Donnerstag, 29. März 2007
Donnerstag 29.03.07 8. Tag auf Pico
Gestern wurde mir noch eine Bäckerei nach einem angeknabberten Berg beschrieben, diese ist aber nicht danach sondern lange davor. Es gibt zwar kein Schild aber ist es doch klar von aussen zu erkennen wo sie ist.
Ca 11.00 bin ich in Cais do Pico und lande gleich im Internet Center. HURRA TAP HAT ES NUN GESCHAFFT TATSÄCHLICH 1155 € zu zahlen!!!
Mittwoch, 21. Februar 2007
Mittwoch 21.2.2007 64. Tag auf Faial, Hoch
Auf dem Weg frage ich bei Radio ONE nach was die Recherche bei TAP ergab. Ich erfahre nichts – nur das keine Zeit fuer mich sei – das ganze nicht interessant sei – 2 Monate ohne Zelt..
Das muss Mensch sich einfach mal umgekehrt vorstellen: Ein Portugiese von den Azoren macht in Deutschland 2 Wochen Urlaub. Sein wichtigster Ausruestungsstand ist auch nach 2 Monaten weder aufgetaucht, noch hat er eine Entschaedigung bekommen obwohl diese mehrfach versprochen wurde. Er wendet sich an die Medien. Diese wuerden darin doch wohl ein gefundenes Fressen sehen und dem Fall nachgehen.. Oder?
Bruno ist wieder da. Auch er will mich erst wiedermal nur zur Post schicken. Doch dann telefoniert er doch. NUN ist Helena KRANK! Alles was irgendwie passieren kann passiert.
Die Vertretung hat nicht den neuesten Stand der Informationen. Wir fallen also wieder 3 Wochen zurueck..
Bei der Polizei dann: Fernando Resende hat Roberto Ferreia von der Fale Comnosco erreichen können. Dieser bestätigt einmal mehr, das die Zahlung freigegeben sei. Also die nächste Woche warten...
Ich sehe Claus und er spendiert mir einen Galao und Sachen zum Kochen: Spaghetti, Suppe und Fischkonserven. DANKE! So ganz werde ich aus ihm nicht schlau, denn er kritisiert mich teils zu recht und teils nicht. Recht hat er darin, das ich ihm die Farbe wegen des Diebstahls nicht zurückgeben konnte. Ich hatte mich nicht weiter drum gekümmert, nachdem mir ja erst gesagt wurde, das es egal sei. Hier muss Mensch wie auf der ganzen Welt zwischen den Zeilen lesen.. Er wirft mir zum anderen vor, das ich im Cafe Teatro zum bezahlten Galao mein Brot gegessen habe, NACHDEM ich gefragt hatte ob dies OK sei. Deswegen also die Gastunfreundschaft von Paulo? Wie gesagt – ICH HATTE VORHER GEFRAGT! Bei Verneinung hätte ich es drausen gegessen – am Umsatz hätte dies freilich nichts geändert. Klar muss er Miete zahlen. Doch das ist doch wohl einfacher mit einem Gast der täglich einige Euro da lässt, als ein Gast der nicht kommt und somit gar nichts konsumiert. Wie glühend hasse ich den Kapitalismus! Das ist doch genauso wie wenn ich an meinem Stand nur Kunden bediene die 3 oder mehr Buttons kaufen und Kunden verweigere zu bedienen, die 1 oder 2 Buttons kaufen. Auch aus kapitalistischer Sicht kann ich diese „Alles-oder-Nichts“ – Mentalität nicht verstehen.
Im Internet am Markt klappen weitere Versuche meinen Indy Artikel (siehe ) zu posten nicht. Aber einen inhaltlichen Artikel kann ich posten: http://de.indymedia.org/2007/02/168843.shtml
Ich schreibe je einen Brief an Claus und Paulo mit obigem Inhalt. Bei der portugisisch Uebersetzung an den nationalstolzen Paulo hilft mir der Internetaufpasser.
In Bar Praia (Centro do Mar) ist heute der auslaenderfeindliche Mitarbeier. Als ich 21.30 ankomme heist es das in 5 Minuten geschlossen wuerde. Ich versuche drausen noch eine E-Mail zu schecken. Waehrenddessen kommen 2 andere Besucher, die selbstverstaendlich eingelassen und bedient werden... Auch ansonsten ist die Bar gut gefuellt. Besser wie an manchem Tag an dem um 10 geschlossen wird. Mit SICHERHEIT wird auch heute nicht frueher geschlossen. Bei diesem Mitarbeiter ist somit auch regelmaessig nur das WLAN verfuegbar, wenn er selber ins Internet will.
