Posts mit dem Label Sponsoren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sponsoren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 6. März 2012

Bürokratie

Nun bin ich nach 3 Monaten tatsächlich fertig mit meiner Inselerkundung. 4158 Bilder und kurze Filmchen hab ich gemacht. Soviel wie noch nie auf irgend einer Reise. Deswegen habe ich versucht offizielle Stellen davon zu überzeugen, das es sinnvoll wäre, damit eine Werbeseite für diese wunderschöne einmalige Insel zu erstellen. Bei der Camara Municipal ist man zwar intressiert, aber nicht in der Lage, die nötige Infrastruktur zu stellen. Bürokratie ist wie immer wichtiger. Ich könnte ja auf Regierungsdaten zugreifen, was absolut nicht mein Intresse ist. Gehör fand ich allerdings bei dem Abgeordneten der PSD Mark Marques. Er stellt mir einen Laptop zur Verfügung, mit dem ich bei den Bombeiros in den kommenden Wochen eine Webseite mit den Bildern erstellen kann.

Ich kreiere 2 Startseiten (deutsch, portugisisch) die dann auf die Facebook-Seite "Sao Jorge" führen, wo ich in 93 Ordnern (respektive 93 Tage) die Bilder präsentieren möchte.

Bis es so weit ist findet Ihr die Bilder hier: (Auswahl, bin am hochladen):

http://img4web.com/g/2CDQ
http://img4web.com/g/ZSUW6
http://img4web.com/g/R2CNN
http://img4web.com/g/98BJ9
http://img4web.com/g/SUXZ9
http://img4web.com/g/QCKB9
http://img4web.com/g/UZWQ7
http://img4web.com/g/MU13H
http://img4web.com/g/Q217E
http://img4web.com/g/8ZCT4

Dazu meine Videos auf http://www.youtube.com/user/Struffel20357/videos (teilweise kann ich mit 2 Lap-Tops hochladen..)

Durch Mark habe ich auch gelernt, das 31.500 Haushalte (ein Drittel der Azoren), mit weniger als 540 € im Monat auskommen müssen. Sie leben also unterhalb der Armutsgrenze. Ich freilich kann damit fast 3 Monate gut leben! Und als Arm kann ich mich nicht bezeichnen, wenn ich meinen Kontostand ansehe. Freilich ist der auch nur so hoch, das ich zu den Reichen gehöre, WEGEN meines Lebensstils "KEIN AUTO, KEINE WOHNUNG, KEINE HOTELÜBERNACHTUNGEN, GENAU AUF's Geld schauen". Und das alles ist auch in dem Kontext zu sehen, das ich das mache um angestrebte 100.000 Menschenleben zu retten. Vieleicht auch mehr, wenn ich nicht zu alt werde.

Mittwoch, 22. April 2009

Neues Rad ab 27.06.2009 - eins mehr wie bisher..


Ab Ende Juni werde ich mit einem Mungo unterwegs sein - zumindest auf Touren. Die nächste geht vom 4.12. - 17.03. wieder auf die Azoren.

Das Mungo ist konzipiert von THOMAS SEIDE der sein Hobby zum Beruf gemacht hat. (http://www.steintrikes.at/) Es ist in so fern etwas besonderes, da es keine Taiwan Massenware ist. Thomas vertreibt seine Trikes im deutschsprachigen Raum AUSSCHLIEßLICH persönlich.

Dazu ein Zitat aus einem Forum, das ich bestätigen kann: "also was ich so über den guten Thomas lese, erstaunt mich schon, langsam glaub ich, da hat einer sein Hobby zum Beruf gemacht. Und mächtig Spaß dabei! Und mit was für einer Energie, unglaublich, hier ne Messe, dann wieder Kunden (Wir, Ihr,), dann Rahmen abholen und zusammenbauen, noch ne Messe, am anderen Ende Deutschlands, noch Mails und Foren beantworten, Hut ab!! "

Ich kann es nicht lassen - noch ein Zitat: "ich geb Dir vollkommen recht, für mich baut der die Räder nicht einfach, der Mensch lebt Liegeräder. Wenn einer was von Liegerädern versteht,......."

So sieht das Mungo aus - meines wird allerdings keine Schutzbleche (da setzt sich Schlamm so geil fest) und Rückspiegel (konnte bislang auch ohne leben) haben, aber dafür einen Gepäckträger.. (Gelb = alle beweglichen Teile)



Ich werde es zum Sommerfest in Gänserndorf (bei Wien) abholen und persönlich nach Hamburg fahren, so das kein Benzin dafür nötig ist.

Dienstag, 17. Juni 2008

Blog ist nicht 55 cent wert?

Dienstag 17.06.2008 / 118. Tag von 215 / 16. Tag in China



Der erste Absatz gilt natürlich NICHT für die Leute, die meinen Blog gekauft haben!

