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Mittwoch, 13. August 2008

Ungewünschte Dertour

Nach 1.7 km werde ich unerwartet noch mal mitgenommen auf der Ladefläsche eines kl. Lasters. Es ist wie die Kühlerfigur an einem AUto im Regen, wovon ich immer geträumt habe. Aber leider biegen wir von der 207 auf die 549 und das liegt gar nicht auf meinem Weg.. Es wurde halt einfach mal die Gelegenheit wahrgenommen einen Ausländer zu sich nach Hause zu kriegen...

Freitag, 4. Juli 2008

Freitag 04.07.08 / 32. Tag in China / 135. Tag von 215 / 79 TO GO /

4 Uhr 23 Grad kündigen einen schrecklichen Tag an. Riesenmoskitoquaddeln zwingen zum Moskitozeltaufbau. Darin 27 Grad! Schon vor dem Sonnenaufgang bei Milchstraßensternenhimmel. So klar war es schon lange nicht mehr über mir, doch nun verhindert das Zelt den Anblick im Liegen. Wenigstens den Reißverschluß konnte das Restaurant, wo ich gestern zudem auch noch umsonst speisen durfte mittels Zange auf wundersame Weise reparieren! Während die meisten Köpfe einfacher Chinesen völlig leer zu sein scheinen, haben andere doch mehr Grips wie ich!

Es soll tausende dieser hübschen chinesischen Schriftzeichen geben. Wie kann ein Chinese die nur Lernen?

Der einzige Zweck der Kribbelmücken scheint es zu sein, den Radler zu nerven.

Titel die unbedingt in den Film müssen: Wake up + Rock the Bells (unbekannte Titel) + Titel 4 "Follow Me" "Let your mind free"

Die 212 hat bei Ihrem Gonglistein 65 Ihre 1.064 m hohe Paßhöhe erreicht. Nun geht es runter zum Fraktalen Stausee. (den findet Ihr, wenn Ihr auf der Karte unten 3 mal auf minus, 1 mal auf den Pfeil nach links und dann 1 mal nach oben und 1 mal auf + clickt, Baihepu steht dran, um die Straßen zu sehen ist noch eine Zentrierung und näher ran Zoomen nötig)


Größere Kartenansicht

Bei der Staumauer (Tages - km 18.15) ein Futterrant, das gerade öffnet als ich eintreffe. Ich muß noch durch den Hintereingang. 16 Quai kostet mein Lieblingsfutter hier - Reis 1 x inclusive. Dafür soll der Reisnachschub dann mit 2 Quai das doppelte kosten. Es gibt schwarze Riesenstecher, die sofort bei der Landung schmerzende Großquaddelnverursachen.


Nun rechts die 309 runter durch eine bizarre Schlucht, die laut dieser Webseite die "the most beautiful gorge around Beijing," ist. Ich hab Sie aus Zufall gefunden wie auch die Sehenswürdigkeiten der vergangenen Tage, die z.T. kaum ein Ausländer kennt. Congratulation!

Ca Tages-km 22 2 Ausblicke auf eine große Felsbrücke (Arch)

Ca Tages-km 29 wieder rechts auf die 4. Die bringt uns durch eine andere Schlucht weiterhin durch den Geologischen Park Pekings zurück auf 1.051 m.

Nach 42 Tageskilonetern wieder ein Laden, wo beim Zusammenrechnen plötzlich 2 Yen aufgeschlagen werden. Also lege ich verärgert wieder alles zurück, was ich noch nicht angefangen habe zu Essen. Außerdem kann nicht angehen, das 675 g Erdnüsse bei einem Kilopreis von 7 Yen über 9 Yen kosten sollen! Dazu gibt es sowas wie braunen Zucker, was aber nicht wirklich rauskriegbar ist. Ich zeige das Wort Zucker auf chinesisch. Mir wird raffinierter Zucker gezeigt. Die Begriffe "Gleich" und "Verschieden" werden nie begriffen. Auch nicht wo ich demonstrativ 2 gleiche und 2 verschiedene Artikel zeige, so das nur auf eine der beiden Varianen gezeigt werden müsste. Es ist aber auch schwierih, denn im Vergleich ist raffinierter und unraffinierter Zucker sowohl gleich (beides Zucker), als aber eben auch "verschieden" (was den Raffinadeprozeß betrifft)! Aber halt mehr gleich in dem Sinne, wie ich das meine.. Wenn Mensch halt nur ein bißchen Nachdenken würde und verstehen wollte..

Nach dem Ort geht es runter und wir biegen an der ersten Möglichkeit nach rechts auf die 26 ab. Diese führt uns in die 800-derter Ebene zurück. Seit 14 Uhr war die Sonne verdiest und nun herrscht um 17 Uhr wieder Waschküchenwetter. Dazu grummelt es!

24 Stunden, nachdem wir gestern auf die 212 abgebogen sind, erreichen wir sie wieder. Diesmal hier links in die 221.

Im nächsten Ort schaffte Frau es dann eine Zahl für 1 kg Erdnüsse zu nennen. Doch ich hatte meinen für Erdnüsse vorgesehenen Behälter noch nicht in der Hand. Als ich ihn habe, hat sie die Zahl vergessen und ich auch. Nochmal klappt es nicht. Aufregen führt bei diesem Tropenklima (nur 28 Grad) zu sofortigem Schweißausbruch..

In jedem Laden, in dem ich frage, werden Erdnüsse nur noch teurer. Von 7 Quai das Kilo ind wir schon bei 20 Quai. Genannt wird anscheinend oft auch nur der Preis für das halbe Kilo. Ich fahre nun bis Tages-km 73,5 um ein Gewitter nicht beim Essen zu verpassen. Es ist so Lokal, das Mensch ständig von dicken Platschern in trockene Zonen fährt und es immer nur einen Augenblick regnet.

Ich habe Blumenkohl gekauft und lasse ihn auf einer Induktionsplatte auf deutsche Weise lange kochen. Das ist eine dem Chinesen völlig unbekannte Zubereitungsart. Dazu habe ich so eine Art Erdnussbutter (wohl eher Tahin..) im Laden gefunden. Zusammen mit Ei + Knoblauch + Glutamat eine köstliche Mahlzeit.

