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Montag, 17. März 2008

Auch negatives gibt es zu berichten...


Montag 17.03.2008 27. Tag / 21. Tag in Türkei

Dieser Eintrag wurde gesponsert von Yakida Cafe ABANA, Beyazsaray (nähe Moschee)

Da ich ein Gewissensproblem habe Staaten Geld zu geben für AUtobahnbau und Militär bin ich derzeit in Deutschland angeklagt, weil der Staat glaubt, nicht genug Geld von mir eingeheimst zu haben.

Unten dokumentiere ich meine Stellungnahme an das zuständige Gericht.

Im Zusammenhang mit Strafverfolgung fällt mir noch ein, das die ganzen Rechtsradikalen in Deutschland dazu verurteilt werden sollten, das zu erleben, was ich gerade ausgiebig erlebe: Gastfreundschaft in der Türkei. Wäre hier Musik möglich (NEUE FUNKTION GOOGEL...) würde nun BAP Nippes Ehrefeld un Kreuzberg ertönen.


Sehr geehrte Damen und Herren

Amtsgericht Hamburg
Sievekingplatz 3
Strafjustizgebäude
20355 Hamburg

AZ 255-163/07

Sie möchten über mich richten da ich ein ach so böser Mensch bin. Daran kann ich Sie nicht hindern. Ich bin als Radnomade (= Obdachlos) in der Welt unterwegs und werde keinem Staat dieser Welt Steuern geben wenn irgendwie vermeidbar, da ich Menschen ablehne die über andere bestimmen möchten. Bedenken Sie das auch in Teutschland die grösste Partei die NICHTWÄHLER sind! Sie also gar keine Legitimation haben!

Ich achte peinlich genau darauf, das ich im Jahr NIE über 8000 € umsetze um nicht unter die Steuerpflicht zu fallen. In meinem beim Amtsgericht (Nachlassgericht) hinterlegten TESTAMENT ist genau verfügt, das mein ges. Vermögen -so vorhanden- an Menschen geht, die vom Kapitalismus nicht profitieren. Unterstützt werden Trink-Wasserprojekte (Quelleinfassungen) in Afrika. Jeder Euro mehr rettet so einem Menschen das Leben! Auserdem wird die Ausbreitung von Malaria verhindert. Wünschen Sie mehr Informationen senden Sie mir eine Mail an hamburgerinformationsradio@googlemail.com mit Ihren Fragen.

Ferner erhält hiermit Steffen Heidel eine Vollmacht Ihnen das Testament zugänglich zu machen falls Ihnen dies tatsächlich nicht anderweitig möglich ist.

Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren Reiche zu unterstützen! (Jede/r in Deutschland ist Reich im Vergleich mit den Menschen, die - wie die meisten - nur 1 USD am Tag zur Verfügung haben!)

Erst recht kann ich den Bau von AUtobahnen und Ausgaben für Militär nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Ich bin totaler Kriegsdienstverweigerer und war für meine Überzeugung auch bereits über ein halbes Jahr im Knast (zusammen mit Verurteilungen wegen Siztblockaden in Unser MUT muss LANGEN bevor es eine Generalamnstie für diese Blockierer gab.

Denken Sie das meine Gedanken so verwerflich sind das Sie mich im Gefängnis sehen wollen trage ich Ihre Sanktionen mit Würde obgleich ich aus psychischen Gründen HAFTUNFÄHIG und eingeschränkt Schuldfähig bin.

Eine Geldstrafe wäre Sinnlos, da ich diese MIT SICHERHEIT nicht zahlen würde.

Wünschen Sie mich zu betrafen, bitte ich um Sozialstunden in einer SINNVOLLEN Einrichtung. Ab Anfang Oktober leiste ich die dann gerne ab zwischen 12 Uhr Mittags und 3.00 morgens, da ich zu anderen Zeiten nicht Leistungsfähig bin.