Mittlerweile 55 cent investiert für diesen Blog. Wer spendet die? Oder würdet Ihr auch umsonst Blog schreiben bei Tag und Nacht Temperaturen von 32 – 50 Grad? Nein? Könntest DU dann nicht so solidarisch sein und den Minnibetrag von 55 cent spenden? Wiso? Du kannst diesen Blog nur Lesen, da jemand anderes (ich) ihn ohne Zeitberechnung auf geschrieben hat. Die 55 cent nach denen ich DICH – ja genau DICH – frage, sind nur die Kosten für 1 x Internet unterwegs und die Softballpen-Miene um alles zu notieren. Wieso gerade Du mir jetzt eine Mail senden solltest um die Kontonummer zu erfahren? Ganz einfach: Wenn ich merke, das ich alles völlig umsonst schreibe, es keinem einzigen Menschen in der Welt auch nur 55 cent wert ist, dann höre ich auf zu schreiben und ihr erfahrt nicht, wie diese Reise endet und wo die nächste hingeht. Wenn Du aber nun eine Mail an mich mit dem Betreff CHINA sendet und auf das dann Dir genannte Bankkonto 55 cent (oder mehr wenn Du magst) überweist, dann sehe ich, das Interesse besteht und mache weiter!

Nun zu heute: Die Nacht brachte 2 Regen/Sand-Stürme – nix zum wirklich naß werden, aber Sie ließen mich das Zelt aufbauen um es gleich wieder abzubauen denn Temperaturen über 30 Grad sind im Zelt ohne jegliche Luftbewegung einfach nicht auszuhalten. Lieber die Plane mit Heringen gegen Sturm sichern und bei dessen Höhepunkt kurz über Deine Sachen und Dich ziehen. Der Regen und Wind bringt dann die nötige Kühle.

7 Uhr 52: 37 Grad. Lange habe ich mein weggeblasen geglaubtes usbekisches Prachthaarband gesucht und dann doch bei meinen Sachen gefunden…

Die Schönheit der Landschaft manifestiert sich in Formen und Farben. Auf dem Ocker der Hügel setzen schwarze Steine Akzente und in Mulden ist teils weißes Sediment drüber gepudert.. Rinnen gibt es hier nur ansatzweise, was bedeutet, das es hier in den letzten 1000 Jahren kaum mal einen Regen gegeben hat, der ausreichend gewesen wäre um das Wasser die Hügel herunter laufen zu lassen. Halt meist nur so wie in der Nacht, wenn es überhaupt mal zu Niederschlag kommt, der sich nicht vor erreichen des Bodens wieder verflüchtigt hat.

In den Hügel, der sich gegenüber der Zufahrt zu meinem Schlafplatz befindet, wurde ein Labyrinth von Gängen gehauen. Dahinter bildet die Flußoase, dessen Wasser von bis in den Juni Schnee bedeckten Bergen gespeist wird, den Kontrast. Wieder dahinter passen sich aus demselben Material wie die Hügel gebaute luftdurchlässige Warenspeicher in die Landschaft ein. Hier macht sich der Mensch die im nassen Zustand leicht zu verarbeitende Konsistenz des Bodenmaterials zu nutzen. Getrocknet wird es wieder fest wie Stein. Durch das weglassen jeden 2. Steins wird eine hohe kühlende Wirkung erreicht. So kann der Wind hindurchstreichen. Das macht bis zu 10 Grad Temperaturunterschied aus!

Ein Melonenpritschenwagen überholt, hält an und schenkt mir eine Zuckermelone. An einem Melonenstand bekomme ich weitere Schiffe dieser Frucht geschenkt. Gelb und mit vielen Rippen auf der Haut ist sie am süßesten.

Ein Stück weiter erblickt Mensch etwas, das von der Straße wie Erdbunker aussieht. Es sind halb in die Erde gegrabene Gewächshäuser für die Bohnenzucht. Genau da – nach nicht mal 10 km und noch innerhalb des ersten Tages des China-Schlauch-Lebens – das erste Loch ohne jeglichen Grund. Einmal abgesehen von der mangelnden Qualität aller Non-Food-China-Kleinprodukten – einschließlich Taiwan! So hab ich um 17 Uhr gerade mal 16,77 Tages-km!

Schuld am Tages-Durchschnitt unter 10 ist allerdings auch der Seitensturm, der das Rad bei jeder Überholkarre 1 m Richtung Tod versetzt, der unweigerlich eintritt, wenn sich 2 Trucks ungebremst genau bei mir begegnen würden. Los ging der Sturm nach 2 Windhosen in der vegetationslosen Wüste, mit einem Sandsturm beim Schlauchflicken. Selbst das Flickzeug saust durch die Luft. Ein Kind schenkt mir einen Beijing 2008 Wimpel, der gleich angenäht wird, während die süßen Kids zusehen. (er ist dann noch lange Zeit am Rad..)