16,36 m in 1’11“08, 13,70 km/h Durchschnitt, 41 km/h Maximal, 262 Höhenmeter, 4 % Durchschnittssteigung , 15 %, Maximale Steigung
Freitag, 5. Januar 2007
Freitag 5.1.2007 19. Tag auf Faial
Roberto erzählt mir, das er Peter eine Nachricht hinterlassen hatte. Diese hat mich nie erreicht.
In der Snackbar Sabores Sublimes frag ich, ob ich die lokalen Nachrichten sehen kann und ob jemand (wegen Übersetzung) die nächste halbe Stunde da ist. Ein Gast bejaht, doch als ich mit meiner Erklärung fertig bin, sagt er das er gehen müsse...
Dann mach ich die Anzeige wegen Robin, den ich nun zum x-ten male mit einem imaginären „Rene“ verwechselt habe. Ich beantrage die Strafanzeige nur zu verfolgen, wenn er erneut Straffällig werden sollte. Wer ist aber nur dieser Rene? Im Municipal ist schon beim Empfang bekannt, wo ich hin muss und die Tür öffnet sich mir automatisch. Zuerst schecke ich meine E-Mail und stelle fest, das nun, nachdem TAP endlich kooperiert SALEWA sich quer stellt. Nachdem ich gestern auf meine Mail, in der ich das Problem vorstellte keine Antwort bekam, schrieb ich nochmal und fragte, ob nun meine 17-tägige Wartezeit, Arbeit und "Zusammenarbeit mit dem Parlament" ect umsonst war. Darauf erhalte ich wohl eher als Fehler (denn die Mail wird zurückgerufen, da war sie aber schon unterwegs) eine Mail, die meine Ansprechpartnerin bei SALEWA an einen Mitarbeiter senden wollte.... Darin werde ich als total verrückt bezeichnet und eine Zusammenarbeit fände wohl nur in meinem Kopf statt.. Der Mitarbeiter Marc solle doch nur mal auf meine (damals noch nicht gesperrte) Webseite schauen... Klar, wenn ich nicht selber betroffen wäre und erstmals mit der angeblichen Verfolgung von Antifaschisten IN DEUTSCHLAND konfrontiert würde, würde ich mein Gegenüber als unpolitischer Mensch auch als verrückt bezeichnen. So kontraproduktiv diese Reaktion auch ist, ich habe Verständnis für den oberfläschlichen Betrachter. Liebend gerne wäre ich in dieser brisanten politischen Situation verrückt und alles was TATSACHE ist wäre nicht wahr. Doch leider ist es eben nicht so!
Es wird gerade aus meinen Erfahrungen der letzten beiden Tage hier, wo meine Öffentlichkeitsarbeit Früchte trägt, im Vergleich mit dem Misserfolg meiner Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland während der letzten Woche vor meiner Flucht aus Deutschland, deutlich, dass das Problem hier auf den Azoren –weit weg von Deutschland- eher erkannt wird, als in Deutschland selber. Eine klare Bestätigung für meine Auswanderung.
Ich treffe wieder den Bürgermeister Joan Castro und überlege mit ihm zusammen, wie es weiter gehen soll. Er ist recht klug und lehnt deswegen meine Idee ab, das er vieleicht mal SALEWA anrufen solle, denn folgerichtig würde SALEWA auch ihn für verrückt erklären und es ihm gar nicht abnehmen, das er der Bürgermeister von Horta ist... SALEWA ist also anders zu überzeugen.Auch die Zusasmmenarbeit mit dem Inspecto Economica, dem Parlament und dem Bürgermeister von Horta bzw seinem Sekretariat lässt sich doch ganz einfach mit Beweisfotos und eigene Recherche wie einem Telefonat von SALEWA mit dem Stadtverantwortlichen nachweisen.
Letztlich muss ich nur an mich selber glauben, doch bei extremen Lebensweisen, wie der meinigen ist eine Zusammenarbeit mit Ausrüstern einfach unumgänglich.