Sollte Ihr Bestrafungsbegehren auf Glühbirnenverstoss zurückzuführen sein bitte ich Sinngemäss genauso zu verfahren! Hierzu erkläre ich, das ich niemanden gefährde wenn ich mit dem Rad bei einer Lichtzeichenanlage wenige Milisekunden vor dem Grün losfahre, da ich die Ampelschaltung GENAU kenne und somit dann aufgrund langsamerer Fahrt wie beim AUto zur gleichen Zeit mit dem bei Grün startendem Auto am Fahrbahnrand der Querstrasse bin.

Und auch für den Fall das Sie mich wegen Falschaussage verfolgen bitte ich, wie oben zu verfahren und erkläre, das mir bei der ÖRA gesagt wurde das es auf das DERZEITIGE Einkommen und NICHT auf das Vermögen ankomme!

Holger Halfmann



Im nächsten Ort geh ich Einkaufen, was mit Spickzettel auf dem ein paar deutsche Worte mit zugehöriger türkischer Übersetzung stehen recht aufwendig ist. Alten Käse scheint es nur in Istanbul zu geben. GEWÜRZMISCHUNG angeblich auch nicht! Doch dann entdecke ich gleich 3 ähnlich aussehende in einem Regal in der Nähe... Fehlen noch Knoblauch und Zucker. Knoblauch erscheint im Gegensatz zum in Deutschland gepflegtem Vorurteil das Türken nach Knoblauch .... würden, UNBEKANNT!

Zucker ist das schwerste, was will ich mit ner Riesentüte auf dem Bike? Dann kommt leider der Geschäftsinhaber dazu und es ist 360 Grad Kehre! ICH WERDE RAUSGESCHMISSEN! Kann sograde noch 10 Lira zahlen. Der hätte fast Gewalt angewendet, hätten ihn nicht umstehende zurückgehalten! Der klassische Kapitalist. Es kann nicht schnell genug gehen. Time is Cash!

Somit das 2. Negativerlebniss an der Schwarzmeerküste auf das freilich hunderte positive kommmen!!!

Ich frage dann eine Hausfrau. Sie verweist mich erst auf den Laden zurück. Nein Danke! Dann will Sie helfen: Doch leider nur Würfelzucker...

Beim Wäsche waschen dann die Überraschung: NOCH EIN EINZELRADLER!! Der 23 Jahre junge Franzose bikte schon im Januar in Frankreich los über die Alpen im Schnnee mit Ziel Moldavia (über China).

Wir fahren ein Stück zusammen während ich sein Bäumchen bestaune das er für einen Freund am Ziel pflanzen will und die ganze Zeıt auf dem Gepäckträger ausführt...
Unterwegs macht ein Iraner noch ein Bild und zahlt dafür eine Lira. Nach INEBOLU lädt mich ein AUtofahrer zu Saft und Sesamkringel ein..

Heute klappt es erstmals nicht mit dem kostenlosen Joghurt als ich einen Auslieferungswagen von Miliko finde. Nicht mal 5 cent Rabatt krieg ich. Verhandlungen sind oft ZWECKLOS!


Bis ABANA komme ich - Zeit für Internet nach ca 58 km. Keine weiteren Angaben da der VDO MC1.0 mal wieder resettete nachdem die Temperatur von 24 Grad auf 14 zurückging und ich so blöd war die rechte Taste bedienen zu wollen. Meine letzten 2,70 Lira für heute (statt 3,50) infestiere ich in Pide. Bei der Moschee sei der Patron um 20 Uhr da - doch da is gar niemand mehr..

Freitag, 7. März 2008

Tagebuch, Packen und Wachen nach 3 Stunden Schlaf. Auch ein Loenly Planet Türkei liegt rum. Mit etwas mehr Miteinander/Organisation wäre der gestrige Tag schon komplett online. Während die 3 anderen Laptopnutzer schlafen hätte ich hier wunderbar einen davon per existierendem WLAN nutzen können… Schade!

(gibt´s ne Firma die einen Laptop sponsern will? – Bitte Mail an hamburgerinformationsradio@googlemail.com)

Bremse hinten justieren + 1 Bremsgummi austauchen. Als ich mit dem Rad aufladen PÜNKTLICH fertig bin fehlt meine metallische Radflasche. Sie taucht auch nie mehr auf..