Ich hatte heute auch noch einen Busfahrer gefragt, was es nach SHANSHAN kostet: Verweigerung. Vermutlich, weil die Busklappe geöffnet werden müsste, was ja unnötige Arbeit macht. Genau das ist auch immer das, was die Pritschenwagen oder LKW-Fahrer wollen: Lieber sich einen Bruch heben statt es einfach und gesundheitsschonend zu machen. Manch einer glaubt sogar, das Rad wäre so leicht, das ich es alleine verladen könne. Wird die Klappe nicht geöffnet verzichte ich – so auch gestern bei der Pyramide!

Dann wird es aber UNMÖGLICH weiter zu fahren, als die Straße etwas dreht. Das Rad springt bereits im Stand zur Seite, wenn ein LKW vorbei donnert. Doch der erste Bus, der nach einiger Zeit vorbeikommt nimmt mich mit durch den Sandsturm, obwohl das Rad nicht unten rein passt und alle aussteigenden über einen Sitz klettern müssen und das hoch schalten nach jedem Stopp, nur so gerade geht, weil mein Rad vorn im mit dem Hinterrad im Gang und dem Vorderrad im Einstiegsraum, steht..

Im Restaurant am Busbahnhof von SHANSHAN sehe ich dann ausnahmsweise mal etwas, was ich kenne: TOFU Aber ich muss lernen. Was ich sehe ist dann auch alle… In einem anderen Restaurant krieg ich dann doch noch etwas zu Essen. Internet nebenan – doch der Zugang wird mir erst verweigert. Nach einem Telefonat geht´s doch. Allerdings kontrolliert die Polizei wieder den Paß und meine Webseite geht nicht. Auch die Ersatzseite für die Landheimseite wurde am 1.5.08 abgeschaltet. Ich lass mir noch über Googel Translation erklären, wo ich die Antenne meines Radios anlöten lassen kann. Doch dann laß ich mich von Gott lenken. Anders kann ich mein Verhalten nicht nachvollziehen. Am Mittag fährt der einzige Bus nach HAMI. Doch ich fahre noch raus aus der Stadt, (wobei Polizei nochmals kontrolliert) um ein 2. x im Weinberg zu schlafen nach 29,73 km um 1 Uhr 22.

9,9 Durchschnitt in 3 Stunden 00´10 und 17, 5 Max
265 Höhenmeter max 706 m – Schlafplatz auf 700 m
2 % Durchschnittssteigung mit 6 % Maximal

3.714,58 km seit Tiflis per Rad mit ca 24.533 Höhenmeter.


Insgesamt ca 6403,09 km mit ca 48.336 Höhenmeter + ca. 536 km per Truck + ca 180 per MFG + 1266,45 km per Bus

Gesamt-Reise km: 8.385 von Athen

Dienstag, 6. Mai 2008

Dokumetation einer Mail an TNT

Da sich TNT ausser stande sieht eine Ersatzteilsendung an mich auszuliefern sende ich folgende Mail an TNT:

DHL nimmt Sendungen an seinen Niederlassungen an. Da ich nicht weiss wie lange Sie für die Zustellung brauchen (Sie aber) UND Sie unseren Tourplan haben teilen SIE mir bitte mit, wann ich die Sendung an welcher Adresse endlich in Empfang nehmen darf!

Ausserdem benutzen IHRE FAHRZEUGE die GLEICHE STRASSE wie ich. Eine Zustellung ist mit gutem Willen also denkbar einfach. Ich bin heute Nacht noch in BUKHARA (Buchara) und fahre dann nach Samarkand weiter. (wo DHL mit SICHERHEIT ein Büro hat!) Dann kommt OSH am 21. Mai. Es wäe also auch einfach mir die Sendung auf der Strasse direct am Fahrzeug mit Unterschrift zu übergeben! Ich muss halt nur wissen zu welcher Tageszeit Ihr Fahrzeug zwischen welchen Orten unterwegs ist. Hat das Fahrzeug den kleinen Umschlag dann täglich dabei wäre eine Übergabe kein Problem. Ich werde der einzige Radler MIT GEPÄCKTASCHEN sein, dem der Fahrer an dem Tag begegnet. Es bräuchte also nur etwas guten Willen!

Auch hier in Bukhara habe ich in den Trading Domes ein TNT Büro gesehen. Doch leider nur für ausgehende Sendungen.

