil) antwortete ich wahrheitsgemäss mit "Ja" - Antwort: "YOU HAVE TO LEAVE!"

Ich zeigte ihm dann meinen Mitgliedsausweis der Filmgesellschaft sowie meine ATM Karte und machte deutlich, das ich ein RECHT habe das Gebäude zu betreten. Es ist unglaublich, das Menschen erst wegen Ihrer Sexuellen Orientierung in Deutschland discriminiert werden (vor 10 Jahren mehr wie heute) und HEUTE in den USA wegen ihrers Lebensstils. HIER und HIER - 2 Seiten zum Thema! Anscheinend BRAUCHT die Gesellschaft immer irgendwas, das Sie diskriminieren muss... Traurig! (bitte eigene Erfahrungen egal welcher Art als KOMMENTAR posten - Link "kommentare"unter diesem Eintrag anklicken dazu!)

Ich fragte den Reiniger und Peiniger dann noch was er gegen Obdachlose hat. Es zeigte sich, das er persönlich kein Problem mit Wohnungslosen hat, sondern das es eine Anweisung von oben ist..

Mittwoch, 6. Januar 2010

Mittwoch 06.01.2010
59. Reisetag
17. auf Terceira

Gezielt hat Mensch meinen Yoghurt geklaut. Damit bin ich wieder im Klauzirkel, der meine Gedanken bestimmt. Ich suche nun jeweils eine Person die 1 € oder 20 cent spendet, 2 die 50 cent spenden und 4 die einen cent spenden.. Dann wären die bisherigen Verluste, die sich zum Glück auf den Azoren in Grenzen halten, kompensiert.

Ergänzung 2011: Während ich dieses Geld sammeln auf anderen Reisen auf touristischeren Inseln erfolgreich zu Ende brachte ist es hier nur eine fixe Idee..

Der Schlafplatz ist somit vergiftet und muss gewechselt werden.

Ca 530 m über Meer eine kleine Lavahöhle mit Helactiten, Gold/Silber-Bakterien, Schimmelpilz und Sklett (Katze?) entdeckt gegenüber der Zufahrt zur Weihnachtshöhle. ZUFAHRT: Erster von der Strasse nach Biscotis abzweigender Lavaweg rechts (offenes Tor) gleich wieder rechts und kurz vor dem lange aufgegebenen Lavaschürfgebiet links. ZUGANG: Am Fuss eines Vulkankegels.Füsse zuerst und auf dem Rücken rein, Mensch passt so gerade durch die Öffnung. Hinten kann Mensch stehen!

Damit kenne ich nun 5 der nicht touristisch erschlossenen 266 bekannten Höhlen der Azoren. 3 von 128 auf Pico und 2von 67 auf Terceira. Bei den Zahlen sind die 4 touristisch erschlossenen nicht berücksichtigt.

Schlafplatz nach ca 10 km auf 379 m auf einer Wiese. 540m Max, 263 Höhenmeter, 406 runter

PS: Mitlerweile habe ich meine Bilder online gesichert: Auf http://www.mydrive.ch/login können alle Nutzer meines Weblogs schon mal ohne Text auch die noch nicht veröffentlichten Bilder ansehen, die auf meiner Kamera sind derzeit. Alle Bilder die auf dem I-Pod gespeichert sind kommen hoffentlich später, denn offenbar ist das Kabel schadhaft, kann nur aufladen damit aber keine Daten Übertragen.. Azoren@Struffel auf obiger Webseite als Nutzername eingeben und das Passwort ist Azoren.

Dienstag, 5. Januar 2010

Dienstag 05.01.2010
58. Reisetag
16. auf Terceira

Meine B&M Gasentladungslampe mit der Serien-Nr 10987 (hinter Gaffertape) hat das Problem mit der Halterung, das sich die Lampe selber in den beiden Ringen dreht und in Folge dessen raushöckert. Eventuelle Lösung bei guten Strassenhältnissen, was hier aber nicht immer der Fall ist: kleine Streifen Gaffertape zwichen die beiden Ringe kleben und mit einem grosen Streifen sichern.

Von 17 Uhr bis 18.30 dann gleich 5 Probleme auf einmal:

1. Der 2. Platte hinten der Tour
2. Dual Drive wieder ab (Lösung: Stift richtig biegen!)
3. Hinterrad halb raus
4. Vorderer linker Reifen gewechselt
5. Umwerfer hinten flutscht immer wieder in Speichen (Demontage und Neumontage unter Beachtung des entdeckten Spannungsnippel)

Trotzdem schon 19.30 zu Hause, da ich heute nur das Gebiet zwichen Höhenmeter 397 und 539 um die nach ALTARES führende Strasse erkundet habe.

Nur 350 Höhenmeter und ca 12 km, 12 - 17 Grad

Samstag, 15. August 2009

Partyreview

Am 15.08. war es mal wieder soweit: Die Queen Marry 2 und eine der AIDA´s war mal wieder in Hamburg und wird von vielen kleinen Schiffen und Barkassen bei der Ausfahrt begleitet. Die cultigste Möglichkeit diesem Event beizuwohnen ist eine Mitfahrt auf der MS Max Brauer mit den Tranceport Party-Veranstaltern. Loveparde auf der Elbe, wenn auch nur mit einem Float..

Tickets gab´s für Freunde des Veranstalters oder per SMS. Wer freilich kein eigenes Händy hat, wie ich, sieht in die Röhre, denn per E-Mail mag der Veranstalter leider nicht kommunizieren..
Aber jemand verkaufte mir ein Ticket für nen Zwanni, den ich durch etwas Pfand sammlen auch wieder rein bekam.

Der erste Eindruck: Zu voll, Musikanlage nicht fett genug. Dennoch wurde es die geilste Party der letzten 5 Jahre, mal abgesehen von den Partys in Gent. In der ersten Stunde eckte ich zwar mit einem der Kiez-Securitys zusammen, aber als dieser merkte, das ich mich nicht unfair behandeln lasse, war alles in Ordnung. (1) Es gab jeweils 2 Indoor-Floors (mit niedriger Decke) und 2 Outdoor-Floors mit insgesamt 2 DJ´s, die durchweg geile Musik auflegten, nachdem das erste Eis getaut war. Ganz vorne auf der Bank vor dem Tresen war die Musik dann auch zum Tanzen in annehmbarer Lautstärke zu hören. Von 19 Uhr bis zum Schluß hab ich dort meist durchgetanzt, was einige der jungen immer bewundernd nicht nachvollziehen können.

Immer wieder geil, wenn die tanzenden mit Passagieren oder Arbeitern auf den anderen Schiffen oder den Schaulustigen am Ufer interagieren. Und danach zur für die Bootpeople kostenlosen After-Hour ins Edelfettwerk.

Das Edelfettwerk in Nähe der S-Bahn Eidelstedt und des HSV-Stadions ist eine coole Party und Eventlocation, die sehr individuell aufgeteilt werden kann für den entsprechenden Bedarf. Im großen Saal gibt es eine beeindruckende neue LED Anlage, die im Ausmaß an einen der LED Screens in Beijing oder Las Vegas erinnert. Dazu den wohl hellsten Blitz, den eine Partyanlage in Hamburg zu bieten hat. Um 4.00 Uhr siegte dann leider die Müdigkeit und zum Ausklang ging es noch ne Stunde auf einen Teil der nächtlichen Cyclassics Strecke, während ich nie begreifen kann das Menschen soviel Geld für ein solches Event zahlen auf Straßen, die Großteils täglich kostenfrei genutzt werden können.