Am Nachbartisch gibt es eine besonder Art Pilze - dachte ich zumindest. Zu mir hat sich jemand gesetzt, der mir ein Bier ausgeben will. (mich letztendlich aber nur abzocken wollte zusammen mit dem Wirt, wie sich am nächsten Tag zeigen wird..) Eine ganze 0,5 l Flasche ist mir zu viel. Ich dachte er gehört zum Nachbartisch. So meine ich lieber einen Pilz probieren zu dürfen. Es kommt ne ganze Platte für uns beide... Die Pilze stellen sich als "100 jährige Eier" heraus... Sie sind mit Kimchi serviert. Essbar. Das Eiweiß wurde in der vergrabenen Zeit Geleeartig.

Schlafen könnte ich auch da - für Geld versteht sich.Wiso sollte ich, wenn dies umsonst geht im Maisfeld, das ich links den Weg rein und nochmal rechts beim 1. Einzelhof finde nach 74,5 km in 5´41´´18 mit 13 4 Durchschnitt und 50 Max?

639 Höhenmeter 3 % Durchschnittssteigung / 15 % Max

1.420 km per Rad in China gefahren und 4.413,40 km per Rad seit Tiflis mit 30.365 Höhenmeter

Insgesamt ca 7.102,18 km mit ca 54.697 Höhenmeter per Rad + ca. 3.536 km per Truck + ca 380 per MFG + 1266,45 km per Bus

6. Supremetag mit 1 Superplatt verschuldet durch Dünnreifen (seit 218,5 km)

Gesamt-Reise km: 12.285 von Athen

Mittwoch, 2. Juli 2008

Mittwoch 02.07.08 / 30. Tag in China / 133. Tag von 215 / 81 TO GO /

4. Supremetag ohne Plattfuß!

6,79 km mit 214 Höhenmeter zurück zur Tourifalle. Obwohl ich am Ticket-Office in English sage, das ich eine Karte kaufen möchte um die Natur zu sehen, wird nichts verstanden. Das "und ?" entpuppt sich als schöner botanischer Garten. Wieder läuft mir der Verhinderer hinterher, doch ich renne entschlossen schneller, bis er aufgibt. Im hinteren Bereich gibt es eine weitere Abkassierstelle für einen 3 DM teuren Klettergarten. Der botanische Garten existiert nur von 2006 - 2009. In die Eingangstreppe wurden 7 Bäume integriert.

Neben dem Eingang ein Restaurant, das 4 fach überhöhte Preise kassieren will. Auch Schlafen kann Mensch dort für 10 €. Nichts wie weg!

Restaurant im Tal: Ich darf nicht in die Küche und bekomme nur teuren Fisch angeboten. Also wieder zurück zum Zelt. Superplatt! Pumpe lässt Luft nach 40 - 50 Stößen wieder raus zischen. Pumpe auseinandernehmen bewirkt nachdem wieder-Zusammenbau, das nun wieder beide Pumprichtungen Luft pumpen. Halbe Arbeit also wieder. Nachdem der erste Flicken drauf ist erzeugt 50 x Probepumpen ein weiteres Loch auf dem bereits geflickten Flicken! Wieder eingebaut verhindert ein Gewitter den Zeltabbau. Dicker Regen erst als das Gewitter durch ist. Als es vorbei ist ist mein Rad WIEDER platt. Diemal pufft die Luft beim ersten Flicken hervor. Der Niedrigqualitässchlauch ist weiter gerissen! Als der neue Schlauch selber Qualität 200 Pumpstöße = 60 PSI hat, ist das nächste Gewitter da - kaum Regen.

Zu den YUBU Bergen gibt es 2 Wegweiser. Der erste führt zu einem verbremsten,

matschigen Holperweg, der 2. zu einer ausgebauten Straße. Futter? Überall Fehlanzeige. 90 km vor Peking wird die Nahrungsmittelversorgng zum Großproblem!

Die grandiose Bergstaße zum YUBU Naturpark wurde Ideenreich und Phantasievoll ausgeschmückt. Oben auf 1.187 m geht es wieder über 100 m runter zum Stausee. Den Naturpark mit seinen verschlungenen Wegen kann ich nur in der Nacht begehen. Wieder runter bei der Abkassierschranke, die bereits 15 Uhr schliest, bin ich erst um 1 Uhr. Wenigstens Wasser gibt es hier, wo ich schon Kohldampf schieben muß.

Mein Moskitozelt baue ich in einem leeren Häuschen bei einem Parkplatz auf. Dort hatte ich vor dem hoch fahren mein Gepäck deponiert.

Jeden Tag ein Super-Duper: Gestern den Verlust des Dorns vom Kettennieter (später doch wieder gefunden in der Tasche nach mehr fachem auspacken..) bemerkt, heute gibt der 2. Reisverschluß des Moskitozelts ganz den Geist auf, nachdem er zuvor schon nur in einem bestimmten Winkel von Außen manchmal funktionierte.

4 % Durchschnittssteigung / 10 % Max / 1.307 km per Rad in China gefahren.

Seit Tiflis ca 4.300,25 km per Rad mit ca 28.916 Höhenmeter. (Heute 968)

48,68 km heute gefahren, aber kaum Richtung Peking vorwärts gekommen

Schlafplatz auf 705 m

3 Stunden 49´27 unterwegs gewesen mit 12,7 Durchschnitt und 49 Max

Supreme seit 144 km

Insgesamt ca 6989,03 km mit ca 53.248 Höhenmeter per Rad + ca. 3.536 km per Truck + ca 380 per MFG + 1266,45 km per Bus

Gesamt-Reise km: 12.172 von Athen

Montag, 30. Juni 2008


Montag 30.06.08 28. Tag in China 131. Tag von 215 83 TO GO / 2. Supremetag

(mit Supremetag meine ich den wievielten Tag dieser Reifen der Bohle GmbH schon gefahren wurde)

Obwohl ich jemand mit Taschenlampe den Weg oberhalb meines Zelts entlang gehen sah, werde ich in der Nacht einmal NICHT angesprochen! Sogar etwas Regen IN der Nacht - seit langem!

Am Morgen hat sich die am Abend leere Straße in einen Straßenmarkt verwandelt. Es gibt Minnikrabben, die ganz gegessen werden, und Erdbeeren zu 20 cent das Kilo! Ein anderer Stand hat Teilchen zu 5 cent. Trotzdem wird versucht mir auf 5 Quai nur 2,4 Quai statt 4,5 Quai zurückzugeben..