Montag, 7. April 2008


Dieser Eintrag wurde gesponsert von Office of interpreters ,,ERUDIT", Ketevan Tsamebuli Str. 5 Telavi

6 Uhr 24 Grad dank Heizstrahler.. 1. Licht, Vogelgesang und LOS!

Gleich beim Stadionausgang findet sich mein Frühstücks - Restaurant, wo die lokalen Einwohner auch morgens schon Suppe und Bier zu sich nehmen, was ich Ihnen nachmache. Das erste mal in meinem Leben das ich ein Bier (1 Lari) bestelle, das hier halt einfach zur Suppe (2 Lari) passt. Besonders lecker ist hier die rote Beete Zubereitung! (1 Teller ein Lari - Probierhappen umsonst)

Von den Einheimischen, mit denen ich an einem Tisch sitze, bekomme ich noch etwas Ihrer leckeren Eizubereitung. Als ich mein hier süffiges und nicht so bitteres Bier halb alle habe, entdecke ich Kirschsaft und erstelle mir damit für einen zusätzlichen Lari eine Berliner Weise. Mein weiterer dazu bestellter Teller rote Beete Zubereitung ist dann gratis, wie auch ein Wein der mir vom Wirt ausgegeben wird..

Ein kl Vergnügungspark ist auch noch um die Ecke.

In der Stadt treffe ich einige der Gruppe wieder im Internetkaffe. Bei Mark kann ich gerade zusehen wie er ein Bild von mir hochlädt (oben) und wie er einen holländischen Artikel auf dem Bildschirm hat, in dem ich erwähnt bin.

Die Gruppe macht heute einen ganzen Tag Umweg und ich kürze lieber gleich nach Zniseli ab um einen Tag früher in BAKU zu sein, wo es das STATE ART MUSEUM in der Niyazi Kuecasi 11 (11-17 Uhr) gibt und ich sicher wieder irgendwas für mich organisieren muss.

Ich erstehe nun endlich noch einen besseren Bügelkopfhörer zu 26 Lari (wegen nun erheblich schlechterem Wechselkurs = 11,62 €). Er ist zwar von Phillips (rüstete den Irak mit auf, wird daher normal boykottiert von friedensbewegten Menschen), aber es gab keine wirkliche Alternative.

Im letzten Abendlicht erreiche ich um 20 Uhr die Nekesi Monastry. Ein kleiner Abstecher von 6 km (hin + rück zusammen). Ich campiere auf einer nahen Wiese und empfinde tiefen Frieden. Auch wieder schön sich erfolgreich von einer Gruppe abgekoppelt zu haben und sich vor dieser zu befinden, ohne das die Gruppe der Anlaß war. Mal abgesehen von verschiedenem Interesse an Monastrien - ich muß nicht ALLE sehen.

Als ich unbedacht hochmütig die Zeltstangen auswerfe, werden die Kläffer der Siedlung wieder auf mich aufmerksam. Aber auch hier bewahrheitet sich NICHT die Befürchtung einer durchkläfften Nacht.

Als die Glocken zum Abendgebet ladennehm ich die Gelegenheit wahr, Kontakt aufzunehmen. Ein Mönch spricht perfekt English. So nehme ich teils im Dämmerschlaf nach 37,62 km in 2 Stunden 18´15 am schnell (und lange) gesprochenen Gebet teil. Auch etwas Gesang ist dabei. So können auch meine Akus laden bis zum Morgengebet um 7.00. Die Kapelle öffnet bereits um 6.00

Durchschnitt 16,3
Max = 41
211 Höhenmeter
maximale Höhe 758 m
Schlafplatz bei 12 Grad auf 417 m
2 % Durchschnittssteigung
11 % maximal

Seit Tiflis gesamt 2672 Höhenmeter auf 172 km

Zusammen nun ca 27.082 Höhenmeter auf 2.945,24 km

Mittwoch, 26. März 2008

VDO Testbericht

Die Firma CYCLE PARTS GMBH – VDO mit der führenden Marke VDO ist mein Hauptsponsor derzeit. Der einzige der schon seit 3 Touren dabei ist!

Dafür bedanke ich mich ganz herzlich!

Der MC.1.0 der mir zu Testzwecken unter Extrembedingungen zur Verfuegung gestellt wurde zeigt nicht nur die gängigen Angaben wie Durchschnitte Fahrzeit und Maximalgeschwindigkeit an sondern zeigt ständig gleichzeitig auch die ungefähre Temperatur, den Steigungswinkel in % und die Höhe auf der sich das Gerät gerade befindet, an.

In diesem Posting werde ich NICHT alles positive Zusammenfassen sondern der Fa CYCLE PARTS GMBH – VDO über Probleme die ab und an auftauchen berichten.

Das mache ich nicht um meinem Sponsor zu schaden (wäre ja auch absurd..) sondern um ihm eine Hilfe zu geben das Gerät zu verbessern!

Zu Fehlleistungen kommt es meiner Ansicht nach bei hoher Luftfeuchtigkeit und bei ständig schlechten Strasssen.

VDO MC 1.0 LOGBUCH

9.März 2008 19. Tag meiner Reise 2008

Schon bei kurzem Druck auf die rechte Taste wird alles resettet. Uhrzeit nicht mehr einstellbar! Brauch schnellstmöglich Ersatz! Erst ab 24 Grad funtioniert es plötzlich wieder…
(Folge: Die meisten Angaben muss ich ab jetzt schätzen, weg lassen oder errechnen!)
Auch das zurückstellen der Stoppuhr nullt alle Werte - außer dem Navigator.