(1) Beim Tanzen störte mich ein Girl, das nach mir kam und trotzdem meinte es sei IHR PLATZ. Da Sie darauf beharrte und ich Stress aus dem Weg gehen wollte, stieg ich wieder zurück auf´s Oberdeck, wo auch andere Partygäste verweilten. Dort machte mich dann einer der Schranktypen Marke "Bodybilder" an, ich solle das Gilrl in Ruhe lassen. Als ich ihm mitteilte was Sache war, kippte er mir den Inhalt seines Glases über und ich fragte wer hier Security macht, denn das ging mir zu weit.

Wie so oft wird dann alles verdreht und ICH wurde aufgefordert runter zu gehen. Ich bestand jedoch darauf, das auch der Schranktyp einen Anschiss kriegt. Die ganze Sache gipfelte dann darin das ein bis dahin noch nicht beteiligter, auch für die Sicherheit verantwortliche Kieztyp, mich von oben runter anmachte, ich solle nur unter Deck tanzen, und mich bedrohte mit "Sonst schmeiß ich Dich in die Elbe". Da mir solche Gewaltandrohung zu weit geht - erst recht von einem für die Sicherheit verantwortlichen - zeigte ich meinen Presseausweis und entgegnete "Mach doch, aber wenn Du DAS machst, dann mach ich das öffentlich" Leider war erst darauf hin ein normales Miteinander möglich und wir konnten uns versöhnend die Hand geben..

Zum Schluß noch ein Hinweis zum Edelfettwerk: Wie auch schon auf dem Boot waren bei der After-Hour viele dieses Bodybilding Typen und einer viel mir mit Thor Steinar Klamotten auf. Diese Marke wurde in der Vergangenheit oft mit rechter Gesinnung in Zusammenhang gebracht. Allerdings distanziert sich Thor Steinar von politischem Extremismus jeglicher Couleur sowie von Gewalt- und Straftaten. Interessiert hätte mich schon was der Träger mit der Marke in Verbindung bringt. Vieleicht kommt über dieses Posting und die Kommentarfunktion ja ein Dialog zu Stande..

Auf alle Fälle finde ich es gut wenn alle Menschen zusammen feiern können, egal, was Sie anhaben, egal welcher politischen und/oder sexuellen Ausrichtung.

Nachtrag: Auf dem Boot wurde leider meine Tasche von anderen Gästen durchwühlt, eine geschlossene Tüte Amarettinies eigenmächtig geöffnet und ein 8er Pack Batterien entwendet. Damit ist der Kauf von Batterien jetzt auch zur Benutzung im Inland völlig Sinnlos, da diese in jedem Fall vor deren Benutzung abgekrallt werden..

Sonntag, 26. Juli 2009

ED-Behandlung für Trike Fahren?

Unverhältnismäßiges Polizeivorgehen bei Triathlon in Hamburg
7.00 springen die ersten Triathleten in die Alster. Kurz vorher war ich auf der Reeperbahn auf der noch nicht gesperrten Radstrecke - also etwa 30 Minuten vor den ersten. Kurz vor Teufelsbrück wollte ein Bulle mich trotzdem unsinniger Weise stoppen. Reine Bürokratie - auf einer vollständig leeren Straße kann ich keinen behindern. Ich fahr vorbei. 7 Uhr 20: Auf dem Rückweg stoppt mich Herr Dollase von Team Dunkelblau-schwarz. Bis dahin hatte ich einen Durchschnitt von 20,3 Max 46,5

Ich weiger mich meine Personalien für eine kostenpflichtige Verwarnung zu geben. Ich wirke doch nicht an meiner völlig unsinnigen eigenen Staatsverfolgung mit! Das will ich als DEMONSTRATION gegen den Kommerzzwang verstanden wissen auf Biegen und Brechen von jedem der die olympische Strecke befährt UNABHÄNGIG davon ob er an der Veranstaltung teilnimmt 69,50 € zu erpressen.

Ein Streifenwagen wird angefordert, der mit quitschenden Bremsen stoppt, nachdem ich mein Trike angeschlossen habe. Das war so wichtig, das dafür der letzte verfügbare geordert wurde!
Ich werde von 2 Beamten über die Straße geschleift und in den Bullenwagen bugsiert um zur ED-Behandlung in die Mörkenstraße gefahren zu werden. Noch während wir auf der Strecke sind fährt ein Rennradfahrer - auch ohne Startnummer - vorbei und wird nicht belästigt. Das war zwischen 7 Uhr 30 und 7 Uhr 31

Auf der Wache werde ich nach einiger Zeit dann doch aus der Zelle (Holzliege ohne Auflage) gelassen und ohne ED-Behandlung laufen gelassen. Offenbar hat ein Grünmensch in höherer Position erkannt, das das ganze Unverhältnismäßig war..

Ich habe die Adressen mehrerer Zeugen, die Bestätigen können, das ich NIEMANDEN behindert habe, da andere Fahrer erst viel später da waren, sollte es doch noch zu einem Verfahren kommen. (Zettel auf Fensterbank links)

Mittwoch, 2. Juli 2008

Mittwoch 02.07.08 / 30. Tag in China / 133. Tag von 215 / 81 TO GO /

4. Supremetag ohne Plattfuß!

6,79 km mit 214 Höhenmeter zurück zur Tourifalle. Obwohl ich am Ticket-Office in English sage, das ich eine Karte kaufen möchte um die Natur zu sehen, wird nichts verstanden. Das "und ?" entpuppt sich als schöner botanischer Garten. Wieder läuft mir der Verhinderer hinterher, doch ich renne entschlossen schneller, bis er aufgibt. Im hinteren Bereich gibt es eine weitere Abkassierstelle für einen 3 DM teuren Klettergarten. Der botanische Garten existiert nur von 2006 - 2009. In die Eingangstreppe wurden 7 Bäume integriert.

Neben dem Eingang ein Restaurant, das 4 fach überhöhte Preise kassieren will. Auch Schlafen kann Mensch dort für 10 €. Nichts wie weg!

Restaurant im Tal: Ich darf nicht in die Küche und bekomme nur teuren Fisch angeboten. Also wieder zurück zum Zelt. Superplatt! Pumpe lässt Luft nach 40 - 50 Stößen wieder raus zischen. Pumpe auseinandernehmen bewirkt nachdem wieder-Zusammenbau, das nun wieder beide Pumprichtungen Luft pumpen. Halbe Arbeit also wieder. Nachdem der erste Flicken drauf ist erzeugt 50 x Probepumpen ein weiteres Loch auf dem bereits geflickten Flicken! Wieder eingebaut verhindert ein Gewitter den Zeltabbau. Dicker Regen erst als das Gewitter durch ist. Als es vorbei ist ist mein Rad WIEDER platt. Diemal pufft die Luft beim ersten Flicken hervor. Der Niedrigqualitässchlauch ist weiter gerissen! Als der neue Schlauch selber Qualität 200 Pumpstöße = 60 PSI hat, ist das nächste Gewitter da - kaum Regen.

Zu den YUBU Bergen gibt es 2 Wegweiser. Der erste führt zu einem verbremsten,

matschigen Holperweg, der 2. zu einer ausgebauten Straße. Futter? Überall Fehlanzeige. 90 km vor Peking wird die Nahrungsmittelversorgng zum Großproblem!

Die grandiose Bergstaße zum YUBU Naturpark wurde Ideenreich und Phantasievoll ausgeschmückt. Oben auf 1.187 m geht es wieder über 100 m runter zum Stausee. Den Naturpark mit seinen verschlungenen Wegen kann ich nur in der Nacht begehen. Wieder runter bei der Abkassierschranke, die bereits 15 Uhr schliest, bin ich erst um 1 Uhr. Wenigstens Wasser gibt es hier, wo ich schon Kohldampf schieben muß.