Vieleicht sollte ich auch Globetrotter von der Sache wissen lassen, denn Globetrotter hatte ich zuletzt ja sogar als Sponsor gefunden. Wenigstens deren gesponserten Sachen (2 wasserdichte Taschen, Benzinkocher, Faserpelzjacke, Thermomatte) hatte TAP nicht verschlampt bzw beschädigt. TAP bedient sich übrigens eines Dienstleisters mit dem treffenden Namen “Ground Force”. Dort läuft einiges schief – daher die ganzen Probleme mit dem Gepäck. Durch meine hartnäckigen Verhandlungen mit TAP gelingt es mir nun endlich im Gespräch mit Helena Sebastiao zu erreichen, das TAP “abschliesend” (wie es damals schon hies...) 1000 SDR’s (=1150 Euro derzeit) an mich auszahlt zur Schadensregulierung und nicht mehr auf Quittungen besteht wie bislang.
Möglicherweise war dieser Erfolg eben erst möglich, da sich höhere Stellen eingeschaltet hatten. Wer weiss es. Ein Fehler ist das allerdings nie! Schaden kann das nie! Das ist etwas was SALEWA vieleicht nicht verstehen kann, das hier bezüglich der Art und Weise, wie Dinge von statten gehen, am Rande von Europa eine andere Kultur herrscht, wie bei uns. Ich hoffe das SALEWA diese Zeilen hier nun gelesen und verstanden hat und das es nun zu einem Dialog zur eigentlichen Problemlösung (Zelt nach Horta) kommt!
Ich fahre zum Motorrad / Radladen mit dem Honda Schild in der Strasse links vom Rathaus, da meine Hinterradbremse nicht genug Bremskraft hat (ich hatte damals genauso wenig wie 2 Radläden erkannt, das die linke Bremsbacke durch das lösen von 2 Imbusschrauben näher an das Hinterrad bringbar ist..). Obwohl noch 20 Minuten Zeit bis zum Feierabend sind und ich die Arbeit selbst durchführen will, also nur Magura Blood + Spritze brauche, wird eine möglicherweise lebensrettende Hilfe abgelehnt. Erst durch langes insistieren stellt sich heraus, worin das eigentliche Problem liegt: Ich werde schlicht und einfach vom Ladeninhaber abgelehnt. Wieder mal Missverständnisse:
1. ging der Ladeninhaber davon aus, das ich am Vortag den Feierabend um eine halbe Stunde herausgezögert hätte. Ich wollte lediglich eine Glühbirne kaufen, wuste aber nicht wie die Lampe aufgeht. Als ich verstanden hatte wie es ging, sagte ich das ich alles selber machen kann. Das wurde aber nicht akzeptiert. Ist das dann mein Problem? Meine Schuld? Ich hatte doch anderes angeboten! Da die Glühbirne dann letztenendes zudem gar nicht ausgetauscht wurde, kam ich auch nicht auf die Idee, absurderweise auch noch zu fragen, ob es was kosten würde. Es wurde schlieslich keinerlei Problem gelöst und ich bat nicht irgendwelche Arbeiten auszuführen. Ich konnte also niergens eine kostenpflichtige in Auftrag gegebene Arbeit mit irgendeinem positiven Ergebnis entdecken. Oder könnt Ihr das? Der Besitzer und alle Kunden geben an kein English zu können, was aber gar nicht stimmt. Wie in Frankreich WILL Mensch nicht English sprechen, da ja Portugisisch DIE Weltsprache ist. Das hat immer etwas mit Nationalstolz zu tun. Obwohl mir wieder gedeutet wird, das auf die Sekunde genau Feierabend gemacht werden muss, gelingt es mir die Situation zu entspannen und mit “Handkauderwelch” zu erklären, das English die noch wichtigere Sprache ist und ich als Weltreisender nicht alle Sprachen sprechen kann, deswegen English benutze. Und siehe da plötzlich ist eine Verständigung in English möglich.

Ein Rennradler, der 100.000 km auf dem Buckel haben soll, ist von Hightech nicht zu überzeugen. In einem Punkt hat er natürlich Recht: Hightech ist zwar Wartungsärmer, doch wenn es mal ein Problem gibt, ist es nur schwer bis gar nicht behebbar.