Donnerstag 13. März 2008 23. Tag / 17. Tag in Turkey (Schwarzmeerküste)

Temperaturen auf der Tour bisher zw -1 Grad und + 38 Grad ! Probleme meist unter 24 Grad!

Abfragen kann ich Höhe (400 m) km (78,36 km) und Gesamtkm der 2008er Tour(1439 km)

Die Abfrage weiterer Angaben auf meinem MC 1.0 führt zur Anzeige “Einstellung Radgrösse” Dann warte ich, bis es auf “Uhrzeit” springt. Aus dem Modus komme ich dann nur noch mit einem Signal vom Rad raus. Wegen Regen also keine weiteren Daten heute! Ca zusammen jetzt 14 km angestiegen.

Freıtag 14. März 2008 24. Tag / 18. Tag in Turkey 5 Uhr 24

Regen und etwas Wind. Rad PC geht nicht an.

Mit dem einclicken des Rad PC gingen dann die Tasten wieder!

Am Vortag also 5 h 14 Min gefahren 924 HM glaub ich – denn als ich im Zelt zurück bin blockieren die Tasten wieder! Also sind es 53 HM weniger wie 14 km. 14,9 Durchschnitt und 5% Durchschittssteigung (16% maximal) glaub ich waren es.

Abends kann ich nur die Fahrzeit (4h 47”57) ablesen im letzten Licht. Ca 45 km heute

Sonntag 16.03.2008 26. Tag / 20. Tag in Türkei

Ich notiere: Insgesamt 14 mal wird es heute durch die traumhaft phantastische Landschaft hoch und runter gehen. Zusammen mit kleineren Steigungen ergiebt dies mind. 1.304 HM oder ca 17,497 km verticale Steigung seit Tourstart.

Trotz vieler Steigungen entspricht dies bisher nur 350 km Berganstieg mit 5% Steigung auf zusammen jetzt 1612 km. Also waren etwa 900 km davon demnach Eben..

Seit 2 Tagen lies sich mein VDO MX1.0 nur noch durch Reset (hinten) zurücksetzen. Da keine Taste sonst reagierte, blieb nur über, die aktuelle Höhe vor Beginn einer Steigung sich einzuprägen und diesen Wert dann am Ende der Steigung abzuziehen und jeweis zu notieren. Oder den Eingangshğohenwert abzuziehen von den bereits errechneten Höhenmetern und den angezeigten Endhöhenwert zu notieren.

Würden solche Werte in ein Diagramm eingetragen entstünde ein Höhenprofil! Eine Idee für den MC 2.0! Auf dem sollte zudem die Fahrzeit und der Durchschnitt im Wechsel angezeigt werden, wie bei den Geräten von SIGMA Sport. Also OHNE notwendigen Tastendruck – weniger drücken auf die Tasten verlängert deren LEBENSERWARTUNG!

Etwas mit dem VDO Gerät herumgespielt spuckt es heute 3 weitere Daten aus: Es waren 154 HM mehr – also 1.458 HM (Gesamt also 17.651) bei 56,88 km und 6 % Durchschnittssteigung 16% Max.

25.03.2008

Ironischerweise funktioniert mein VDO MC1.0 nun seit dem Mittag des 25.03.2008 wieder zuverlässig – fragt sich wie lange.. Just nachdem VDO 2 Köpfe nach Tiflis abgesandt hat. 2007 war das auch schon mal so. (hielt nicht lange an) Problem scheint mir die rechte Taste zu sein. Denn diese klickt nicht so wie die linke! Diesmal haben allerdings alle Schrauben gehalten!

Die Justage der Taste ist EIN Teil des Problems loest aber nicht das ganze...

Ich werde den schadhaften Kopf zur Auswertung einsenden sobald dies preiswert moeglich ist!

Mai 2008

Das mitlerweile 3. Geraet hatte nun auch schon 3 Ausfaelle. Immer beim abnehmen des Geraets vom Rad. Nicht jedes mal passiert dann ein Reset oder keine Anzeige mehr - aber eben schon 3 mal. Die Gesamt km koennen dann ja neu eingestellt werden, aber leider nicht die Gesamt Hoehenmeter!

Montag, 24. März 2008

Sponsorensituation

Ich versuche mal die Sponsoring Situation Zusammenzufassen:

Vorausgeschickt: Ich habe keinen einzigen Dauersponsor.