Statt Gruppenfoto bei der blauen Moschee fahre ich auf kürzerem Weg zur Fähre voraus um zu versuchen für die Gruppe ein Sponsoring oder wenigstens einen Discount für die Überfahrt nach Asien zu organisieren. Dies ist nötig, da die lokalen Politiker leider keine der beiden Bosporus Brücken für uns freigegeben haben. Leider gelingt mir dies bei der staatlichen Gesellschaft nicht, obwohl wir nur EINEN Weg der Bosporus RUNDFAHRT wahrnehmen. Ein Manager bemüht sich zwar redlich, beißt bei der Zentrale aber auf Granit. Tage vorher musss so was – wie so oft- arrangiert werden. Aber da wussten wir noch nicht von der Unmöglichkeit, tatsächlich GANZ per Rad durch Istanbul zu fahren. Unpraktisch ist auch immer, wenn nicht direkt mit dem ENTSCHEIDUNGSTRÄGER verhandelt werden kann.








Auf dem Boot kann Tee zu 50 cent (= 60 € cent) und Kaffee mit Milchpulver zu 1 Lira (=1,15 €) gekauft werden von einem herumgehenden Pagen. SEHR viele deutsche Touristen.




















Radläden gibt es kaum. Einen modernen wie bei uns habe ich bisher noch GAR KEINEN gesehen!

Wir fahren zusammen los, verlieren aber unterwegs eine Teilgruppe, so das 2 Gruppen verschiedene Routen fahren. Es gibt halt keine Regel, das Mensch sich ab und an umsieht und wartet falls der Hintermann nicht mehr zu sehen ist..

Nach der Mittagspause nach vermeintlich halber Strecke (es werden am Abend 16 km mehr sein..) fahre ich zwischen beiden Gruppen, so das diese Videos und Bilder entstehen können:






Auf den letzten km passieren dann 2 Unfälle: Carlotta kommt durch eine Längsrille zu Fall. Wäre ein überholender LKW langsamer gewesen, wäre Sie möglicherweise nicht mehr am Leben. Da sie aber auch ein magisches Auge hatte kommt sie ohne Verletzungen davon. Nur ein Loch in der Hose- Niole aber zog sich einen Fingerbruch zu, bei einem Sturz, da sie das fahren ohne Gepäck vorne nicht mehr gewohnt war. 2 weitere Teilnehmer sind angeschlagen (Fuß/Magen).

Wegen dem ersten Unfall fahre ich zurück. Auf dem Rückweg davon bricht meine 4. Speiche auf der Tour. Zum Glück an der Nabe, so das ich die sicherheitshalber von Peter ausgeliehene Pumpe nicht brauche. Wir schlafen im Stadtpark am oberen Rand der Stadt. In der Nähe des Hospitals. Viele unnötige Markierungen diesmal – aber die nötige zum ABBIEGEN übersah ich..







87,21 km in 6 Stunden 02´03

Leider muss ich auf die Daten eines Konkurenzprodukts meines Sponsors VDO zurückgreifen, da mein MC 1.0 sich von aleine auf Meilen umgestellt hat und immer weniger auf Tastendruck reagiert. Dabei ist die Anzeige klar und deutlich zu erkennen – also kein Batterieproblem. Trotzdem habe ich es mal ohne positives Ergebnis mit einer neuen Batterie probiert.

Insgesamt müssten es nun 1113 km und 9700 Höhenmeter sein.

Samstag, 1. März 2008

Eier braten im Restaurant durch den Gast...


















01.03.2008 11. Tag / 5. Tag in Türkei

6 Uhr 35

Nach nicht mal 5 Stunden ist´s wieder vorbei mit Schlaf... Anscheinend aber muss ich meinen Schlafbedarf auch auf 5-12 Stunden korrigieren. Denn nach dem letzten mal mit 5 Stunden sehnte ich mich nicht mal nach einem Mittagsschlaf... Also probiere ich es einfach mal aus ohne abzuspritzen (dann kann man wieder gut schlafen in der Rege..) aufzustehen...