Im Teatro Faialense sitzt neben dem ehemaligen Präsidenten von Portugal Dr Mariao Soares, Joan Castro. Soares geht in seinem Vortrag auch auf die kontraproduktive Rolle von Bush in Bezug auf den Weltfrieden ein. Gern hätte ich ein Interview mit ihm geführt, doch leider spricht er kein English und Joan mag nicht übersetzten. Aber einen Ausdruck des in portugisischer Sprache verfassten Teil meiner
Webseite kann ich ihm geben. Auch mit anderen Gästen kann ich entweder gute Gespräche führen oder diese zeigen mir per Gestik ihre Bereitschaft an, eine Karte an den Ausenminister der Bundesrepublik zu senden. Wenn die Bundesrepublik Antifaschisten verfolgen lässt um im Ausland besser da zu stehen, dann soll dies genau nach hinten los gehen und das Gegenteil zum Resultat haben..
42,51 km in 2h30’46 Min, 16,9 Durchschnitt, 56 km/h Maximal, 586 Höhenmeter, Max. Hoehe 196 m, Durchschnittssteigung 3 %, Maximale Steigung 14 %
Donnerstag, 4. Januar 2007
Donnerstag 4.1.2007 18. Tag auf Faial
Waehrend mich in den letzten Tagen die Ameisenjagd beschaeftigte ist es nun die Stechmueckenjagd. Auf alle Faelle ist die Nacht um 2.00 nach viel zu wenig Schlaf schon wieder zu Ende. Die folgende Nacht wird dann genauso von der Stechmueckenjagd dominiert. Mit meinem Zelt waere das kein Problem. Dazu wird auch ein gr. Beutetier immer laestiger. Hat „es“sich zunaechst nur fuer eine leere Milchflasche aus Plastik interessiert, sas es in der Nacht zum 5.1. schon auf meinem Schlafsack. Diese Veraenderung veranlasst mich nun Bruno einen Brief zu schreiben, da er meinte, das er versuchen koennte, mich andersweitig unterzubringen.
Ich treffe Roberto wieder, der mir von seinen sportlichen Aktivitaeten erzaehlt. In den letzten 10 Jahren bereiste er Deutschland, Oesterreich und Spanien. Im Maerz 07 durchquert er die Sahara vom Sueden Marokkos aus. Er plant 800 km zu fahren und nutzt GPS. In o8 folgt Ausstralien fuer 3 Wochen. Er schlaeft teils drausen im Biwacksack oder bei Freunden. Schon 2 mal hab ich ihn nun schon beim Lauf / Radtraining getroffen.Bruno und mir gelingt es nun zusammen die Wartezeit auf das Zelt zu verkuerzen.
Peter ist wieder da! Er erzaehlt, das er das Gepaeckproblem in Sachen TAP/SATA selber nicht kennt, aber das sein ges. Gepaeck einmal in Muenchen auf nimmer wiedersehen verschwand. Ob diese Aussage nun zur Ehrenrettung „seines“ Landes erfolgt will ich nicht ueberpruefen. Er meint auch das jenes Gerueht, das sein Cafe mal 6 Monate geschlossen war nicht stimmt.
10,64 km in 45’43 Min, 13,9 Durchschnitt, 39,5 km/h Maximal, 170 Höhenmeter, Durchschnittssteigung 4 %, Mittwoch, 3. Januar 2007
Mittwoch 3.1.2007 17. Tag auf Faial (Hoch/Tief)
Irgendwie macht Mensch sich hier wirklich zum Gespoett, wenn er gerne uebersetzt bekommt, was ueber einen berichtet wird, es aber dann nicht kommt. Aber andererseits ist sicher auch zu verstehen, das ich wissen moechte, was die Oeffentlichkeit genau ueber mich weiss.
Dann zum Office des Teatro Faialase. Es soll im Keller sein. Doch da steht nur Gerümpel. Wurde also falsch verstanden. Mit der Mitarbeiterin, die nur wenig English kann raus zum Rad um zu erklären, worum es geht. Aha! Das Office ist oben nicht unten!
Dienstag, 2. Januar 2007
Dienstag 2.1.2007 16. Tag auf Faial

Essen in der erst vor einer Woche eröffneten Cafeteria Ponto Come (“Essenspunkt”) in der Traversa de Sao Francisco 9 (Matriz, nähe Nr 11, Azoren Almanach von Michael Bussmannn, S 327 8-20 Uhr Mo-Fr, 12.30 – 20.00 Sonntags; kaltes und warmes Buffett, das 100g weise mit 1.50 Euro berechnet wird: 12-19.45). Es gibt auserdem eine recht fade Tagessuppe zu 1 Euro (gleicher Preis fast überall). Empfehlenswert ist das leckere
Dessert zu 1.50 vom Foto. Mousee Chocolat 1 Euro. Spezialgetränk ist frisch gepresster Orangen-Karotten-Saft.In der Rua Dr Melo l Simas etwas tiefer gibt es auch noch die Bar Espaco Liquido, Mo-Fr 13-2 Uhr, Techno aber kein Tanzlokal.