LANG SHAN hies der Ort übrigens. Ich scheine tatsächlich nur noch 68 kg zu wiegen, denn mehrere Waagen zeigen dies so. Dann sehe ich, wie eine Werkstatt einen Preßluftschraubenlöser benutzt - wie immer um die festsitzenden Schrauben am LKW-Reifen zu lösen. Damit müßte es doch auch möglich sein, einen festsitzenden Zahnkranz zu lösen... Doch leider legt Mensch nicht Hand an, da ich mich ja verletzen könne bei der nötigen Mithilfe...

Durch ein Hinweisschild "GUYAJU 4 km" laß ich mich dazu verleiten, zu diesen Felsenwohnungen zu fahren. Später fehlt dann die Ausschilderung und ich biege nach rechts ab. Heute geht das nicht mehr, denn der Weg führt gerade über eine im Bau befindliche Karrenbahn. Ich gelange zu einem aus dem Boden gestampften Reichenresort amerikanischer Art. Geradeaus will Mensch mich erst nicht fahren lassen. Doch dann gehts doch. Durch die Baustellen geht es in die Natur. Plötzlich steht Mensch vor der Abkassierstelle. 7 Yen - doch ich kann Sie sparen mit meiner Tourbeschreibung...

Nach einem neuen im Bau befindlichen Tempel geht es geradeaus in die Bergwelt und links zu verschiedenen Tempeln und Wohnanlagen aus der Antike. Darin teils waage Wege. Wer bei der 2. Anlage auf 1.092 m Schwierigkeiten hatte (oder schlechtes Schuhwerk) sollte ob der folgenden Rollsteine umkehren.

Kräftiges Gewitter.

Richtung Beijing gibt es nach Verlassen des Reichenresorts noch einen Scenic Spot (eben Guyaju) mit weiteren antiken Anlagen. Wegen eines Einbahnstraßenschilds hätte ich den fast verpasst...

Zum 2. x den Rad-Magneten verloren - also keine Daten mehr...

Ca 24 km heute

Ca 230 Höhenmeter (per Rad max 864 m) + 350 Höhenmeter zu Fuß

Per Rad 3 % Durchschnittssteigung und 10 % Maximal

Störung in der Nacht.

In China 1.215 km per Rad gefahren.

Seit Tiflis ca 4.204,45 km per Rad mit ca 27.155 Höhenmeter.

Insgesamt ca 6893,23 km mit ca 51.487 Höhenmeter per Rad + ca. 3.536 km per Truck + ca 380 per MFG + 1266,45 km per Bus

Gesamt-Reise km: 12.076 von Athen

Samstag, 28. Juni 2008

Samstag 28.06.2008 26. Tag in China 129. von 215 / 85 Days to GO / 8 Uhr 41 / 22 Grad

Auch Vöglein nutzen mein Schlafhäuschen zum Nisten. Bald bin ich wieder auf der 110 und finde dort um 11 Uhr nach 6,39 km ein Futterant, wo ich für 4 Quai mein Essen bereiten kann. Es geht auf und ab. Wenn geradeaus der Expressway beginnt, gehts rechts weiter. Im Ort kontrolliert mich mal wieder die Polizei, als ich einen Berg erklimmen will. Will gleich 2 x den Ausweis. Meine Weigerung beim 2. mal wird aber akzeptiert. An einem Stand wird wie üblich nicht akzeptiert, das ich nur für 0,5 Quai etwas zu probieren haben möchte. Also muß ich erst meinen 10 Quai Schein wechseln. Also umständlich Rad abschließen und 6 Leute fragen.

Im Restaurant (Tages-km 19,42) wird mein Essen leider mit Feuerschoten verseucht. Den Reis auch mit zu braten hat auf Anhieb noch nie geklappt (was sich auch in den nächsten 85 Tagen nicht ändern wird, gebratenen Reis gibts nur bei uns beim Chinesen!!).

Ich fahre noch in das auf 925 m gelegene Sackgassendorf DICHIGOU. Polizei hinter her. Es gibt eine 1-Klassen-Schule und einen Laden. In selbigem wird nicht verstanden, was 1 kg ist, obwohl ich an der bis 500 g gehenden Waage zeige, das dies 2 x, ein Kilo ist. Dann wird mir eben der Kuchen geschenkt. Wassereis wie immer 5 cent.

Die Hauptstrasse geht mit 913 m auch fast so hoch. Platter (Loch durch den Flicken) und Speichenbruch.

Zwichendurch etwas Bilard mit Einhemischen spielen.

Da in China ja nur "nach Gefühl" Luft in Niedrigdruck in Niedrigqualitätsmaterial gepumpt werden kann, bewirkt dies, das der Luftdruck für dieses Material zu hoch war. Selbiges wird an seiner schwächsten Stelle durch zu hohen Druck wachsgummiweich und dehnt sich beliebig. Das nächste Problem (Reifenpeng) ist also absehbar. Und ggf tödlich, wenn dies bei 70 km/h Downhill passiert...

Nach dem Abendessen das tägliche Gewitter. Auch am Mittag versuchte es schon mal loszugewittern, was mangels Masse aber nicht gelang. Zum Schlafen versuche ich der superlauten Karrenbahn zu entfliehen. Also auf Richtung Gebirge. Ich finde ein einsames Häuschen in das mein Moskitozelt nur gequetscht passt - wenige cm zu klein.

Doch selbst hier werde ich gefunden, mehrfach gestört. Erst ein Wutanfall lässt mich zur Ruhe kommen. Die ganze Nacht Polizeischutz!

42,51 km in 3 Stunden 50´22

Durchschnitt 11 und Max 37,5

581 Höhenmeter (Schlafplatz = 767 m) 3 % Durchschnittssteigung 10 % Maximal

In China 1.161 km per Rad gefahren.

Seit Tiflis 4.150,51 km per Rad mit ca 26.465 Höhenmeter.

Insgesamt ca 6839,29 km mit ca 50.797 Höhenmeter per Rad + ca. 3.536 km per Truck + ca 380 per MFG + 1266,45 km per Bus

Gesamt-Reise km: 12.022 von Athen

Freitag, 27. Juni 2008

27.06.2008 / 25. Tag in China / 128. von 215

CCTV9 sendet in Englisher Sprache. Und zwar nicht nur Propaganda. CCTV9 ist in Deutschland über Hotbird zu empfangen. Wer China mag, der wird dort viele interessante und schöne Sendungen über China und was sich da so tut finden. Die Nachrichten sind viel neutraler als zB. die von CNN. So sehe ich über den Spiegel im Bad eine ergreifende Tränen fliesen lassende Dokumentation ueber das Erdbeeben und die folgenden Rettungsaktionen.