Mein Moskitozelt baue ich in einem leeren Häuschen bei einem Parkplatz auf. Dort hatte ich vor dem hoch fahren mein Gepäck deponiert.

Jeden Tag ein Super-Duper: Gestern den Verlust des Dorns vom Kettennieter (später doch wieder gefunden in der Tasche nach mehr fachem auspacken..) bemerkt, heute gibt der 2. Reisverschluß des Moskitozelts ganz den Geist auf, nachdem er zuvor schon nur in einem bestimmten Winkel von Außen manchmal funktionierte.

4 % Durchschnittssteigung / 10 % Max / 1.307 km per Rad in China gefahren.

Seit Tiflis ca 4.300,25 km per Rad mit ca 28.916 Höhenmeter. (Heute 968)

48,68 km heute gefahren, aber kaum Richtung Peking vorwärts gekommen

Schlafplatz auf 705 m

3 Stunden 49´27 unterwegs gewesen mit 12,7 Durchschnitt und 49 Max

Supreme seit 144 km

Insgesamt ca 6989,03 km mit ca 53.248 Höhenmeter per Rad + ca. 3.536 km per Truck + ca 380 per MFG + 1266,45 km per Bus

Gesamt-Reise km: 12.172 von Athen

Samstag, 28. Juni 2008

Samstag 28.06.2008 26. Tag in China 129. von 215 / 85 Days to GO / 8 Uhr 41 / 22 Grad

Auch Vöglein nutzen mein Schlafhäuschen zum Nisten. Bald bin ich wieder auf der 110 und finde dort um 11 Uhr nach 6,39 km ein Futterant, wo ich für 4 Quai mein Essen bereiten kann. Es geht auf und ab. Wenn geradeaus der Expressway beginnt, gehts rechts weiter. Im Ort kontrolliert mich mal wieder die Polizei, als ich einen Berg erklimmen will. Will gleich 2 x den Ausweis. Meine Weigerung beim 2. mal wird aber akzeptiert. An einem Stand wird wie üblich nicht akzeptiert, das ich nur für 0,5 Quai etwas zu probieren haben möchte. Also muß ich erst meinen 10 Quai Schein wechseln. Also umständlich Rad abschließen und 6 Leute fragen.

Im Restaurant (Tages-km 19,42) wird mein Essen leider mit Feuerschoten verseucht. Den Reis auch mit zu braten hat auf Anhieb noch nie geklappt (was sich auch in den nächsten 85 Tagen nicht ändern wird, gebratenen Reis gibts nur bei uns beim Chinesen!!).

Ich fahre noch in das auf 925 m gelegene Sackgassendorf DICHIGOU. Polizei hinter her. Es gibt eine 1-Klassen-Schule und einen Laden. In selbigem wird nicht verstanden, was 1 kg ist, obwohl ich an der bis 500 g gehenden Waage zeige, das dies 2 x, ein Kilo ist. Dann wird mir eben der Kuchen geschenkt. Wassereis wie immer 5 cent.

Die Hauptstrasse geht mit 913 m auch fast so hoch. Platter (Loch durch den Flicken) und Speichenbruch.

Zwichendurch etwas Bilard mit Einhemischen spielen.

Da in China ja nur "nach Gefühl" Luft in Niedrigdruck in Niedrigqualitätsmaterial gepumpt werden kann, bewirkt dies, das der Luftdruck für dieses Material zu hoch war. Selbiges wird an seiner schwächsten Stelle durch zu hohen Druck wachsgummiweich und dehnt sich beliebig. Das nächste Problem (Reifenpeng) ist also absehbar. Und ggf tödlich, wenn dies bei 70 km/h Downhill passiert...

Nach dem Abendessen das tägliche Gewitter. Auch am Mittag versuchte es schon mal loszugewittern, was mangels Masse aber nicht gelang. Zum Schlafen versuche ich der superlauten Karrenbahn zu entfliehen. Also auf Richtung Gebirge. Ich finde ein einsames Häuschen in das mein Moskitozelt nur gequetscht passt - wenige cm zu klein.

Doch selbst hier werde ich gefunden, mehrfach gestört. Erst ein Wutanfall lässt mich zur Ruhe kommen. Die ganze Nacht Polizeischutz!

42,51 km in 3 Stunden 50´22

Durchschnitt 11 und Max 37,5

581 Höhenmeter (Schlafplatz = 767 m) 3 % Durchschnittssteigung 10 % Maximal

In China 1.161 km per Rad gefahren.

Seit Tiflis 4.150,51 km per Rad mit ca 26.465 Höhenmeter.

Insgesamt ca 6839,29 km mit ca 50.797 Höhenmeter per Rad + ca. 3.536 km per Truck + ca 380 per MFG + 1266,45 km per Bus

Gesamt-Reise km: 12.022 von Athen

Mittwoch, 4. Juni 2008

Mittwoch 4. Juni 2008 /105. Tag von 215 / 3. Tag in China

Ich krieg es hin mit dem allerersten Licht um 3 Uhr 41 nach 6 Stunden Schlaf aufzustehen. Es nerven die Hände, da durch Risse an 5 Fingerkuppen der Einsatz selbiger als Werkzeug schmerzt. Bei jeder Reise über 2 Monaten und auch bei Ständen über 2 Tagen das gleiche Problem durch hohe Beanspruchung. Auch kann ich weltweit nicht verstehen, das Menchen auf mein Schlafmaterial - wie die Zeltbodenplane - mit Schuhen treten. Ich köme nie auf die Idee in ein Haus, das Teppich hat, einzutreten ohne die Schuhe vorher auszuziehen.

Der tolle Dieb von TURKMENABAT hat aleine in der ersten Sonnenstunde des Tages mit phantastischem Licht mindestens 8 nicht gemachte Bilder zu verantworten. Darunter eine tolle alte chinesiche Nähmaschine, Landschaftsbilder und in einer Reihe hockende Einheimische.

Es geht auch heute Flußabwärts durch atemberaubende Landschaftfür 29 km.

7 Uhr habe ich auf 4,72 km 3 entgegengekommene Fahrzeuge gezählt: 1 LKW, 1 Bagger, der wohl heute die erwähnten Erdrutsche beseitigt und der Straßenarbeiterbus. Nun kann ich alle warmen Klamotten ausziehen, denn das Quecksilber stieg von 12 auf 27 Grad...

7 Uhr 40 zeigen sich nach 11,11 km die ersten Wolken am Himmel, noch 99 % Sonne. Wie leicht das trocken feste Material hier erodierbar ist, zeigt sich schon beim Pinkeln: Gleich ist eine tiefe Furche in der Böschung. Bruchstückhaft und UNBRAUCHBAR empfange ich zum ersten mal auf dieser Reise die anscheinend doch noch in´s Ausland sendende deutsche Welle auf KW Band 5.

8 Uhr 8 kommt mir das erste (2008) von 300 Millionen (1993) Fahrrädern entgegen. Nach 75 km im Land. Allerdings wird das Rad nicht gefahren, sondern von einem Minni-Traktor transportiert.

Nach 15,6 km ein Ort mit Laden,wo es auch möglich ist eine Nudelsuppe zu Essen. Hier stelle ich fest, das ich am Morgen meine Zahnpasta, die ich nur ein mal benutzte, vergas und das in China alles britiche Stecker hat, die ich von Bukhara nach Hause geschickt habe, da ich sie bis dahin nie brauchte... Ich bau mir einen um, aber der I-Pod bleibt Tod. wenigstens die Zahnpasta finde ich wieder! Neue hätte ich auch sich nicht gleich wieder gekauft.

Beim Abzweig geradeaus. Nun geht es weiter durch das Flußtal. Die Landschaft sieht teils so aus, als wären die Berge unterspült worden, umgekippt und halb versinken. Andere Berge haben normle Formen, aber plötzlich schwingt eine Linie im Halbkreis nach oben. Unglaublich!