TAP erstattet nun 10.47 Euro für das reparierte Lenkerband und schickt meinen Vereinbarungsvorschlag (auf das Geld warte ich noch heute beim abtippen am 26.02.2007) nach Lisabon.
Im Café Teatro finde ich dann jemanden, der mir seinen Lap Top dafür zur Verfügung stellt. In den Abendnews kommt der gedrehte Bericht nicht. Das ist in so fern peinlich, als das ich sowohl für die 18, wie auch für die 20 Uhr Ausgabe organisierte, das der richtige Sender an ist und jemand übersetzen kann, was dazu auf portugisisch gesagt wird.
Bei der 20 Uhr Ausgabe ist das Madaleno, der in Lisabon geboren ist und in den letzten 5 Jahren teilweise in Hamburg Barmbek bei seiner Fruendin lebte. Er macht Jazz und trat unzählige male im Hamburger Birdland auf. Weitere Auftritte in anderen Locations in Hamburg, Köln, Bonn und bei den Leverkusener Jazztagen. Er liebt Hamburg, den “Portugiesenstrich”, wo ich wohne, kennt genau das “Tapas”, “Piazza” und “Daniela”. Einer seiner Songs ist Curt Cobain gewidmet. Ich glaube, das er auch Che Guevara erwähnt hatte, und frage ihn: “It’s right, that you dedicate your Songs to C.G. and C.C.?” Er bejaht obwohl es sich auf nochmalige Nachfrage als Missverständnis herausstellt, da er nie C.G. erwähnt hätte. Genau das ist das Problem, das viele Menschen, wenn sie etwas nicht verstehen, nicht äusern, das sie
etwas nicht verstehen, sondern einfach “JA” sagen. Höflichkeit die Contraproduktiv ist.
Mitte ganz ab. Gleiche unbefriedigende Situation des Fragens aus Höflichkeit statt Interesses erlebe ich immer wieder. Auf die Frage mit den 3 Minuten sollte dann doch ehricherweise statt mit kurzem “Ja” etwas länger mit “Nein so sehr interessiert es mich auch nicht” geantwortet werden. 25,04 km in 1h42:09 Min, 14.7 Durchschnitt, 47 km/h Maximal, 345 Höhenmeter, Durchschnittssteigung 4 %, Maximale Steigung 17 %
Donnerstag, 28. Dezember 2006
Donnerstag, 28. Dezember 2006, 11. Tag auf Faial
Heute gelang es mir mit dem Leiter von RTP zu sprechen, der mich aber an seine perfekt english sprechende Reporterin Suzanna, die ab morgen da wäre vermitteln möchte.Auch bei der Verbraucherschutzbehörde gibt es zunaechst nur schlechte Nachrichten: Obwohl es gestern hies, das mit 10 Tagen lang genug gewartet wurde, soll nun erst 30 Tage und schliesslich 100 Tage gewartet werden. So ist anscheinend die Gesetzeslage. Ein weiterer Versuch das Problem zu lösen führt nur zu einer Telefonnummer des Costumer Care.
Schlieslich soll ein Fax mit genauer Zeltumschreibung gesendet werden. Wir beginnen wieder von vorn. (solche Rückschläge kommen noch öfters, es wird bis Ende Februar spannend bleiben...)
Dann wird mir eröffnet, dass sogar das wild campen verboten sei IM WINTER. Völlig anders dargestellt im Azoren Almanach von Herrn Bussman.. Nun ja mit „wild“ meinen die Inspektoren und Ihre Informanten wohl „ohne zu fragen“. Welchen Baum oder welche Kuh denn?
Allerdings ist Bruno und Roberto bereit, ab und an Druck auf TAP zu machen und sich um eine feste Unterkunft (nach der ich nicht mehr frage, seitdem ich mein Rad wieder habe, die ich aber natürlich annehmen würde) und ggf ein Leihzelt zu kümmern.