Das chinesische Frühstück ist sehr gewöhnungsbedürftig. Nur irgendwelche kalte salzige teils scharfe Salate, Dampfnudeln im Minniformat mit und ohne (fetthaltiger) Füllung. Lasche Suppen und fettes "Crepe-Brot"

Der 2-Radmechaniker des Orts kann meine Probleme auch wieder nicht lösen. Es frisst nur Zeit und mächtig Nerven!

Gegenüber auf dem Hardware Basar erstehe ich einen Tierfell-Imitat Überzug für meinen Sattel und ein Gummiband für wenige Yen. Das Tierfell-Imitat überlebt dann allerdings nur ein ganz kurzes Stück unter meinem Hintern bis zu seinem Diebstahl.

In der Konditorei, die mir gestern etwas dieser köstlichen Ei-Creme gab, kann ich nach wieder mehreren Anläufen für 1 € 2 verschiedene Cremes erstehen, die mit Kuchen durch die Angestellte und mit Eis von mir organisiert, noch verfeinert wird. Von einem Tisch, der gerade abgeräumt wird, organisiere ich mir ein unbekanntes scharfes Mixgetränk, das noch lange auf der Zunge brennt. Und vom Abräumwagen noch Kekse. Das besondere an der Konditorei mit Eis und warmer Küche, sowie Cocktails ist außerdem, das die Speisekarte, auch für Ausländer sehr angenehm, bebildert ist!

In einer Seitenstraße neben einem XINHUA Buchladen gibt es einen Blumenbasar - sehr schön! Davor hat eine Hausfrau Ihre Töpfe des Mittags auf einen Verkaufswagen verfrachtet und in Windeseile sind sie leer! Zu 2 Quai eine preiswerte Alternative zu ganzen Hühnern zu 16 Quai oder Enten zu ca 25 Quai.

Da ich das Gefühl habe, mein Vorderrad dreht nun noch schlechter, zerlege ich den Dynamo und verliere so meine Rad-Lichtquelle. Shimano scheint unbekannt. Obwohl es eine Webseite von Shimano in Chinesisch gibt.

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Bei der Weiterfahrt lande ich auf der G112 und radle wegen fehlender Sonne pi mal Schnauze. Die erste Asphaltstraße nach rechts. Nach einer Brücke schwenkt diese nochmal rechts zurück, aber nach einer Flußsenke auch wieder links. Nach einer Siedlung wieder ein Flußlauf - dort Schlafplatz in einem Häuschen.

Auch heute gab es wieder ein Monsungewitter.

26,18 km in 2 Stunden 23´10

Durchschnitt 10,9 und Max 30,5

117 Höhenmeter bei Maximaler Höhe von 880 m (Schlafplatz = 793, Einheimische bringen mir noch was zu Essen + heißes Wasser) 2 % Durchschnittssteigung 4 % Maximal

In China 1.119 km per Rad gefahren.

Seit Tiflis 4.108,27 km per Rad mit ca 25.884 Höhenmeter.

Insgesamt ca 6796,78 km mit ca 50.216 Höhenmeter per Rad + ca. 3.536 km per Truck + ca 380 per MFG + 1266,45 km per Bus

Gesamt-Reise km: 11.979 von Athen

Donnerstag, 26. Juni 2008

Militärischer Trill für Hotelangestellte in Xuanhua

Donnerstag 26.06.08 127. Tag von 215 24. Tag in China

Ich flicke mal wieder meinen Schlafsackregenbeutel mit der auf den Azoren gesponsert bekommenen Folie. Das geschiet unter Mithilfe und Anteilnahme der Bevölkerung..

20 km von hier befindet sich das OUTER GREAT WALL RESORT. Genau da wo das Hinweisschild steht wird wohl bald ein neues Hotel / Restaurant eröffnet. Zumindest werden gerade die 48 Mitarbeiter gedrillt. In 4 Reihen stehen die Uniformierten stramm wie beim Militär. Nach einer halben Stunde kommt erst Bewegung in die ganze Sache. Ein Kommandierer gibt Anweisungen. Während in den letzten 30 Minuten alle in Richtung Hotel / Restaurant blickten, drehen sich nun alle Richtung Peking. Dann müssen die 3 Reihen, die dem Hotel am nächsten stehen alle marschieren. Erst zusammen und nach Drehung Reihenweise, wobei die Befehle manchmal variieren, um keine Routine aufkommen zu lassen. Einige Schaulustige haben sich eingefunden, die sich nicht ganz entscheiden können, ob sie das Training oder mich beobachten... Darunter ein Kind mit Hörnchenmütze, das in einem gestylten Drachenkinderwagen aus Plastik ausgeführt wird. Bilder solcher Gefährte wird es später noch in diesem Blog geben in später veröffentlichten Einträgen!

Im Schaufenster sind viele Aquarien mit verschiedensten Meeresgetier. Selbiges steht wohl auf der Speisekarte. Gegenüber eine SINOPEC Tankstelle mit goldenen Säulen. Da sich die Sonne wieder im Dunst versteckt sind es kühle 25 Grad.

Als ich das erste mal in China meine Webseite aufrufen wollte ging es nicht. Ich vermutete, das die Regierung alle Ihr bis dahin unbekannten Webseiten kontrolliert. Da es dann später aber plötzlich ging, kann das Problem auch an der in den hiesigen Internetcaffees eingesetzten Technik liegen.

Heute kann ich meine Seite sehen aber die oberste Zeile mit dem Log in fehlt! Fast den ganzen Vormittag probiert der Techniker dies mit Hilfe der Seite http://www.proxytor.net/proxy.php?q=http%3A%2F%2Fwww.azoren2007.blogspot.com&hl=2e3

Dann ist die Log in Zeile zwar da, aber es geht trotzdem nicht weiter!

Das Internetcafe hat die folgende Internetadresse http://xhwangba.cn/ Da ist auch ein Bild zu sehen. Auf 3 Stockwerken gibt es 199 Computer!

Leider funktioniert aber kaum etwas!

Eine der wenigen Internetseiten die funktionieren liefert die folgende Info über Xuanhua:

"Chinesische Stadt in der Provinz Hebei, nordwestlich von Peking, 200 000 Einwohner; Gartenbau, Wollschafzucht; Nahrungsmittellieferant für Peking, Hüttenwerk"

Das Posting des damals im Internet Kaffe geschriebenen war dann am nächsten Tag möglich bei einer Computerwerkstatt.