Während ich die Landschaft umschreibe hält Polizei und spendet Sprudel, der sich als stilles Wasser herausstellt. (Aus heutiger Sicht: Sprudel scheint ohnehin UNBEKANNT in China zu sein)

Nach dem nächsten Ort geht es von 2.460 m auf 2.853 m hoch. Kurz vor erreichen des km-Steins 141 (noch bis KASHGAR) sind rechts mehrere Quellen. In USA würde die Landschaft in der wir uns befinden als "Painted Dessert" bezeichnet. Runter auf 2.840. Erst jetzt geht es die letzten 113 Höhenmeter hoch zum mit 2.990 m angegebenen Paß. Also wer mag zu vorstehenden Höhenangaben 37 m dazu addieren... Die nächsten Höhen sind 2.838 (Händymast), 2.799 und 2.815. Bei der Abfahrt auf 2.560 m liefer ich mir noch ein Rennen mit einem Lastwagen, das ich Haushoch gewinne.

Imm allerletzte Licht beziehe ich meinen Schlafplatz unterm Sternenhimmel. Seit langer Zeit wieder ohne Zelt in einem trockenen Flußbett gleich neben der Straße. Es hat keine einzige Wolke am Himmelnach Trockenen 24 Stunden. Weiter fahren wäre mir möglicherweise uch nicht gut bekommen, denn in Sichtweite ist eine extreme Langsamfahrstelle, die ich womöglich nicht rechtzeitig erkannt hätte im fast Dunkeln.

Der Abend hat 2 Highlights: Zum einen ist da, wo die Sonne eben unterging wie im Planetarium ein hellblauer Himmel, vor dem sich die schwarzen Berge abheben. Dazu Mucksmäuschenstille. Stimmung wie bei der Sonnenfinsternis. Deutlich sichtbare Milchstraße, da es kaum Lichtquellen gibt im 100 km Umkrei!

75,45 km in 5´56´´38 / 12,6 Durchschnitt / 53 Max
916 Höhenmeter - 3 % Durchschnittssteigung, 10 % Maximal.

3.138 km seit Tiflis mit 21.902 Höhenmeter .

Insgesamt ca 5813.14 km mit ca 45.705 Höhenmetern + ca. 536 km per Truck + ca 180 per MFG

Montag, 2. Juni 2008

CHINA !!!

Montag 2.6.08 / 103. Tag / 1. Tag in China

HEUTE IST STERNCHENTAG (und deswegen auch Internet denn ich weiss nicht auf welchem Weg mein Sternchen bei mir ist..)

7 uhr 37 fährt der erste Truck aus dem Grenzgelände. Von wegen 9 Uhr... Ich muss aber erst packen und verlasse so tatsächlich erst Punkt 9 die Grenzenklave mit dem ersten kirgisischen Stempel auf dem Visa. Der ist auch erforderlich, denn etwas später ist noch eine 3. kirgisische Kontrolle, die mich ohne den Stempel sicher zurückgeschickt hätte. Geld wollte aber trotzdem niemand, im Gegenteil wurde ich, ob der neben der Enklave verbrachten Regennacht, bevorzugt behandelt. Ein Truck muss warten. Die Gruppe ist übrigens auch 2 Tage später wie geplant ausgereist.

Nach China (auch 3 chin. Kontrollen) sind es dann nochmal 49 HM. Von OSH sind es also 255-280 km aber niemals 500 km, wie Sarah schreibt in Ihrem Buch RADNOMADEN (trotzdem DIE Leseempfehlung, günstig auf Ebay!!) Alles wird genau kontrolliert bis auf den Schlafkram. Ich werde gefragt ob ich Landkarten dabei hätte. Dummerweise antworte ich Wahrheitsgemäß, das ich lediglich Übersichtskarten in Büchern dabei habe. Eine Seite aus meinem Buch FAHRRADWELTFÜHRER wird beschlagnahmt (streng genommen hätte der Uniformierte das ganze Buch beschlagnahmen müssen). Wiso? Auf der Chinakarte ist TAIWAN eben gross geschrieben, wie sonst andere Länder auch - und genau das ist der springende Punkt! China sieht TAIWAN nämlich als abtrünnige Provinz an und akzeptiert daher nur Darstellungen des Landes in denen Taiwan eben so wie die anderen Provinzen in Kleinbuchstaben neben dem ersten T geschrieben ist. Mit anderen Worten: Es wird kein Schriftwerk geduldet, das den Anschein lässt TAIWAN wäre ein eigenständiges Land (es hat zumindest Unabhängigkeitsbestrebungen). Auf solche Spitzfindigkeiten war ich natürlich nicht vorbereitet...

Neben dem Offizier in schniker Uniform viele Soldaten die teilweise Ritualen nachgehen. Lustig anzusehen wie 3 hintereinander im Stechschritt in den Bürocontainer marschieren und andere gelassen herumstehen. Einer steht auf einem Podest und blickt in die von der Strasse abgewandte Seite sich ab und an abrupt in Richtung landeinwarts führender Strasse wendend.

Nach 8.22 Tageskm erreiche ich das Quarantänegebäude der Grenze. In SARS Zeiten wurde hier bei jedem Fieber gemessen. Ich werde als letzter vor der 3 stündigen Mittagspause in's Land gelassen. ENTGÜLTIG NUN CHINA MEIN STERNCHEN - das Land Deiner Träume!!!

Gegenüber der Quarantänestation gleich ein Laden wo ich 5 Euro in 45 Quai tauschen kann, salzige wie süsse Erdnüsse dafür kaufen kann sowie ein Walnussmilchgetränk und Madlaenes sowie diverse Pralinen und je einen Walnuss und Mandelkuchen. Einige Häuser weiter die chinesische Post die sich als Internetcafee mit ca 20 PC's a 3 Quai - also irgendwie 60 Pfennig - entpuppt.

Seltsamerweise funktioniert meine Webseite nicht in China. Als ob Sie von der chinesischen Regierung gesperrt wurde.. Und GMX stürzt ab als ich 20 Minuten lang alle unerwünschten Mails markiert aber noch nicht gelöscht habe... Ansonsten aber recht schnell. Dann eben nochmal..

7 Stunden war ich im Internet um das nötigste zu regeln. Von einem Regen habe ich dabei nichts mitbekommen. Jemand hat mein Rad, das an einer für den Laden wo ich meinen Proviant ergänzt habe, gelieferten Palette abgestellt war, mit abgedeckt. Meine Faserpelzjacke ist so nur leicht feucht. Bei meiner letzten Internetaufgabe bricht die Verbindung ab. Unwetterstimmung. Gewitter.

In einem Restaurant wird mir zwar ein Platz angeboten, doch ich weiß nicht, was es zu essen gibt. So kaufe ich mir im Laden nebenan die 3 verschiedenen großen Töpfe Nudelsuppe, die es gibt und laß mir auf einen heißes Wasser gießen. Während das Gericht zieht, kann ich in einem anderen Restaurant in die Töpfe schauen und kann 2 Dampfnudeln für 12 € cent kaufen. Da diese aber keinerlei Geschmack haben, frage ich nach einer Soße und bekomme eine halbe Schale klare Suppe dazu. Da brösel ich die Dampfnudeln eben rein. Etwas Sojasoße dazu und super scharfes Kimchi. Die andere Nudelsuppe ist ebenso Superscharf. Und das obwohl ich nur das Suppengewürz drin habe und das Supersuperscharfe Päckchen ungeöffnet lies... Zusätzlich steht reichlich Knoblauch bereit! Dieser wird in einigen Restaurants auch gezogen hier im äußersten Westen Chinas. In einer runden Schale stecken dann Dutzende Knoblauchzehen um zu keimen.