Auch wird mir eine Möglichkeit im Nachbarort gegeben an meiner Homepage (lurst grad drup!) zu arbeiten. 2 ½ Stunden habe ich dort verbracht, danach wieder in mein „Wohnzimmeer“ Peter´s Caffee in dem sich andere mit dem berühmten GIN TONIC ablichten lassen.
Am Abend schreibt sich jemand von der kommunistischen Partei , die zusammen mit den Sozialisten die Stadt regieren, die Adresse des Ausenministeriums der Bundesrepublik Deutschland auf, um gegen die faschistoiden Tendenzen in Deutschland zu protestieren.

In meinem Wohnzimmer „Peter´s Caffee“ kann ich mich auch aufhalten, solange nicht alle Tische besetzt sind ohne etwas zu konsumieren, wenn ich während des Tages bereits meine 10 Euro Tagesetat in seiner Einrichtung infestiert habe. Davon mach ich kurz Gebrauch, nachdem ich die restlichen Internetmöglichkeiten abgeklärt habe.
20.00 erst mal schlafen. Ein grösseres Problem scheint zu sein, etwas Öl zum Braten von Zwiebeln zu organisieren. Auf die Idee dazu Magerine zu benutzen komme ich irgendwie nicht, da ich sonst auf Reisen nie selber gekocht habe..
Das Naheliegenste fällt Mensch oft zuletzt ein..
Ich schreibe damals (tippe das Tagebuch am 22.02.07 ab) in mein Tagebuch: „Es ist Menschen, die nur wenig English sprechen nicht zu vermitteln, das es für einen Radfahrer unsinnig ist ständig 1 L Öl herumzuschleppen, weswegen ich auf der Suche bin nach jemanden, der mir entweder 200 ml Öl verkauft oder eben 800 ml Öl abkauft."
8,01 km in 32“53 Minuten, 14,6 Durchschnitt 44,5 km/h Maximal, 118 Höhenmeter, 90 m Maximale Höhe, Durchschnittssteigung 5 %
Dienstag, 26. Dezember 2006
Dienstag 26. Dezember 2006, 9. Tag auf Faial und Mittwoch 27. Dezember 2006, 10. Tag auf Faial
9.00 werde ich wach und beobachte nach der Morgentoilette Robins Boot (einfach um mein mitgenommenes antikes Opernglas meines Sternchens zu testen, ncht als Observation, we Robin nun vieleicht denken mag, wenn er diese Zeilen liest). Sekunden spaeter treffe ich ihn selber beim Spaziergang mit seinen beiden Hunden. Statt um 10 Uhr wollen wir uns nun gleich beim TAP-Office in der Rua Vasco da Gama 28 treffen. Genau diese 10 Mnuten Zeitverlust setzen mich so in Stress, das ich mein Ladegeraet fuer die Kamera nicht finde. Da sich die beiden nur wenig Zeit nehmen wird das meiste nicht uebersetzt womit ich nicht umgehen kann, da dies neue Probleme schaffen kann.
Durch 3 verschiedene Sprachen und so viele Beteiligte sind so viele Chancen fuer Missverstaendnisse gegeben. So ging Lurdes (Chefin Tap Horta bislang davon aus, das das Zelt an meine orangene Recumbanttasche gebunden war und es so keinen eigenen Tag hatte. Es wurde also 10 Tage nach etwas anderem gesucht, als das was verloren gegangen war...
Robin kann leider nicht verstehen, das ich gerne eine Uebersetzung dessen haette, ueber was gesprochen wurde. Aus 10 Tagen Warten sollen nun 12 werden (wenn es dabei dann geblieben waere....) Erst wenn Mittwoch 16.00 nichts angekommen ist, soll sich ein wenig weiter darum gekuemmert werden. Von TAP Horta bekomme ich immerhin schon mal 20 Euro fuer die Umsonst-Fahrt zum Flughafen und weitere 45,93 Euro fuer den Ersatz von einigen der Schaeden/Verluste.
Fruehstueck in Form eines Tosta a Almirante + Fritten bei Peters Cafe. Das Toast Almirante besteht aus Kaese, Schinken, Ei und in Weisswein von Pico mariniertem hausgebackenem Brot. Dazu ein Galao = 5,65 Euro Ich treffe noch jemanden, der sich umhoeren moechte, das ich auf einen Fischtrip mitfahren kann, was im Winter schwieriger ist, als im Sommer. Fragen kann Mensch danach auch beim Buero des Medio Ambiente am Fuss des Monte GUIA oder bei Norberto Diver beim Faehranleger wird mir erzaehlt. Bevor dies nun jemand als Tipp auffasst sei hier vorweg genommen, das sich beides zumindest als fuer mich nicht sinnig herausstellte. Medio Ambiente verweist wieder an Norberto und zu dem wird spaeter mehr hier zu lesen sein...