Vor 2004:

Schwalbe, Bohle (Reifen)
Schuhladen auf Gomera (Schuhe)
Radläden Deutschland (Radhosen, Kette)

2004

Ausrüstungsladen Belgien (Jack Wolfskin Schweissshirt)

2007:

Rohloff (Ersatzteile)
DT Swiss (Speichen)
Globetrotter (Taschen, Kocher, Sonnenbrille, Tool, Faserpelzjacke)
Radläden USA (Radhose, Felge)

2008:

Angeschrieben:

Busch + Müller KG: ERHALTEN OHNE PROBLEME DA REKLAMATION

info@schlumpf.ch: ZUSAGE ERHALTEN aber nicht erhalten

VDO: (Reklamation) Versand nach Tiblisi / Georgien

GLOBETROTTER: KEINE REAKTION während der Tour

BOC: Reklamation Null Reaktion (wie gewohnt)

Artmann: Verständnissvolle Reaktion kann vor Ort gelöst werden da übliche Kugeln! (GUT)

info@ortlieb.com: Antwort ja, aber nicht auf mein Gesuch eingehend!

Panasonic: KEINE REAKTION

Dazu kommen noch unzählige Internetsponsorings und Rabatte sowie Einladungen von Einheimischen.

Sonntag, 23. März 2008

Probleme lösen sich


Sonntag 23.03.2008 33. Tag / 27. Tag in Türkei

Endlich mal wieder über 8 stunden durchgehend geschlafen!

Ich flicke die andere Tasche, die auch bereits halb ausgebrochen ist. Kabelbinder sind das Hilfsmittel. Ein Loch muß noch gebohrt werden an der anderen Seite. Kurz vor dem einpacken geht die Lampe dann aus. Egal, Akus sind geladen.

Die PTT (Post) in PIRAZZIZ hat zu - auch keine Nachricht. Also die Polizei suchen. Noch auf der Suche ruft Mark. Ich unternehme 2 Versuche zu Duschen, doch der Boiler schaltet bei 2,2 oder 2,3 ab. Zu kalt! So wird eben Wasser gespart - passend zum Weltwassertag gestern.

Mir gelingt ein kurzes Gespräch mit Joachim, der auch vergeblich auf ein vor 7 Tagen in Deutschland abgeschicktes Päckchen gewartet hat. Das Gespräch war mir wichtig um zu verstehen, was los ist, denn ich empfinde einen tiefen Unfrieden zwischen uns. Aus seiner Sicht bin ich allein daran Schuld, da ich über ihn in diesem Blog genauso geschrieben habe, wie über JEDE und JEDEN anderen. Er ist beispielsweise sauer darüber, das ich erwähnt habe, das er seine Wäsche im Waschsalon wäscht oder in einer Wäscherei. Sein Vorwurf ist das ich den Grund dafür nicht angegeben habe. Nun, der Grund dafür liegt doch auf der Hand: Es wird optisch sauberer! Wiso er - wenn ihm das wichtig ist - nicht die allen offenstehende Kommentarfunktion genutzt hat bleibt mir schleierhaft. Er bittet um Gesorächsabbruch und droht damit eventuell die Gruppe zu verlassen, mir dafür die Schuld gebend. Ich werde ihn dann zwangsgedrungen in Peron zwar ignorieren, aber nicht in diesem Blog, denn meine Gedanken lass ich mir nicht verbieten. Von keinem! Wenn über mich negativ geschrieben wird kann ich es auch nicht verhindern, wenn es den Tatsachen entspricht. Ich kann eine Gegendarstellung erreichen, wie damals bei der BILD-Zeitung praktiziert, aber nicht mehr. Ich kann mich gerne Verpflichten seine Kommentare (ggf wieder komentiert usw) online zu stellen, aber meinen Blog lass ich mir nicht verbieten!

Die Gruppe hatte mich gestern nach 14 km (teils fuhren sie mit Polizeibegleitung) überholt, als ich im Gras liegend ein Nickerchen machte...

Der Schlafplatz in PIRAZZIZ war das Lehrerhaus ÖGRETMEN EUI (12,5-15 Lira also 6-8 €) kuru nachj der JARDAMA auf der linken Seite im Ortszentrum. Abdullah, der im gegenüberliegenden TERZIOGLU Markt zu finden ist, überlegt sich, ob er uns 2010 als Gäste bei sich zu Hause aufnimmt. Dann sollen wir ERST ihn fragen!

Ich fahre ein Stück mit der Polizei begleiteten Gruppe und beherzige nach 12,77 km (also 10 km nach dem Gruppenschlafplatz den Wunsch von Joachim und esse zu Mittag im IR-EM, um NICHT mit der Gruppe zu fahren.


Statt 3 € darf ich 2 € für ein Pide zahlen und bekomme noch 2 Tee dazu.