Melancholische Stimmung, da ich den Tag nicht zum Radeln nutze, nicht wie üblich das spannende Wetter beobachten konnte. Mein Licht plötzlich nicht fuktioniert. Ich einen angeblich vorhandenen 2-Rad-Mechaniker nicht finden kann. Kein Sandpapier auftreiben kann. Letzteres will ich wegen möglicher Pannen immer dabei haben. Hab ich irgendwie verloren. Es wird als 1. Schritt bei der Vulkanisierung benötigt!

Es geht also ohne Licht runter zum Fluß. Hier vertausche ich die Dräthe, so das das Licht doch wieder einwandfrei geht. Ich entdecke ein verstecktes Zelt. Ich frage die Soldaten darin wegen Schmiergelpapier. Ich erhalte als Ersatz ein Stück eines wie zufällig herumliegenden abgebrochenen Sägeblatts.

An der Flußböschung campiere ich gleich neben der Straße, nachdem ich die Steine aus dem Weg geräumt habe. Die Melancholie geht weiter, da plötzlich mein VDO weg ist. Auch nach dem 3. Suchen ist er nicht wieder aufgetaucht. Deswegen bemühe ich meinen I-Pod um die Stoppuhr zu starten. Ich will wissen, wie lang ich schlafe. Ich schalte ihn aus um zu sehen, ob die Stoppuhr weiter läuft. Doch er lässt sich nicht mehr einschalten. Nie mehr. Alle Daten werden wohl weg sein. Unwiederbringlich! Mein Leben ist nur noch die Hälfte wert. Scheiß Diebstahl durch Mensch oder Technik!

Wiso ich doch Daten hier veröffentlichen kann lest Ihr Morgen!

Schlafplatz war auf 2.813 m nach 10,55 km in 0´50´´05 (Durchschnitt 12,6 - max 37)
88 Höhenmeter (max 2.898m) 5 % Durchschnittssteigung, 21 % Maximal

20.666 Höhenmeter auf 3.034 km seit Tiflis.

Insgesamt ca 5709.51 km mit ca 44.469 Höhenmetern + ca. 536 km per Truck + ca 180 per MFG

Mittwoch, 21. Mai 2008

Schon wieder in Usbekistan...

Mittwoch, 21. Mai 2008 / 91. Tag / 3. Tag in Kirgistan

Es kuckuckt mal wieder. Just als ich scheißen will kommt jemand vorbei. Also frage ich nach einem Klo und bekomme einen Stall gezeigt, während drausen eine Frau mittels Steinen und Lehm den Waserlauf verlegt um das nächste Feld zu bewässern. Schlafen konnte ich fast ungestört. Zwar kamen 2 mal Neugierige vorbei und einmal fällt das Wort Dome (Haus), aber kurze Erklärungen meinerseits reichen aus.

Ich folge der Gravelroad ohne mein Zelt aufgeladen zu haben für ca 880 m. Dort werde ich schon wieder von einem bewaffneten usbekischen Soldaten gestoppt. Die Grenze läuft teils unsichtlich durch den Ort. Eben nicht rechtwinklig zur Straße wie ich dachte.. Auch während dieses Zwangsstopp werde ich mit Nahrungsmitteln versorgt: Aprikosen in Syrup.

Um zurück zu meinem Schlafplatz zu kommen fahr ich nun auf anderem Weg kreuz und quer durch den Ort, denn den selben Weg darf ich nicht zurück, da ja ein Stückele Usbekistan dabei ist. Der Umweg führt aber ebenfalls mal durch kirgisisches Gebiet und mal - unentdeckt - über Usbekisches.. Teils durch Gärten brauch ich nun 6 km statt 880 m bis ich an der Straße rauskomme. Nur leider sehe ich die Grenze von links statt von rechts - bin also schon wieder in Usbekistan! Nur außerhalb des Orts ist der Grenzverlauf klar durch starken Stacheldrathzaun ala DDR und einem usbekischen Weg rechts und einem kirgisichen links. Doch auch hier gibt es unkontrollierte Feldweg-Übergänge.

10 uhr pack ich meinen Kram zur Weiterfahrt, nachdem ich mich mächtig darüber geärgert habe, das ein Einheimicher meinen Kram in mein Zelt verfrachtet hat., wodurch die Solarlampe nicht weiterlud. Auch meine zur Kühlung ins Gebirgswasser gelegten Flaschen sind weitergeschwommen. Als ich sie wieder finde beruhige ich mich.

Das frei fliesende Wasser wird zum Trinken benutzt - unabhängig davon, ob es weiter oben durch Wäsche waschen, Zähne putzen oder Vieh verunreinigt wurde. Alternativen wären wohl einfach zu kompliziert.

Einem geduldig vor meinem Zelt wartenden jungen Kirgisen gestatte ich ein Stück Techno von Robert Miles (Fable) zu hören, da er eben nicht aufdringlich fordert, sondern nur intressiert schaut. Da fließen gerne andere (harmonische) Energien! Als ich dann wider selber hören möchte verabschiedet er sich gleich 2 mal: Einmal vor mir hockend und einmal auf dem Weg stehend. Ach wären nur alle so! Die meisten anderen nerven durch Ihre dipp-dippende bohrende Anwesenheit und wollen ständig mit mir sprechen ohne das ich eine Chance hätte zu verstehen. Ich habe kein Interesse an oberflächlichem Geschwafel - wohl aber an tiefgründigen GESPRÄCHEN und zwichenmenschlichen Kontakten. Letzteres ist aber wegen Sprach, Kultur und Religionsbarrieren seltenst möglich!

12 Uhr 30 bin ich immer noch da! Beim packen habe ich realisiert, das ich beim morgendlichen Ausflug ins Grenzgebiet auch noch mein Multitool verloren habe. Ausgerechnet in diesem problematischen 2-Länder-Ort! Trotzdem fahre ich 4,53 km meines Ausflugs unkontrolliert nochmal ab. Jedem Passanten spiele ich vor, wie ich etwas verliere, zeige auf ihn und hebe es auf. Meistens muß ich es wiederholen, bis es verstanden wird. Manchmal wird auch dann scheinbar nichts begriffen. Doch genau dort, wo ich den Verlust vermutet habe, da ich dort über einen Erdhaufen gefahren bin, was das raushöckern unterstützt, werde ich zurück gewunken und erhalte mein Werkzeug, das hier mit Sicherheit nicht erhältlich ist, vom Finder zurück.

Zurück am Camp machen Jugendliche eine Wasserschlacht. Leider wird die beteiligte Frau mit weißer Bluse nicht von vorne getroffen. Ich beteilige mich fast, als ich realisiere, das die Wasserschlacht mit MEINEN Flaschen ausgetragen wird. Zum 2. x an gleichem Ort sind meine Flaschen so weg! Eine verliere ich ganz, die anderen finde ich wieder.

Nun ist JANEBEK da und ich frage nach Brot (Nan) denn es ist Zeit für´s Mittagessen! Er geht nach Hause und holt eins. Mit einer Nadel, die ich zum Flicken des Moskitozelts brauche funktioniert das genauso! - samt Faden versteht sich...

14 Uhr 11 geht es dann wirklich weiter - bis zum ersten Hitzestop bei 30 Grad im Schatten. 2,17 km weiter bis BEA (1574 m) bin ich gekommen. Der nächste Ort ist SUR (1669 m) In diesem Ort, der nach 2,6 km erreicht ist, gibt es 2 Läden: Rechts Schokoeis mit Schokolade (gut) und Tomaten. Links Tomaten und Kekse. Einen Riesen Mürbekeks krieg ich geschenkt. Mitlerweile ist es gut bewölkt bei 29 Grad. 2 Donner bringen wenigstens so viel Regen, das die Straße so gerade naß wird.