TAP meint den Fehler begangen zu haben, nicht notiert zu haben, welche Gepaeckstuecke mir ohne Schaden zurueckgegeben wurden. Ich soll deswegen nachsehen, ob ich noch Gepaeckaufkleber dieser Sachen habe. Ich komme kaum zurueck zu meinem angeeigneten Haeuschen, da der Wind entsprechend um die Ecke des Monte Queimada blaest. (Anmerkung des Setzers: genauso wie auch heute am 9.2. in der Fruehe vor dem Abtippen dieses Tagebuchteils.) Dort wo die Kaimauer auf den Monte Queimada trifft ist das Radfahren nicht moeglich. Ohne festes anziehen der Bremse wuerde Mensch rueckwarts fahren bei einem Sturm mit etwa 85 km/h Spitze. Ich entdecke keine weiteren Aufkleber, aber das das Wasser an einer Ecke in’s Haeschen tropft...
Trinkwasser bekomme ich wieder wie am Heiligen Abend des St Franzisko Altersheim.
Ein Trinkwasserspender steht im ersten Stock rechts den Flur hinunter ganz hinten im Fernsehraum.
Auf dem Rueckweg achte Mensch auf ein riesiges Abendmahlazulejos im linker Hand liegenden Speisesaal!
Im ehemaligen Horta-Tours Reisebuero ist nun eine Galerie mit surrealistisch impressionistischen Bildern, die meistens eine absurde Kugel irgendwo beherbergen.
Dann leckeren Kaese-Kartoffelbrei-Hack-Auflauf mit 1 Getraenk + Galao fuer 5 Euro (Prato do Dia / Menu 6) in der Snack Bar Sabores Sublimes. Dazu ein Dessert zu 1,20 Euro. Der Wirt Joan Manuel Cabral erklaert das, es von Dezember bis Februar fast jeden 3. Tag im Durchschnitt noch staerkeren Sturm hat. (Erst ab 150 km/h spraeche der Azoreaner von starkem Sturm...
Norberto kann ich morgens um 9.00 ansprechen, damit er mir einen Fischer vermittelt. Auserdem ist nch das Horta-Museum zu besichtigen, die Medien zu kontaktien Radsatel und Anhaengertasche zu reparieren, die San Franzisko Kirche zu besichtigen. Zudem kann noch geduscht werden, das Parlamant kontaktiert werden und es kann versucht werden ein Internetsponsoring irgendwo zu erhalten. 2 Flugcoupons sind noch zu organisieren (von denen hier nichts bekannt ist..), Peters Cafe mit Material zu seinem Cafe aus meinen Buechern zu beliefern und fuer den Kopfhoerer sind immer noch Schaumpolster zu besorgen... (ein wenig sei vorweg genommen: Mitte Februar werde ich immer noch in Horta sein, Schaumpolster habe ich bekommen; aber so alt das sie sofort zerbroeseln, wenn sie aus der Packung genommen werden...)
„Also noch genug zu tun fuer ein paar Tage“ schrieb ich damals in mein Tagebuch...
Als ich am Abend zurueck zu meinem Schlafplatz fahre, weht am Ort des nachmittaglichen Infernos nur noch ein laues Lueftchen...
22.20 – Mitternacht erste Schlafphase in der Idylle meiner Muellhalde. Verlassene Haeschen sind meistens vermuellt und erst ab 4 Wochen Aufenthalt lohnt meines erachtens ein Grossreine machen. (im Verlaufe meines Faial Aufenthaltes also einige male...) Vor dem Einschlafen beobachte ich dann noch laengere Zeit, wie meine nasen Fuesse im Lichte von 4 Kerzen verdampfen. Ein richtiges Naturschauspiel wie ein Gewittter! Nun, wie komm ich auf ein Gewitter? In der fruehen Morgenstunde blitzt es 2 mal! Ohnehin gab es auch in der Nacht herrlichen fetten Prassel, den ich beim Ausflug zum Blue Whale geniessen durfte.