Meine sexuellen Phantasien aber beschäftıgen mich öfters: Ich träume von einer freien Liebe Welt: Damit meine ich nun nicht wie es sich nun sicher viele sofort in den falschen Hals vorstellend denken, das jeder jeden oder jede ungefragt ficken darf, sondern nur einfach zärtlich anfassen darf. Ich würde dies sicher von 80 Prozent der Menschen akzeptieren, wenn dies einfach passiert - ob mit oder ohne Worte. Völlig spontan aus jeder Situation heraus. Umgekehrt verspüre ich dieses Bedürfnis nur bei 10 - 20 Prozent der Menschen.

Wobei dies auch altersabhängig ist: Menschen unter 30 machen mich tendenziell eher zu 30 Prozent an, während Ältere mich mit zunehmendem Alter immer weniger interessieren.

Ob diese Phantasien andere mit mir teilen und wie diese mit Ihren Phantasien umgehen, würde mich brennend interessieren. Ich selber berühre andere aus Angst vor einer auch weiterreichenden Abfuhr nur sehr selten. Dann mit vorgeschobenem Grund zum Beispiel aus Zufall beim Tanzen am Oberarm oder etwa um das Wort Zärtlichkeit zu erklären, wenn es sich im Gespräch ergibt. Gerade bei Frauen bin ich vorsichtig, da ich mir denke, das diese besonders reserviert reagieren, völlig eingeschnappt wären. Es wäre in der Praxis durchaus denkbar, das so was mit Ausschlus aus einer Gruppe mit dem wollen wir nichts zu tun haben oder sogar einer Vergewaltigungsanzeige oder Vorwurf enden würde.
Auch wenn ich jede Abfuhr natürlich mit sofortigem Unterlassen beantworten würde, kann ich mir vorstellen das 50 Prozent der Angefassten, es mir fortlaufend übel nehmen würden. Viele würden mir dann generell ablehnend gegenübertreten. Für ımmer vieleicht da mit einigen kein Gespräch mehr möglich wäre. Ihr glaubt gar nicht wie empfindlich manche Menschen sind..

Es wäre so einfach in meiner Phantasie: Alle Menschen hätten eine imaginäre Fahne, die - ähnlich des Schwarzwälder Dollenhuts oder Gay Armbändern / Schleifen - ihre Bereitschaft unaufgefordert Zärtlichkeit zu empfangen anzeigen würde. Eine Zusatzfahne würde dann anzeigen ob Sie auch aktiv bereit sind Zärtlichkeit spontan zu geben...

Genauso interessant fände ich es, wenn eine andere Fahne zeigt, wieviel Geld und Sachvermögen jede/r hat. Einfach aus Neugier, denn solche Anzeigen liesen einen jeden selber einschätzen, wie erfolgreich er selber sein bisheriges Leben gemanagt hat.

Einen Sicherheitsaspekt gäbe es in meiner Traumwelt nicht, denn Diebstahl, Habgier und Neid hätten in meiner Traumwelt keinen Platz!

Aber egal, wenn sich die Gelegenheit bietet, werde ich (was dann in Istanbul passierte..) mit jemandem über meine Phantasien sprechen. Würde ich schon deswegen ausgeschlossen oder schief angesehen, wäre es ohnehin nicht meine Gruppe.

Abgesehen von der Wüstendurchquerung, derer ich mir alleine nicht sicher bin, wenn es tatsächlich auf über 100 km kein Wasser gibt, werde ich es auch alleine schaffen.

An der Fähre gestern Abend hätte ich auch wieder einen Hinweis der Tour erwartet. Doch nichts gesehen. Es wäre so einfach gewesen dem Sicherheitspersonal oder dem Ticketcounter eine Nachricht zu hinterlassen. Wie immer hab ich umsonst gefragt. Niemensch kommt auf diese doch so nahe liegende Idee...

Es passiert so viel (Musik: BAP Vill passiert..) das ich einiges vergesse, wenn ich nur am Schlafplatz Tagebuch schreibe:

1. Wohl einige Bilder verloren, da ich alle Seitenverkehrten im Internetcafe in ASSOS vom Betreiber bearbeiten lies und dieser selbige wohl nicht auf die Kamera gespeichert hat. Die des Tages sind wenigstens Online, aber bei den von anderen Tagen ist auf meiner Kamera nun einfach das vorrausgegangene oder folgende Bild mehrfach da... (statt dem gedrehten Bild..)