Am Mittag prasselt wieder ein schönes Gewitter die Straße leer. Die Fußgängerzone wird dabei wahnsinnig rutschig. Ich bin auf der Suche nach der Bank of China. Diese finde ich zwar nicht, aber einen als Kaufhaus getarnten Basar. Da alle Stände aber einheitlich modern sind wie auf einer Messe, fehlt die Athmosphäre der Zentralasiatischen Basare.

In einer Konditorei will Mensch mir erst nichts von der KÖSTLICHEN Creme verkaufen mit der die Torten hinter einer Glasscheibe vor den Augen der Kunden gemacht werden. Ich werde auf die gegenüberliegende Auslage verwiesen. Da gibt es aber nur wenig dieser Creme mit viel Kuchen. Nach mehreren Versuchen krieg ich dann doch noch ein wenig Creme geschenkt.

Ich habe immer noch das Problem Geld wechseln zu müssen. Banken gibt es genug, aber nur die Bank of China wechselt und das auch nur in den größten Filialen der großen Städte.. Das Ende der Fußgängerzone kann ich wegen zu eng stehender Poller nicht passieren. Also Umweg durch die Seitenstraßen. Schließlich bringt mich ein Mitarbeiter einer Bank zur Bank of China Hauptstelle, die sich eben nicht da befand, wie 3 Leute es beschrieben. Alle 3 gaben natürlich auch noch 3 unterschiedliche Falschbeschreibungen... Den Bankangestellten, der mich nun zum Geldwechsel brachte, brachte ich nur dadurch dazu, dies zu tun, in dem ich ihn bei der Hand nahm und zu einem gegenüberliegendem Laden brachte. Dort versuchte ich zum Schein einen Wischmopp zu kaufen und mit € oder $ zu bezahlen.. Erst wollte er ihn mir dann kaufen... Also musste ich alle Geldscheine auspacken, um anschaulich zu machen, das es nicht um den Mopp geht, sondern um die Frage, wie ich etwas zu Essen bezahlen soll in den nächsten 87 Tagen... Auch dies ist wiederum ein Problem einem Chinesen die Bedeutung des Worts "Days" begreiflich zu machen. Die Gleichung 60 Sec = 1 Minute, 60 Minuten = 1 Stunde, 24 Stunden = 1 Tag (!), 30 Tage = 1 Monat, 12 monate = 1 Jahr, 2008 = 1 Jahr reicht da nicht aus! Wie dann?

Maximal 300 € oder 500 Dollar dürfen am Tag gewechselt werden. Ein Formular samt Paß-Nr und Unterschrift muß ausgefüllt werden und die 100erter (größere Scheine gibt es nicht) werden 3 x durch die Zählmaschine gejagt.

Zurück dann zu Fuß. Auch das Eis in der Fußgängerzone wäre mit der Creme der Konditoreien sooo lecker... Aber Mensch will diese Creme partout nicht verkaufen - kein Geld annehmen, auch dann noch nicht, nachdem ich voller Unverständnis etwas genascht habe..

Dann nochmal Internet in einem Internet Club am Ende der Fußgängerzone bis in die Nacht. Beim Versuch mein Lieblingsessen zu erhalten frage ich in 4 Restaurants vergeblich. Dann nimmt sich jemand meiner an. Doch statt mich zu einem Restaurant zu bringen, wo ich mein Essen krieg, führt er mich zum vermutlich teuersten Hotel der Stadt, dessen Restaurant trotz eines Schilds "7-23" bereits geschlossen ist. Statt dort zu Schlafen, könnte ich 15 x Essen. Gemessen am im nächsten Restaurant 1,8 fach überhöhten Preis sogar!

So komme ich noch in den Genuß eines Feuerwerks bei dem immer wieder neue Riesenbatterien gezündet werden und zum Tagesabschluß doch noch zu meinem Essen. Zu 7 Yen statt 18 ! 2 Melonenschnitten und die 3. Ausweiskontrolle des Tages GRATIS dazu...

Nach dem Essen besteht die Polizei darauf mich in einem Hotel unterzubringen. Sie läßt jemanden der English spricht von dem Hotel kommen, wohin ich eben ja schonmal geleitet wurde.. Die Kosten in Höhe von 280 Yen im Hin Guang Da Hotel trägt die Polizei. Es ist stickig und das Bett ist hart. Aber es gibt Dusche und Flatscreen-TV mit 50 Kanälen.

11,72 km in 1 Stunde 05´40

Durchschnitt 10,7 und Max 22,5

40 Höhenmeter bei Maximaler Höhe von 812 m und 2 % Durchschnittssteigung 5 % Maximal

In China 1.093 km per Rad gefahren.

Seit Tiflis 4.082,09 km per Rad mit ca 25.767 Höhenmeter.

Insgesamt ca 6770,6 km mit ca 50.099 Höhenmeter per Rad + ca. 3.536 km per Truck + ca 380 per MFG + 1266,45 km per Bus

Gesamt-Reise km: 11.953 von Athen

Mittwoch, 25. Juni 2008

Mittwoch 25.06.08 126. Tag von 215

Wolken-Nebel-Suppe mit 20 Grad um 7 Uhr - Tau macht ab jetzt das Aufschlagen des Zelts wieder nötig. Entsprechend oft auch Bäume ohne Bewässerung. Monsungebiet!

Nach 9,23 km wieder eines der Restaurants, das ausschließlich für Chinesen kocht. Ich hasse dieses Land!

Beim Kreisverkehr links und nach ca 2,3 km vor dem Tollgate rechts. Mitlerweile haben wir die magische 1000 m Grenze unterschritten. Nach 20,73 Tages-Km gibt es dann ein größeres Restaurant, wo es gelingt etwas zu Essen zu bestellen. Allerdings werden meine, von mir ausgewählten und geschnippelten Zutaten, als Suppe zubereitet, anstatt in der von mir bevorzugten gebratenen Form. Genau genommen sinnvoller, als das Nudelwasser zu verwerfen...

Drausen hat ein Mofafahrer eines -mein 2.- der schwer erhältlichen Gummibänder mit Harken. Ich kann nicht in Erfahrung bringen, wo es erhältlich ist, bekomme aber eines davon geschenkt! Im Laden dahinter gibt es Erdbeeren im großen Glas zu 80 Pfennig. Vergeblich sucht Mensch Erdnussbutter. Die scheint es ausschließlich im größten Supermarkt der großen Städte (wie HAMI) zu geben.