In KARDHAKHAN gibt es den Elektriker DARDO. Er hat einen Lötkolben aber kein Lötzinn. Nur das von einer alten Platine. Damit lötet er mein Rücklicht an. Doch leider merken wir erst danach, das das Kabel falsch liegt.. Also muß es doch ohne Löten gehen. DARDO ist aber geschickter wie ich und kann den Drath durch das dünne Loch fädeln. Dann ergibt es sich, das wir das begonnene Thekenabendessen an den Tisch verlegen und zusammen eine Dose Fisch verspeisen. Ich darf in seinem Haus schlafen.

23,45 km in aber 2,56´57 bei Durchschnittlichen 7,9 km/h - es ging ja nur hoch! Max 17, 613 Höhenmeter summieren sich auf 14.372 Höhenmeter auf ca 2.576 km seit Tiflis. Heute waren es 3 % Durchschnittssteigung und 8 % Maximal.

ca 5327.23 km insgesamt mit ca 38.948 Höhenmeter + ca. 536 km per Truck + ca 157 per MFG

Freitag, 2. Mai 2008

Freitag 2.5.2008 / 73. Tag der Tour / 16. Tag in Turkmenistan

6 Uhr 30 hab ich schon wieder Gesellschaft. Diesmal in Form eines Baggerfahrers, der auf sein Arbeitsgerät wartet. Seit gestern Abend sieht es nach Regen aus... Na ja - ein bißchen.

Bei der folgenden Behelfsbrücke wird erstmals mein Paß kontrolliert seit Einreise. (einaml abgesehen von der Restrierung in ASHGABAT) Trucks müssen wohl richtig viel Geld zahlen. Dann wird die Schwimmbrücke für Ihre Überquerung für den sonstigen Verkehr gesperrt. Unser Begleutfahrzeug ist mit 50 Dollar dabei!

An der Grenze treffen wir uns und auf der Weiterfahrt fahren die anderen eine Zeitlang in meinem Windschatten.

In ALAT (Uzbekistan) soll die Post Treffpunkt sein. Hätte ich nicht zufällig einen unserer Fahrer vor einem Restaurant gesehen, hätte ich die Gruppe dort nicht wieder gefunden, denn der Treffpunkt wird kurzerhand verlegt.

Der Fisch soll im Restaurant sehr gut sein, was ich keinesfalls bestätigen kann, da er VÖLLIG Grätenverseucht ist im Gegensatz zu dem des Nachbarlandes Turkmenistan. Kein bissen ohne Probleme.

Schlafplatz ist in einem Hotel, wo das Rad mit Gepäck in den ersten Stock getragen werden muß. Da fahr ich lieber 10 km weiter und übernachte einfacher in einem Bushäuschen!

60 km in 4 Stunden / 15 Durchschnitt / Max 29 / 92 Höhenmeter mit 298 m maximale Höhe / 2 % Durchschnittstagessteigung 5 % maximale Steigung

10.472 Höhenmeter seit Tiflis auf ca 1.636 km

4393.02 km insgesamt mit 34.869 Höhenmeter + ca. 536 km per Truck + ca 100 per MFG

Montag, 28. April 2008

Touriabzocke in MARY

Montag 28.04.2008 69. Tag der Tour / 12. Tag in Turmenistan

3 Uhr bin ich wach und hätte um 5.00 los fahren können. Doch 8 Uhr 30 soll eine Führung zum Wasserresorvair sein. Aber über Nacht wurden Wachen aufgestellt. Wir hatten zwar eine Genehmigung, doch das hätte eine extra Stunde Zeit gekostet, bis diese Information so bei den Wachen angekommen wäre, das wir die Sperre hätten passieren können. So habe ich am Morgen in der Hektik umsonst meinen Schokobrotrest vergessen..

Nach 20 km Rast zum Frühstück bis 11 Uhr im Kafe SAHRA. Es gibt Kefir (15.000) und Zucker (kg = 15.000) zu kaufen.

Kurz darauf einer der landestypichen Friedhöfe. Schade das ich das aufgenommene wegen Kameradiebstahl nicht zeigen kann..

Der erste Laden in MARY betrügt. Joghurt, der überall 7,5 oder 8,5 Manat kostet, soll hier doppelt so viel kosten. Ich kaufe also nur Salzstangen und der Besitzer des Betrügerladens will mir zunächst mein Wechselgeld in Höhe von 2 Manat nicht zurückgeben. Für 2 Manat bekommt Mensch hier immerhin 8 Käsekugen.

Doch das ist noch nicht alles: Im Laden gegenüber sehe ich die gleichen Salzstangen mit Preisauszeichnung: 2 Manat statt des von mir gegenüber kassierten 5 fachen Preises! Jetzt ist das Faß voll! Ich stelle den Ladenbesitzer zur Rede: 6 Manat oder Polizei. Er verweigert sich. Ich halte Autos an. Doch das Telefon geht nicht. Doch dann verhilft mir der gegenüberliegende Ladenbesitzer zu meinem Recht. Der Betrüger redet sich zunächst immer noch raus. Ich hätte mehr gekauft, was nicht der Fall war. Dann gibts zunächst 5 Manat zurück und dann die letzten 1000.

In dem Laden, der mir geholfen hat, bekomme ich Wasser aus dem Brunnen und Gekize (Quark) UMSONST. Schokoriegel kosten regulär 1000 Manat. (Hinweis: Angaben wie 2,5 Manat und 2.500 Manat sind identisch!)

Der geschenkte Sahnequark ist so lecker, das ich noch einen Teller zu 5 Manat kaufe. (Den Rest der Tüte kaufe ich nach dessen Verzehr dann auch noch für den Abend dazu..)

Im nächsten Laden 1 kg Eis.

Auf dem Hauptbasar wird dann wieder kräftig betrogen: Schokokrem 450 g zu 50.000 statt 40.000 oder Toilette (auf die ich deswegen verzichte) für 1000 statt 500.

Harmlos gegenüber 140.000 (nach versuchten 200.000...) statt regulären 40.000 für eine Schuhreperatur. Trotzdem lasse ich die stabile Sohle meiner Bergschuhe, die nun ausgedient haben, unter die biegbare meiner Sandalen nähen. Weniger gut zum Laufen, aber besser zum Radfahren!

In einer Apotheke ersetze ich meine kaputte Melkfettdose durch 2 Einheimische (Dosen..) Endlich mal wieder ohne das Geld verlangt wird.

Im Dunkeln dann noch 17 km weiter bis beim 96,54 ten km meines Tages ein rechts abzweigender Feldweg entlang eines Kanals zur Schlafrast einläd. Am Ende bei der Eisenbahnbrücke ein Pärchen, das sich um die Wasserverteilanlage kümmert, dessen weiblicher Part mich endlich mal passender und netter als "Excusion" katalogisiert anstatt des von mir gehassten ´TURIST´. Irgendwie unterscheiden sich Radnomaden doch vom pauschalen Touristen - oder?

Neue Aufgabe: Mein Philippskopfhörer hat Wackelkontakt.

5´42´45 unterwegs gewesen.

Durchschnitt 16,8 / Max 30,6 / 139 Höhenmeter, maximale Höhe 312 m (= Nachtschlafplatz)

Seit Tiflis: 10.123 Höhenmeter auf 1.416 km

4172.79 km insgesamt mit 34.190 Höhenmeter + ca. 536 km per Truck + ca 5 per MFG

Dienstag, 22. April 2008

Dienstag 22.04.2008 / 63. Tag der Tour / 6. Tag in Turkmenistan

Nun muß ich mich registrieren lassen, was in der Nähe des russichen Basars und der türkischen Botschaft möglich ist.