2. Gestern 2 Lira gespart: Einmal bekam ich einen gespendet von einem Autofahrer, den ich nach dem Weg fragte. Auch hier waren meine Buttons wieder Mittel zum Zweck, da ich diese anbot, aber ohne einen zu verkaufen die Spende bekam. Noch besser! Auf der Fähre dann wurde ich nicht nach Ticket oder Geld gefragt...

Etwa 1 Stunde nun am morgen Tagebuch geschrieben (genausolange dauert das abtippen nochmal immer, weswegen mich eben auch Spenden freuen würden für meine Arbeit statt Sie nur asozial einzusaugen.. - Kontakt dafür hamburgerinformationsradio@googlemail.com...)

Etwa 10 Uhr komm ich so heute erst los. nachdem ich 2 Gruppenteilnehmer getroffen habe. Der Deutsch Finne war gestern Abend auch nicht mit der Situation zu frieden, das es keinerlei Nachricht gab an keiner Seite der Fähre. Und das obwohl die Gruppe nicht nur mich, sondern auch ihn hätte vermissen müssen. Mindestens! Wer sonst noch evt auch fehlte weiß ich ja nicht..

Heute scheint die Route nur unter 70 km zu sein und die Gruppe will einen Kriegsschauplatz aus dem ersten Weltkrieg besichtigen (was mir weniger in den Kopf will und MICH nicht die Bohne interessiert..) Nun kommt das Militär -neben dem ich bestens beschützt (?) kampierte- auch noch auf mich zu, um mich freundlich aber bestimmt zum Gehen aufzufordern. Nicht nötig, da ich ja ohnehin fast fertig bin. Eine Art General bemühte sich zu mir begleitet von einem Wehrdienstleistenden für die Übersetzung. Ich erkläre, das ich Militär ablehne. Trotzdem geb ich meine Hand, da ich jeden natürlich als MENSCH akzeptiere.

Mit Hinweis auf den Ranghohen hinter ihm verweigert mir der Wehrdienstleistende leider die Auskunft auf meine Frage nach der Situation der Totalverweigerer in der Türkei.

Auf dem halben Weg nach GELIHOLU findet sich ein Restaurant auf der rechten Seite in dem auch mit Euro bezahlt werden kann (habe halt durch Spenden noch ein paar Münzen über, die in offiziellen Wechselstuben nicht angenommen werden.). Statt 2 Lira zahle ich 1 Euro und spare so auch noch. Der Brasilianische Besitzer hat auch nach Deutschland Kontakte. Meine 3 Eier kann ich sogar -wie im IRAN- selber braten wie ich es mag (leicht gerührt und dabei gesalzen und gepfeffert wie es niemals im Restaurant gemacht wird, denn da gibt es sonst nur Spiegel ODER ganz verrührte Eier, die dann nur auf der Oberfläche gewürzt werden können auf dem Teller, was ein Unterschied ist)

Als ich fertig bin kommt ein Teil der Gruppe mit Sigitas an. Wir unterhalten uns über seine und meine vorausgegangenen Raderfahrungen. So kam Sigitas erst durch den GMPR zum Langstreckenradeln - damals meine 5. längere Tour.

Die anderen bestellen Essen / Bier für fast 7 Euro (Fleisch kostet halt..) während ich vom Nachbartisch inspieriert meine 2. Eiportion diesmal mit Schafskäse gemacht vom Chef des Hauses + 1 statt 4 Köfte bestelle - So komme ich incl. Cranberryschorle mit umgerechnet 6 Euro die aus einem Mix von Euro und Lira bestanden, von dem ich mein Euro Kleingeld wieder kriege, davon.. (Dieses kann ich vor Istanbul dann noch in was süsses umwandeln..)