Tages-Km 46,93 finde ich ein hinter vielen Trucks (= gutes Essen und zubereitete Speisen zu sehen..) verstecktes Restaurant. Nach viel hin + her gelingt es mir, 1/2 Portion Essen zu bestellen. Ich bekomme zwar etwas völlig anderes, als das Essen, das ich mehrfach gezeigt hatte, kann aber trotzdem das gewünschte Essen, da mich die Trucker zu sich an den Tisch einladen. Wie immer haben sie vielmehr bestellt, als sie Essen können und sie bestellen sogar Lamian hinterher. (in China schliest die Suppe das Essen ab) Das köstlichste Essen gibt es jedoch am Nachbartisch. Bevor es abgeräumt wird kann ich mir den Rest sichern. Den Namen dieses Gerichts lass ich mir auf chinesich notieren.

Am Abend geht es geradeaus nicht weiter. Nach rechts ist es nach Beijing ausgeschildert. 1 km lang ist die Straße 5 spurig. Tages-Km 72,70 gibt es rechts 3 mobile Stände. An einem chinesischer Nudelsalat. Am 2. gefüllte Brote. Und der 3. hat vorgebackene chinesische Crepes in die bei der Bestellung ein Loch gestochen wird, in das ein geschlagenes Ei eingeflöst wird. So geht Ei und Crepe eine Verbindung ein ohne das der Crepe schwarz wird. Nach dem Braten kommen zu 2 Yen Endpreis Zwiebeln, Salatblatt, Kimchi und Lauch. Außerdem eine Gewürzpaste. 1 Yen Aufpreis beschert zusätzlich ein aufgeschnittenes gebratenes Würstchen.

5 x startet das Wetter heute einen Versuch loszuregnen, aber erst bei diesem 5. gelingt es ihm mit einem klasse verbreitetem Gewitter am Abend rund um XUNHUA.

http://www.weather-forecast.com/weatherobjects/xinhua25.vectors.jpg

Zu süß, wie ein Radler, der neben mir an der Ampel den Count Down abwartet "schützend" die aufgespreizte rechte Hand über sein Köpfchen hält um (vergeblich) zu versuchen, das es nicht auf natürliche weise klatscht.

Die Stadt hat eine riesige äußere neue Stadtmauer und mitten in der Stadt eine dem Zerfall preisgegebene alte, die 4 - 5 stöckig ist. In ihr gibt es einige als Kackplatz mißbrauchte Gänge. Teilweise ist sie begehbar. Ihr entlang finde ich meinen teils überdachten Schlafplatz nach immerhin 88,33 km in 6 Stunden 23´42.

Durchschnitt 13,8 und Max 31,5

178 Höhenmeter (Schlafplatz auf 806 m, also 263 m tiefer wie gestern)

Maximale Höhe = 1.087 m (= + 18 m zu letztem Schlafplatz)

2 % Durchschnittssteigung mit 6 % Maximal

In China 1.081 km per Rad gefahren.

Seit Tiflis 4.070,37 km per Rad mit ca 25.727 Höhenmeter.

Insgesamt ca 6758,88 km mit ca 50.059 Höhenmeter per Rad + ca. 3.536 km per Truck + ca 380 per MFG + 1266,45 km per Bus

Gesamt-Reise km: 11.941 von Athen

Dienstag, 24. Juni 2008

Dienstag 24.06.08 125. Tag von 215

Ich werde 110 oder 400 km vor Beijing rausgelassen. So genau ist das nicht herauszukriegen. Die Menschen hier scheinen noch blöder zu sein, denn es wird noch weniger verstanden, was ich versuche heraus zu bekommen. (wenn ich mal vorblätter im Tagebuch bin ich bis Beijing noch 604 km unterwegs, allerdings mit Ausflügen in der Bergwelt vor Beijing.)

Anscheinend ausschließlich ulurgische Menschen. So dauert es eine Zeit bis ich verstehe, das 110 die Straßennummer ist, die mich in 365 km nach Peking bringen wird.

Ich halte noch an einer Vulkanisierungswerkstatt, aus deren Kompesor ein laues Lüftchen weht, wie in der Natur. Luftdruck zu messen scheint wirklich in ganz China unbekannt zu sein.

Bei der Mittagspause taucht wie aus dem nichts plötzlich ein Zuschauer auf und erschrickt mich damit ganz gehörig. Er starrt mich an, bis ich weiterfahre...

Durch Rückenwind komme ich gut vorran, doch nach 60 km will ich was Essen... Im ersten Restaurant nur Dampfnudeln und Erdnüsse. In der Raststätte an der AUtobahn werde ich nur zum Hinsetzen aufgefordert, aber so krieg ich nie was zu Essen..

Also wieder durch die Türöffnung des Igelzauns geschlüpft und 5 km weiter ein Restaurant gefunden, wo ich dann mit Nachschub verdrücken darf. (so stehts im Tagebuch - also gab´s immer wieder was neues zu Futtern) Immer wieder bekomme ich Zigaretten angeboten. Sogar aus fahrenden LKW... Da ich als Nichtraucher keine annehme, wird als nächstes Wasser durchs Fenster gereicht.

Wir bewegen uns den ganzen Tag über zwischen 1.388 m und 1.651 m. Erst zum Abend geht es noch weiter runter. Schlafplatz auf 1.069 m. Restaurant nach 113,56 km auf 1.130 m. Sah es am Morgen noch nach plattem Land nur mit Bergen in der Ferne aus, wird die Landschaft schnell interessanter, bis sie am Abend in einem Canyon den Höhepunkt findet. Da ich unterwegs einen Radcheck durchführte, komme ich in den Genuß eines Minnigewitters, das genau über mir losbricht. Freilich schafft es es nicht mein Prasseli einmal zu nässen - nur einige Dickplatscher.

Um das Toll-Gate herum gibt es hier eine Dirt-Road die diejenigen benutzen die keine Gebühren zahlen mögen..

Im Restaurant von DIANCAIDAN am Abend heist es zuerst NO, als ich was zu Essen haben will. Ich bleibe aber hartnäckig, verweise auf die Gewürze und dann geht es doch.Eine riesige Portion, die 20 Quai kosten soll wird geschnippelt. Ich teil sie in 2 Hälften und zahle 10 Quai. Völlig ausreichende Menge! Dazu DVD-Comedy.

809 Höhenmeter auf 116,36 km in 6 Stunden 14´27.

18,6 Durchschnitt und 70,5 Max

3 % Durchschnittssteigung mit 14 % Maximal

992 km in China gefahren per Rad.

3.982,04 km seit Tiflis per Rad mit ca 25.549 Höhenmeter.