Im Blue Whale bin ich dann bis 2 Uhr 30. Das Blue Whale wurde mir als sich in der Rua da Jesus befindlich beschrieben. Dort suchte ich es natuerlich mehrfach vergeblich. , da es sich in einer Parallelstrasse bei den Verdemar Apartments (Buch 1 = 11) befindet. Gegenueber fuehrt eine Treppe in den 1. Stock. Kein Schild. In der Woche Musik/DJ nur mit kleiner Anlage, da den Nachbarn der Laerm am Wochenende reicht. Dann sind die grossen Boxen in Betrieb. Musk-Mix, kein Entritt, Pina Colada 4 Euro, Billard 1 Stunde zu 6 Euro.
14,73 km in 1’10“20, 12,5 Durchschnitt, 53,5 km/h Maximal, 359 Hoehenmeter, 90 m Maximale Hoehe, Durchschnittssteigung 5 %, Maximale Steigung 27 %
Mittwoch 27. Dezember 2006, 10. Tag auf Faial


Wie abwechslungsreich hier das Wetter ist seht Ihr hier recht eindrucksoll
Rechts der Sonnenaufgang neben dem 9 km entfernten Pico, links Prassel, der nur wenige Minuten zuvor Dicktropfig mein Prasseli erreichte. Ich fahre auf meinen Hausberg zur Senhor da Guia um das geile Aprilwetter mit dem naehsten Schauer voll auszukosten. Nun ergiest sich links der naechste Schauer in die Atlantikfluten...
Und dies vor der Kulisse der nun aufgeggangenen Sonnne... Herrlich! Dann beruhigt sich das Wetter wieder. Auf anraten von Peter werde ich nach 10 Tagen ohne Zelt nun bei der Wirtschaftsbehoerde (Inspecto Economia) vorstellig. Bruno, Inspector des Verbraucherschutz kuemmert sich um die Sache. Ein anwesender Kollege (Roberto) erzaehlt, das er an einem Wettbewerb in Garmisch Patenkirchen teilnahm .

Um 15.00 sehe ich dann im Teatro Faialense „Polarexpress“ – eine Achterbahnfahrt rund um Weihnachten. Eintritt frei, wie bei allen Weihnachts/Neujahrsveranstaltungen.
Statt bei Peter speise ich heute beim Imbiss an der Uferpromenade und im Sportlerheim, wo ich dann auch eine warme Dusche kriege, nachdemm jemand den richtigen Hebel umgelegt hat, als ich mich ob des kalten Wassers schon wieder am anziehen war.
In Michael Bussmanns „Azoren Ammanch“ lese ich, das hier meistens die Sose beim Essen fehlt. In Horta zumindest konnte ich diese Erfahrung bislang nicht machen. Immer wenn ich eine Sosse erwartet habe, war sie dabei.
Obwohl ich heute nicht bei Peter gegessen oder getrunken hatte, bekomme ich dort ein Probiertellerchen „Bras Codfish“bzw „Bacalhai a BRAS“ –zerbroeselt zubereiteter Kabeljau. 4 h Schlaf. Tanzen im Insonia.
Ich glaub das ist der junge Mann der am 23.12. mit mir schlafen wollte.
Eine Frau erzaehlt mir, das Sie mich beim RTP gesehen haette, sie auch etwas gegen Faschismus habe und kuesst mich spontan, was ich erwiedere. Sie tanzt ein, 2 Stuecke mit einem leeren Glas vor mir und geht dann zur Bar. Vermutlich wollte Sie auf einen Drink eingeladen werden, was aber nicht meine Art ist. Auch moechte ich nicht gemocht werden, weil ich moeglicherweise in den Augen eines Gegenueber „prominent“ bin. Ein anderer ist erstaunt einen „verrueckten“ Deutschen mit bunter Hose „kennen“ gelernt zu haben, da er alle anderen Deutschen als „staight“ – also gradlienig /steif kennt bzw Deutsche diesen Ruf haben.
Kurzfristig ist meine Stimmung natuerlich down, als eine Frau praktischer Weise mein angetrunkenes Glas Bacardi-Lemon runter schmeist. Das ist fuer mich, als wenn man mir 2,50 Euro klaut. Die muss ich mir nun ggf wieder organisieren (oder auch nicht)...
19,81 km in 1’27“39, 13,5 Durchschnitt, 39 km/h Maximal, 253 Hoehenmeter, 48 m Maximale Hoehe, Durchschnittssteigung 4 %, Maximale Steigung 17 %