In GELIHOLU organisiere ich mir wieder Internet umsonst und lade meine Akus weiter. Dann stürzt der PC ab -alles getippte weg- und der Chef meint das dies an meinen Akuladegeräten (von denen eines 7 Watt Leistung zieht...) läge. Völliger Quark natürlich, denn ein PC hat 100 mal soviel Leistung mit Monitor - und deren gibt es hier 27 Stück + 8 Fernseher!

Überall auf der Welt gibt es diese Menschen die eine völlig falsche Vorstellung dessen haben was wie viel Strom verbraucht! Dazu kann ich mich an dem mir nun zugewiesenen PC nicht mehr einloggen in mein Weblog und dazu wiederholte Abstürze bei mehreren Fenstern oder Reitern. So gebe ich meine Technik 2 Häuser weiter rechts zum aufladen, wo es kein Problem ist -sieht halt monströs aus meine Verteileranlage für verschiedene Ladegeräte - aber auf die Leistung kommt es an und die liegt bei etwa 25 Watt! (wenn alle Geräte in Betrieb wären, heute waren dies aber nur 2...)

Den Tagebucheintrag sende ich Peter damit er ihn vieleicht online stellt so es seine Reisevorbereitungen (IMMER STRESS!!) zulassen...

Auch einer der beiden poln. Fahrer kommt noch rein und Sigats höchstperöhnlich - dachte die sind schon im Camp...

Vom Internetkaffee Betreiber gibt es noch einen Tee zum Abschied.

Bei der Beschreibung zum heutigen Schlafplatz nun fehlte leider die Angabe, ob bei der Strassenteilung nach dem Abzweig bei der Shell-Tankstelle nach rechts am nächsten Abzweig geradeaus (logisch) oder wieder leicht rechts gefahren werden soll.

Geradeaus war dann falsch, obgleich die für die Markierung Verantwortlich zeichnenden Fahrer am nächsten Morgen auch noch behaupten - No Sign = Geradeaus. (Geradeaus bin ich gefahren hätte aber nach links abbiegen sollen - woher BITTE hätte ich das wissen sollen?? Mein Fehler - wie mir Monika in Istanbul vorwerfen wird???

OK, ich habe die Strasse auch nicht genau abgesucht da es in der mündlichen Beschreibung des Fahrers nach geradeaus einfach bis zum Wasser klang - richtig gewesen wäre aber Vor Tanke links (richtig übermittelt) dann nach wenigen Metern leicht RECHTS (fehlte als Info!!) und bis zum Strand und da rechts (Info rechts fehlte!) auf ein Privatgelände.

Egal oder sogar praktisch - wenn für die Zukunft daraus gelernt wird und Fehler nicht NUR bei mir gesucht werden - denn so finde ich am Meer einen Windgeschützten Raum in dem sogar alle eng zusammen liegend - Gepäck auf den Tisch getürmt - Platz gefunden hätten. Allemal einem Zelt vorzuziehen in dieser Sturmnacht!

Mit Rückenwind und ohne ein Stück zurückfahren zu müssen wäre der Durchschnitt heute bei traumhaften 21,2 - 22 km/h gewesen...
So sınd es nur 20,9. Heute wären also auch 200 km möglich gewesen...

Mit eıner Maximalgeschwindigkeit von 57,9 km/h waren es so 70,65 km in nur 3 h 21 '' 31 (zusammen = 713 km) Immerhin 450 Höhenmeter waren es heute doch. (max = 105 m) 2 % Durchschnittssteigung, 7 % Maxımale Steigung. (5830 HM bislang)

21.23 Lesen oder Schlafen? Erstmal Schlafen! Knapp 3 Stunden bis mich Knabbergeräusche wecken. Ich tippe auf Maus oder Ratte. Zu sehen ist nichts. Also nun erstmal Lesen.

In einem sehr spärlich eingerichteten Tourismusbüro unterwegs hatte ich mir Broschüren über die Marmara Region die wir gerade bereisen besorgt und zum Mittagessen auf den Tisch gelegt zum Ansehen. Leider bekam ich nur eine zurück. Daraus bastel ich nun einen Brief für die daheim gebliebenen Untermieter.