Insgesamt ca 6670,55 km mit ca 49.881 Höhenmeter per Rad + ca. 3.536 km per Truck + ca 380 per MFG + 1266,45 km per Bus

Gesamt-Reise km: 11.853 von Athen

Samstag, 21. Juni 2008

Samstag 21.06.2008 20.Tag in China 122 v. 215 1. Volltag im Truck

Die schlechte Straße in GANSU ist schon kürzer geworden. Schon vor DUSCHANBE beginnt die Autobahn. Die Landschaft ist nur selten schön. Die Berge meistens zu weit weg. Der Truckfahrer hat nur 5 Stunden in der Nacht geschlafen, da er nicht beim Eindunkeln stoppen wollte. Daher dann tagsüber 2 kurze Schlummerpausen, während ich die ganze Fahrt über döselig bin.. Am Abend will er dann schon 18 Uhr 30 schlafen, doch Nettmensch lässt ihn nicht! Erst 22 Uhr 30 beim 3. Versuch klappt es. Unglaublich! Wo doch überall Schilder vor dem übermüdeten Fahren warnen!

Den ganzen Tag fuhren wir einer Wolke hinterher, die Aquaplaning verursachte, bekommen aber selber nichts ab was der Rede wert wäre...

Mittwoch, 11. Juni 2008

11.06.2009 / Mittwoch 112. Tag von 215 / 10. Tag in China

(Nacht im Bus)

Bei einem Stopp am Morgen komme ich aus den Puschen und kaufe eines dieser runden Fladenbrote mit dünnem Boden und dickem Rand. Das macht aus 2 Gründen Sinn: 1. Der dicke Rand kann ganz normal als Brot rund um abgenagt werden, während das innere auch noch im trockenen Zustand, der nach ein paar Stunden schon erreicht ist, als eine Art Knäckebrot dient. Auch nach 24 Stunden noch zu einem Zeitpunkt, wo der dicke Rand nicht mehr essbar wäre, da durch die dicke zu fest zum Abknabbern 2. Solange der Rand noch nicht abgenagt wird, dient das Brot wunderbar als Transportmittel für die am Nachbarstand angebotenen Aprikosen, die wesentlich besserer Qualität sind, wie in Usbekistan, wo alle Händler Eimerweise überreife Früchte in angeditschter Form anboten. Eine Plastiktüte -wie immer angeboten- akzeptiere ich nur zum wiegen. 8 Quai will Mensch, da die "T"-taste unbekannt erscheinen will. Das (bereits bezahlte) Brot wurde mitgewogen. Ohne Brot waren´s 3 Quai. Das Mensch dann nicht verstehen kann, das ich die Plastiktüte NICHT will, sondern den Brotteller nutze stattdessen, kann ich immer nicht verstehen. Denn China unternimmt große Anstrengungen, die Plastiktütenflut einzudämmen und lässt per Radio China International verkünden, wie schädlich und schwer verrottbar diese Plage ist. Was wäre, wenn jeder der 1,3 Milliarden Chinesen (1993) jeden Tag eine Plastiktüte wegwirft? NUR EINE! Oder sind die Bemühungen, das den Chinesen begreiflich zu machen nur Propaganda?

Es hat den Anschein, als könne ich Restaurantessen nun vergessen, denn der Zutritt zur Küche wird verweigert. Ohne das ich die Zutaten selber auswählen kann, gäbe es nur Megascharfes tierverseuchtes Laghman, das auch nach dem Essen noch auf den Lippen brennt.

An einer Tanke gibt es für Busfahrer kostenlose Säfte. Auch ich darf 2 1,5-Liter Falschen auffüllen. Wurde ich für einen Busfahrer gehalten oder war es Gastfreundschaft? Denn die Einheimichen werden auf den Tankstellenshop verwiesen, der nur Minniflaschen verkauft.
Ca 15 Uhr und etwa 20 km nach KUMUX haben wir fast den höchsten Punkt der phantastischen Straße durch die Borohor Shan Berge (1) erreicht. Noch 133 km bis TURPAN. Ich bitte die Busfahrer somit, mich raus zu lassen und 10 Quai zu erstatten. Das klappt auch nach einigen Anläufen. Nur 1 Gummiband habe ich wieder eingebüst... (und damit die gerade erst gefundene mobile Antenne für mein Radio)

Statt Hitze gibt es heute Sturm. Nur 20 - 22 Grad im Gebirge! Die Wüste - wozu ich diesen Gebirgsausläufer zähle, zumal sich später auch noch Sand dorthin vorgeweht hat - gibt sich alle Mühe "schwarz" zu erscheinen hier. Auf den ersten 10 km wird die Höhe gehalten. Maximal 1.881 m. 134 m steige ich insgesamt heute nur an mit 3 % Durchschnittssteigung und maximl 12 %.

Auf meinen ersten 10 Rad-km heute waren es vor allem die Kammlagen, die aus Kohle oder Tuff bestehen. Leichtes Gestein mit dem Schwarz gemalt werden kann. Pörös, aber hart wie Tuff eben.

Dann geht es 45 km Bergab! (ca, da ich nicht ganz unten beim Doppelkraftwerk schlafe.) Nun sind die Berge so dunkelgrau wie der Himmel! Das ergibt den phantastischsten Sonnenuntergang, den Mensch sich - surreal in Mondlandschaft - vorstellen kann. Goldene Berge - Schwarzer Himmel. Sonnenstreifen an zig Bergen. Dazu die Reflektion durch die Dunst und Sandpartikel, die noch in der Luft sind. Einfach ein Großartiges dramatisches Naturschauspiel! Regenbogen - Unglaublich! DAS HÄTTE DIE BESTEN BILDER MEINES LEBENS GEGEBEN - Nochmals DANKE DEM VERHINDERNDEN DIEB!!!

53,35 km in 2:46:05 mit 19,2 Durchschnitt und 53,5 Max waren es genau. Die in den Bergen auf weit auseinanderliegenden, gegenseitig nicht sichtbaren Trassen verlaufende Autobahn ist so perfect, das ich kein einziges mal bremsen muste! 530 km nun in China per Rad gefahren ohne durch eine Großstadt geradelt zu sein!

3.533 km seit Tiflis per Rad mit ca 23.153 Höhenmeter. Insgesamt ca 6209,65 km mit ca 46.956 Höhenmeter + ca. 536 km per Truck + ca 180 per MFG + 1246,45 km per Bus

Gesamt-Reise km: 8.172 von Athen


(1) Auf dieser Seite heist es das ALLE Grenzen zwichen Kirgistan und China für Ausländer geschlossen seien..