Joachim hat meinen Versuch ihn zu umarmen leider als Scheinheilig und Schauspielerei missdeutet. Er hat nichts verstanden. Leider gab es ja noch kein Meeting zwischen uns beiden mit Sigitas als Vermittler und Veranstalter. Daher ist sein Bild über mich noch unvollständig, denn entscheidende Tagebuchteile sind noch nicht online gewesen zu diesem Zeitpunkt. Solange er keinen Frieden mit mir gefunden hat kann auch ich keinen Frieden empfinden. Ich fühle mich sehr unwohl mit dieser Situation, will aber meine eigene Identität (dieses Blog!) behalten! Nicht alles oder nichts kann die Lösung sein - nur ein Gegenseitiges aufeinanderzugehen. Ich habe es heute ein 2. mal versucht. Doch er nimmt mich nicht ernst. Ihm kommt nicht die Idee das ich meinem Vorbild Ghandhi folge der das Miteinander gesucht hat ohne eigene Interessen aufzugeben. Ich will es mal mit einem Zitat von Mahatma Ghandhi sagen: Ich kann Dir nicht weh tun - ohne mich zu verletzen! Ich habe das selbstverständlich ERNST gemeint, das er und ich TROTZ des nach wie vor im Raum stehenden Vetos noch bei der Gruppe bin/ist. LIEBE DEINE FEINDE! Nur so könnte es gelingen doch noch Freunde zu werden oder zumindest sich gegenseitig mit all seinen ureigenen Eigenheiten zu akzeptieren und zu tollerieren ohne das ständig eine knisternde Spannung zwischen mir und ihm bzw umgekehrt herrscht... Schweigen und Ignorieren hilft nur kurzfristıg, ist nicht das geeignete Mittel auf Monate gesehen. Ich strecke erneut meine Hand aus - ER nimmt Sie nicht an. Ich wiederhole die Geste - er versteht immer noch nicht. Sehr Schade! Das beste ist das Gegeneinander ausspielen: Peter sagte mir AUSDRÜCKLICH, das er NICHT wegen mir die Gruppe verlassen hat, was er sogar mit einem (abgelaufenen aber noch verwendbarem Geschenk verdeutlicht) und Joachim hat er offenbar genau das Gegenteil gesagt...

Sigitas überrascht mit einem persönlichen Osterei für jeden Teilnehmer. Das sind die "cosy surprises of the Orgaganicers.."

Heute gibts Polizeibegleitung..
Weit komme ich wieder nicht denn dann ist aus unerklärbarem Grund die Luft aus dem neu bereiften Hinterrad.. An der Tanke die die erste Luft einer ausgeliehenen alten Pumpe, die kaum Druck aufbauen kann, vervollständigt kann ich sowohl ein paar Kabelbinder als auch eine Wasserschelle organisieren. Damit kann ich dann mein Gepäcktransportproblem hinten gut lösen mit der Hilfe von Filly Boya. Dieser neu eingerichtete Laden war mit seinem weiteren Aufbau beschäftigt am Sonntag und ich konnte so seine Bohrmaschiene benutzen!
Thomas Krech von der Luxustour nach China ist mit mir im Mailkontakt und nachdem er unsere Tour zuerst als Konkurrenz gesehen hatte verkehren wir mitlerweile Partnerschaftlich. So stell ich mir das vor: Ein Nebeneinander und miteinander aller Menschen statt sich gegenseitig zu bekriegen!

Schlumpf und VDO werden mir wohl Ersatz zusenden. Florian hatte sich zu einem Sponsoring entschlossen obwohl er eine negative Mail an den Mechaniker der meinen Speedrive eingebaut und "gewartet" hat, persönlich genommen hatte obwohl IHM nur zur Kenntnisnahme zugesand! Dieses eindrucksvolle Verhalten verdient meine HOCHACHTUNG und ich bedanke mich schon mal mit Werbung an meinem Rad. Mit Schwalbe/Bohle bin ich noch in Verhandlung.

Ulrich Artmann schreibt mir das die verwendeten Kugeln Standard Durchmesser 6,35 mm haben. Also 5 neue besorgen und wieder einbauen.. Derzeit geht es mit den Kabelbindern - nur in Extremsituationen könnte es am Vorderrad links schleifen. Passiert aber fast nie. Bleibt also erst mal so.. Mit Kabelbindern, Gaffertape und Rohrschellen lässt sich fast alles flicken - und diese Materialien dürfte es Weltweit geben da nicht Radspezıfisch!

Über Lautsprecher werden während ich diese Zeilen in BULANCAK tippe, die Sterbefälle bekannt gegeben wie bei uns in der Zeitung oder in der Kirche.

17.00 komm ich erst weiter. Aber da in TRABZON Ruhetag ist hab ich ja einen Tag mehr. Mittwoch soll es wieder Regen geben.. Ansonsten bis zu 28 Grad am Tag!