Von dort werde ich zum nahen Sportministerium gesand. Die wollen mich wieder zurücksenden. Das Problem ist einfach, das ich nicht weiß, WER uns eingeladen hat und diese Info nötig ist. Also zurück zum Internetcenter der US-Botschaft um die Telefonnummer unseres lokalen Mobiltelefons herauszubekommen, Doch da meldet sich nur ein Russe, der sich später als unser lokaler Guide herausstellt, aber der nicht begriffen hat wer ich bin und der so macht als wenn er nie etwas von uns gehört hat. Total seltsam! Dann nimmt sich der Sportminister persönlich meiner Sache an.

19 Uhr: Ich habe den begehrten Stempel im Paß. Preis: 1 Tag! Wenigstens die Laminierungsarbeit kann ich für das von Sigitas genannte Maximum von 5 USD noch so gerade organisieren... Normal kosten 16 x A5 7 USD und normal ist 19 Uhr Geschäftsschluß... Es ist 19 Uhr 16!

19 Uhr 44 Die Wechselstube am TEKE BAZAR hat keine Manat mehr, wegen der Panikkäufe. 3 - 4 Stunden warten ist Tagsüber angesagt.

3 Knoblauchzehen bekomme ich auf dem Bazar geschenkt, da ich die verlangten 16 cent für die Knolle nicht mehr in Manat habe. Nun brauch ich EINE Wäscheklammer. Paket mit 12 = 7000 Manat. Kann ich eine für meine mir verbliebenen 1000 haben? Nein, nur ein ganzes Paket - aber mein weiteres Bitten führt schlieslich zum Erfolg - iohne Geld. Die 1000 Mnat infestiere ich dann in 4 schmackhafte Hartkäsekugeln a 0,5 cent das Stück (Kurt).

Ich fahre zum TOURIST Hotel und erfahre, das 10 USD / Person statt pro Raum der Tarif ist. Dann noch kurz Tanzen und beim Hotel AKALTYN treffe ich zufällig eine Gruppe littauischer Geschäftsleute, die unsere littauische Gruppe um Faustus herum kennen.

Beim Schreiben dieser Zeilen werde ich dann vertreiben. Always be in Mution - Never Stop. Also ab zum Schlafen unter bekannter Brücke.

Info: Deutsche Besucher in Turkmenistan:

2001 17.861
2002 17.969
2003 18.399
2004 20.137

durchschnittliche Aufenthaltsdauer 2,3 Tage (2005 = 2,2 Tage)
2005 21.500

Freitag, 28. März 2008

NEVER HELP

Freitag 28.03.2008 38. Tag der Reise 32. Tag in der Türkei / 1. Tag in Georgien

Ich suche verzweifelt (nach dem Zähneputzen) Zahnpasta und Bürste, sowie meinen Speichenschlüssel. Nachdem ich alles abgesucht habe, unter die Sessel geschaut habe und schon die Gruppe gefragt habe, finde ich peinlicherweise den Zahnputzkram (nach dem habe ich wenigstens nicht die Gesamtgruppe beim Mapmeeting gefragt..) hinter einer Tüte beim Rad. Und den Speichenschlüssel im falschen Fach..

Das kontrollieren der Ketten sties auch wieder -wie erwartet- auf Kritik: a) ich hätte jeden vorher fragen sollen (dann hätte ich es nicht gemacht, denn aus 10 minuten Zeitaufwand wären dann mindestens 2 Stunden geworden, zudem ich zur Kettenkontrolle NICHTS zerlegen muß) b) Monika will es (aufgrund Ihrer Unerfahrenheit und Antipathie gegen mich) GENERELL nicht. Ich erkläre daraufhin, es nicht mehr zu machen, wer den Service will muß sich ab jetzt persönlich an mich wenden. Wer nicht will, der hat gewollt! Ich werde NICHTS mehr für die Gesamtgruppe tun. Wieder bestätigt sich meine Lebenserfahrung: NEVER HELP!

Sigitas warnt die Gruppe vor hoher Diebstahlgefahr ab der georgichen Grenze, die 1 Stunde vor uns liegt. 9 Uhr Abfahrt als Gruppe. 9 Uhr öffnet auch BIM - keine Sekunde früher - eher später- trotz riesiger Menschentraube! Meine letzten Liramünzen verwandel ich in 1,5 kg Joghurt und 800g Kirschmarmelade. Zum Glück bin ich nicht der einzige aus der Gruppe der da noch schnell einkauft... So gelingt es noch den Einkauf ins Fahrerhausdes Begleitfahrzeugs zu geben und aufzuschließen. Einige sind aber auch heute wieder einzeln unterwegs. An der Grenze treffen wir uns doch.

Ich beginne meinen Joghurt zuzubereiten und zu verteilen (mag kaum einer), als eine geschickte weibliche Teilnehmerin mein Marmeladenglas umstöst...
Ausreisestempel bei mir, Mark und Simon kein Problem. Aber bei den Polen und Sigitas. 1 Tag zu lange in der Türkei! 25 € kein Pardon! Ich bin dann der einzige, der Sigitas nachvollziehbare bitte ZUSAMMEN die Grenze zu passieren (und damit sicher zu stellen, das unser Begleitfahrzeug auch durch kommt) nachkommt. Das Mark voraus fährt ist noch nachvollziehbar, denn er will 2 (?) Landsleute in BATUM abholen.

Als ich - 2 kg Müsli verdrückt - im Sitzen gedöst und unsere 2-seitige Tourbeschreibung von heute gelesen habe, beginne ich einzupacken. Während ich meine Zuckerdose verstaue wirft irgendwer meinen Joghurtbecher mit 100 g Rest Müsli und meinem Löffel in den Bach. Ich suche freilich erstmal im Müll bis ich den Becher im Wasser entdecke, während ich den Wachposten fragend gestikulierend im Blick habe. Er ficht -nasse Füße riskierend- meinen Becher heraus. Dabei läuft er voll Wasser. Das Müsli geht - bis auf 2 abwaschbare Rosinen - verloren, aber der Löffel ist gerettet! Dann will ich wieder in die Türkei einreisen als der Rest der Gruppe endlich kommt...

Für das Begleitfahrzeug gibt es nur 10 Tage Transit kostenfrei. Wir bleiben aber 11 Tage! Also etweder müssen auch die anderen 1 Tag Zelt und Schlafsack auf dem Rad transportieren oder die Benzinschleuder muß ein und wieder ausreisen. (letzteres passiert)
Nach der georgischen Grenze gibt es geadeaus ein Klo. Dann sehen wir Joachim außerhalb der Zollstation. Also hin. Doch es war nur er Also zusammen wieder rein... Bei der Torismusinfo wird english gesprochen und ich kann so bereits die Übersetzung der wichtigsten Worte erlangen. Andere haben kein Interesse daran - zumindest nicht soweit, das sie es abschreiben.

Georgien hat uns mit ebenso schöner Landschaft empfangen, wie uns die Türkei verabschiedet hat.

Geldwechsel in BATUM (1 € = 2,30 - 2,313) Ich rechne falsch: 40 € = 92,52 krieg ich raus statt richtiger weise 93,24 georgicher Währung. So krieg ich in meinem Kopf ob nur erhaltenen 92,50 noch 2 cent aber es fehlen in Wirklichkeit noch 72 cent! Mal sehen ob ich die irgendwo zurückorganisieren kann.. Türkische Lira können nur im türkischen Viertel gewechselt werden (Khulstr/Z.Gamsa Khurdia.Str beim Hafen) Ich versuche es. Verstehe 10 Lira = 10 Lari - hatte mit 13 gerechnet. So suche ich erst eine 2. Wechselmöglichkeit um einen Vergleich zu haben. Doch die finde ich nicht. Ich frage also bei der ersten ob 10,5 geht. Nach mehreren versuchen klappt es. Am Abend stelle ich dannfest, das ich meine 10 Lira immer noch habe - also offenbar 10 Lari in 10,5 Lari gewechselt habe.. Somit fehlen mir nur noch 0,22 Lari und ich kann es in Tiflis nochmal versuchen...