Samstag, 22. März 2008

Schwarze Wolken am Schwarzen Meer

Samstag 22.03.2008 32. Tag / 26. Tag in Türkei

Das Glas der OSRAM Sonnenlampe hat den Härtetest NICHT überlebt, da das Gepäck oft komprimiert wird. Flexibles Plastik wäre besser!

Als ich unterwegs einen Reisebus an einer Tanke sehe, frage ich mal wegen Mitnahme. Ein Gast zahlt für 800 km 35 Lira und ich soll für weniger wie 50 zehn zahlen! Nein Danke! Trotzdem bin ich schon vor 7 Uhr am Gruppencamp. Erste Bewegung, wo mein Tag schon 4 Stunden alt ist.

Wird ne´ lange Etappe heute, denn da es seit ONDOKUZMAYIZ flach, ist will Sigitas weiter fahren, wie im Internetplan vorgesehen. Frühstück in einem Piderestaurant mit Mitgebrachtem. Trotzdem gibt es Tee gratis dazu!

Unterwegs nochmal Einladung zum Tee als ich Fotos mache. Ob ich nach Deutschland fahren würde will mein Gastgeber wissen. Mittels einer Zeichnung versuche ich ihm zu verdeutlichen, das er sein Hirn benutzen soll. In welcher Richtung liegt Deutschland und in welcher Richtungsfahrbahn der 6-spurigen Straße (den eine eigene Spur bildenden Standstreifen jeweils mitgerechnet)steht mein Rad? Ich zeige eine Weltkugel. Ich zeichne eine Karte mit der geografischen Lage der einzelnen europäischen Länder. Obwohl er versteht, wo das schwarze Meer vor der Türkei ist, denn er zeigt es an der richtigen Stelle, deutet er auf das Marmara-Meer, als er mir zeigen will, wo Deutschland liegt...

Hier fehlt nun das Bild eines Türken der mir von einem Maibaum ein Bündel abbricht und als Geschenk überreicht. Genau solche Begegnungen sind es die unter die Haut gehen und unsere Tour Silkroad 2008 zu bleibenden Erinnerungen verhilft. Solche Begegnungen werden unserem Anspruch gerecht eine Verbindung zwichen östlichen und westlichen Kulturen herzustellen. Würden alle Menschen, die an den Krieg der Kulturen glauben unsere Reise machen müste sich Ihre Einstellung doch sehr verändern DURCH eine solche Tour! Nur zu empfehlen!

Im Radio eine AEG Werbung bei der der Werbespruch auf deutsch ertönt.. Bei einer Essenspause treffe ich einen Ringer, den wir als Teilnehmer bei den olympichen Spielen wiedertreffen könnten.

Seit 2006 ist der Weg durch die Türkei 19 km kürzer durch den Bau einer neuen Strasse zwichen FATSA und ORDU. Etwa 4 km führen durch Tunnel und nur noch 280 einfache Höhenmeter sind zu überwinden. Trotzdem bricht dabei die nun 5. Speiche. Bremse hinten raus und weiter bis zur nächsten Tanke. Schutzblech auch ade! Beim zentrieren bricht die nächste Speiche mitten durch. Ich tausche trotzdem auch den Nippel, denn es war ein von 2en, die bei 2 und halb Umdrehungen auf eine tatsächliche zurückspringen. Also nicht ganz kompatibel.

Endlich ist dies die erste Tour, bei der ich in Sachen zentrieren keine Unsicherheit mehr habe. Wichtig ist halt immer das gleiche System anzuwenden! Also Rad umdrehen, so das es nach rechts (fest) auch tatsächlich angezogen wird, statt umgekehrt. Aus gleichem Grund immer OBEN zentrieren!

Nach dem Kacken geht es mir richtig gut, obwohl schon 110 km gefahren. Radio treibt mich die letzten 20 km im Dunkeln. Allerdings etwas melancholich! 15 Minuten Internet sollen 5 Lira kosten. NEIN DANKE KOMMERZ! Vor dem Cafe bekomme ich eine GURKE spendiert. Eine KNOBLAUCHGURKE! Beim Einkauf (keine Haferflocken bei BIM, 9-21 Uhr) muss ich mich den Versuchen der Verkäufer wehren, mir dies oder jenes verkaufen zu können. Solange ich meine Musik anhabe weiß ich genau WAS ich will und will nur mit MEINEN Augen gucken! Erst will die Verkäuferin alles eintüten wie üblich, was ich aus Umweltschutzgründen genauso üblich ablehne, dann der Mann nochmal!

Pidezeit. Klasse Dancefloormucke. Doch die wird abgestellt bei Anblick meiner tänzelnden Bewegungen. Ich sage NO. NO MUSIK - NO PIDE! Da die Musik ausbleibt setze ich das in die Tat um - NO PIDE! Ich MUSS kein Pide essen! Als ich drausen bin stellen die eben noch ausgewiesenen Musikfeinde die Mucke natürlich wieder an... Kapier die Welt! Auch aus einem sterilen ordnungsfanatichen Imbis gehe ich wieder raus. Es gibt NUR Hamburger. NEIN DANKE! Bei der nächsten Pidewerbung dann gibt es kein Pide. Ein Türke reist mit "NO PROBLEM" meine ledierte Bicycles Tasche vom Rad. Aufhängung total zerstört! DON´T TOACH MY BIKE! In solchen Momenten kann ich eines überhaupt nicht gebrauchen: Oberflächlichen Small Talk und No Kapisto-Türken!!! Ich bin so was von sauer auf den Vertreiber der Taschen BOC! Tourabbruch wegen technischem Problem? (mit verschiedenen Reperaturen brachte ich die Taschen sogar noch mit nach Hause dann und wechselte selbige erst im März 09 gegen mitlerweile nach Drohungen doch noch erhaltene Ersatztaschen)

Erst mal Schlafen! (Klovorraum eines geschlossenen Restaurants) 132,16 km waren es. 2 km vor dem Gruppencamp. mir fallen einfach die Augen zu und hier hab ich Strom zum Akuladen! Licht geht nicht - aber ich hab ja eigenes!

24 Stunden Wetterzusammenfassung: Nachts Prassel - Tagsüber Sonne mit bis zu 26 Grad Abends Nebel (/Handschuhe!)- Nachts Vollmond

Zusammen nun ca 20.923 Höhenmeter auf 2170,39 km