Der Botanische Garten der Stadt (mit 111 Hektar einer der größten der UDSSR), der 9 km vor der Stadt sein soll ist nicht findbar. Den Vergnügungspark der Stadt am Schwarzen Meer in Hafennähe verpasste ich auch. (2010: Beim 2. Kreisverkehr nach Stadteinfahrt zum Meer nach Links abzweigen und da rechts bis die Uferstr am Hafen wieder auf die Hauptstr. stösst)

Nach BATTUM wird es wieder bergig. Wir fahren z.Z NNO (bis zu meinem Schlafplatz), da sonst die über 2 km hohe MESKHETI RANGE überwunden werden müsste. Stattdessen geht es in den nächsten Tagen über den halb so hohen RIKOTIS-Paß

Am Bahnhof von KUBULETTI treffen sich alle. Am nächsten Tag würde übrigens um 9 Uhr 30 ein Zug nach TIBLISI fahren. (Ankunft nach 6,5 Stunden Fahrt um 16 Uhr) Während in der Türkei von 5 - 18 Uhr Tageslicht ist im März, ändert sich dies in Georgien: 6 Uhr 30 - 20 Uhr 30 (Zeitumstellung)

Meine Ankunft vermiest mir folgende Situation: Niole ist wieder bei uns und begrüst den holländichen Teilnehmer neuer Natur. Das wäre natürlich ein Klasse Foto gewesen um die beiden "Neuen" vorzustellen. Doch digitale Kameras erlauben keine Schnappschüsse. Anders als die Einheimischen sind die beiden nicht bereit, das Hände geben für die Kamera zu wiederholen. Damit nicht rechnen drück ich nicht ab, als beide wenigstens zusammen stehen.

Ich fahre zum Schlafplatz vorraus, als mir gelang in einer Schlafpause von Adam genaueres in Erfahrung zu bringen. Ich lande auch auf der richtigen Wiese, doch als mein Zelt steht kommt das Begleitfahrzeug und teilt den anderen, die auf Ihre Schlafutensilien warten mit, dass sie im Bahnhof schlafen dürften. Mark ist so nett mir (2 Bäume weiter) dies auch mitzuteilen, aber ich verspüre wenig Lust 18 km extra zu fahren für e ine Hallennacht, die vermutlich Lichtdurchflutet ist. Die anderen stört das offenbar nicht - mich schon! Mehrmals kam ich morgens am Gruppenschlafplatz an und stellte fest, das die ganze Nacht das Licht brannte. Auch in RIZE wäre dies ohne meine Organisation so gewesen...

Und nicht nur einige Fahrräder fahren nun 18 km extra - auch das Begleitfahrzeug! Mir immer wieder unbegreiflich, wie Menschen für Umweltschutz oder Frieden sein können, aber nicht auf Verbrennungsmotoren verzichten können. (Öl ist ursache für Kriege und nicht unbeschränkt verfügbar)

75,14 km waren es in 4 Stunden 20´09 mit 17,3 Durschschnitt dann geht es mal wieder nicht weiter mit meinem MC1.0
326 Höhenmeter kann ich minem MC1,0 später noch entlocken, nachdem er in den Schlafmodus ging. Es folgt "Enter Home" dann kann ich ablesen Maximale Höhe 160 m, 4,1 % Durchschnittssteigung, 11 % maximal - dann wieder "Enter Home"

Zusammen nun ca 21.707 Höhenmeter auf 2.371,34 km

Sonntag, 15. August 1999

Ich habe heute ein Fragment aus meinem Tagebuch aus dem Jahr 1999 gefunden wo ich mit dem Great Millenium Peace Ride per Rad in Pakistan unterwegs war. Das war die Vorgängertour zu den Baltic Cycle Touren, an der ich 2008 teilweise auf der Fahrt nach Beijing beteiligt war.

1999 schrieb ich in Lahore am letzten Tag mit der Gruppe von der dort genauso wie in China schwierigen Kommunikation, da Fragen der Einheimischen nur in gebrochenem English gestellt werden können und diese dann nur ein-Wort antworten verstehen, was sich meist auf Yes or No beschränkt..

Weiter notierte ich:

"Gestern hatten wir "The Nation" - die größte English-Newspaper in Lahore- besuchen wollen, sind aber bei "The News" - größte Urdu-Zeitung in Pakistan- gelandet...

Der größte Teil der Gruppe ist dann nach Indien weiter gefahren und ich hab mein Rad reparieren lassen. Neu Einspeichung hinten und Justierung vorne für unter 5 DM. Ich hätte auch gerne die Felge gewechselt, aber hier hat alles englishe Maße und ist somit um 0,5 gößer - ein Reifenwechsel bedeutet also den Kauf eines neuen Bikes...

Am Vortag hatte ich mir zusammen mit dem kroatischen Girl (sehr nett) den ersten Film eines gerade begonnennen englishen Filmfestivals (Golden Eye, Mission Impossible ect) angesehen. Ohne Werbung und Namen - dafür unterbrochen von einer fantastischen Wasser-Show (Dancing Waters) und einer Disco "Laser"-Show der eher einfachen Art. In Lahore gibt es halt viele Sachen, die es sonst halt nicht in Pakistan gibt. Engl. Cinemas gibt es aber in jeder größeren Stadt. So kannst Du hier beispielsweise TOBLERONE (1) finden. Das Kino befindet sich in einem Unterhaltungskomplex mit einem european Style FUN-PARK. Unser croatisches Girl war zu müde, so daß ich am nächsten Tag noch mal hin muste - nur um zu erfahren, das Eintritt nur für Familien möglich sei.."

Hier fehlt leider das obere Viertel des Blatts..

"Danach waren wir zum Essen (Fisch) eingeladen. Am nächsten Morgen fehlten dann wieder einige Futteralien. Na ja - auch eine Art Entwicklungshilfe..

Jetzt fängt der Zug an zu rollen. Die Zeit: 10.00 Wenn der Zug Verspätung hat gibt´s halt mehr Geld für die Beschäftigten! Auf die Idee eine Prämie für "In time" zu zahlen kommt man nicht - auch wenn´s sinnvoller wär..

Ich kapier immer noch nicht, warum Menschen einen Ausweis brauchen - Tiere können jede Grenze einfach so passieren. - insbesondere Vögel. Ich will ein Vogel sein..

(Meine Tour endete in Pakistan, da die indische Botschaft in Islamabad ein kostenloses Visa, welches die Gruppe in Thearan erhielt, verweigerte und somit für mich keine Gleichberechtigung erkennbar war, die meiner Ansicht nach in einer Gruppe herrschen muß)

Die meisten Flüße und Rinnsale stinken hier zum Himmel, da man weder Abwasserklärung, noch Müllbeseitigung außerhalb der Städte kennt...
Gleiches gilt allgemein für die hygienischen Verhältnisse in den Straßen, Zügen, Busse, Essens und Getränkestände.

Ein Kasettenspieler (10 DM) gab seinen Geist gleich nach 1 Tag wieder auf. An einem "Jacobsen" Laden (=Elektrowerkstatt, mein 2004 verstorbener Freund hies so und so wie seine Wohnung sehen da solche Läden aus..) ließ ich dann den Motor für unter 2 € auswechseln.