Das merkt Mensch auch als er nach GiraSUN reinfährt: Obwohl es am eindunkeln ist steigt die Temperatur von 17 Grad aus um 11 Grad auf 28 Grad... Von nun an fahre ich in der Nacht - teils in heftigem Sturm - dort wo es von der Ankara Hochebene gerade runter wehen kann.. Ein Tunnel kommt auch noch auf dem Weg nach KESAP, wo ich ım Yeşilvadi Park Restaurant (9,6 km nach GİRESUN) ein Yağli (Käse + Ei auf Pide gebacken) esse und mit einem 5 Euroschein zahlen darf denn ich hatte vergessen Geld zu wechseln... Bisher habe ich also etwa 200 Eur ausgegeben - also 7,40 Eur am Tag.

Mit diesem Restaurant, das auch etwas Internetzeit vor und nach dem Essen sponsert, fangen die Probleme aber an:

1. Ich werde von der Küchendame gefragt ob ich was trinken möchte. Ich verdeutliche, das ich nur die in der Speisekarte ausgewiesenen 3,5 Lira für mein Essen bezahlen möchte. Doch Sie lädt mich ein! Das teilt Sie aber leider der Kassiererinn nicht mit, die später da ist...

2. Ich krieg das mit viel hin + her dann zwar geregelt, das ich nicht 3 Euro für ein Getränk aufgrund des Missverständnisses zahlen muss aber dann soll DAS ESSEN plötzlich einen Euro mehr kosten...

3. Auch das krieg ich schlieslich geregelt... Aber dann ist mein Rad platt. Ein spitzer kurzer Draht steckt im angeblichen SuperMaterial aus der Raumfahrt und hat -wie sich später zeigt- bis zu 5 Löcher verursacht... Aber der Kassierer der nun wieder da ist, hat eine Pumpe im AUto..

4. Kurz später der 2. Platte des Tages. Also Superschieb zur nächsten (Shell)Tanke.

5. Die Luftanlage funktioniert nicht. Ich verzweifel. Das wiederum verhilft mir zur Luft von einem Lastwagen.

6. Diese Luftanlage hat einen anderen Ausgang als das Autoventil.... Aber der Mechaniker kriegt es hin.

7. Kaum aufgepumpt wieder platt usw. Ich regel nun das ich im Nebenraum wo auch ein Angestellter schläft schlafen darf. Als ich dann endlich soweit bin, das ich nun den Schlauch wechsel krieg ich keine Luft mehr, da die Lastwagenbesatzung mitlerweile Ihren verdienten Schlaf will..

8. Nun nimmt ein anderer Lastwagenfahrer mein Rad mit bis 18 km vor TRABZON und ich darf im begleitenden Van mitfahren wobei ich einschlafe.

9. Die 18 km vor TRABZON befindliche Tanke KOLAYLI PETROL Darıca Beldesi, Akçaabat HAT eine funtionierende bimmelnde Luftanlage UND ich darf im Aufenthaltsraum schlafen sowie ins Internet....

49,03 km 2 Uhr 27
Zusammen nun ca 20.923 Höhenmeter auf 2087,26 km

Dienstag, 18. März 2008

Regen? Mir doch Egal!




Donnerstag 18.03.2008 30. Tag / 24. Tag in Türkei

Erstmals keinen Mezzine gehört seit Reisebeginn! Schlafplatz war in Bushaltestelle.
Zum Frühstück in CATALCEYTIN gibt es ein bischen Rabatt vom Ladeninhaber - ohne danach zu fragen! 2 Tee von einem nahen Lokal + Oliven gesponsert bekommen. Auch meinen Knoblauch erhalte ich endlich! Die Übersetzung war falsch!
Auch hier gibt es keinen, doch die Frau des Ladenbesitzers, die mitlerweile das Regiment übernommen hat. Sie holt eine der begehrten Knollen aus der über dem Laden liegenden Wohnung! Knoblauch wird normal nicht verkauft, da den wohl jede/r im Garten hat!
Pizza kostet 4 Lira und eine kleine die Hälfte - zu Empfehlen! Auch Pide gibt es ein paar Häuser weiter. Und natürlich Suppen!
In TÜRKELI gibts widere Tee zu 2 gekauften Bananen. Ich muß lernen, das Mensch nach dem leeren des Glas dann auch schnell gehen sollte.
Meine 1 kg Schokocreme zu 5 Lira habe ich seit dem 1. Kauf nie mehr wieder gesehen. In einem Fotoladen frage ich wegen Übertragung meiner Bilder von der Kamera auf den IPOD. Die Karte wird zwar von einer anderen Kamera auch gelesen, nicht aber vom MICROSHIT-Arbeitsplatz (Windows Explorer).
Drausen wurde mir unterdessen fast mein IPOD geklaut. Er ist nicht mehr soo zwichen den Gummis befestigt, wie ich es mache!
Da die Frau des Ladenbesitzers falsch übersetzt kommt es zu einem Mißverständnis, das sich aber durch den 2. deutsch sprechenden Türken, klären laesst. Er beobachtete mich bei der Arbeit einen Regenschutz für alle 4 Radtaschen zu erstellen aus gefundenen Teilen eines Schirms.
Snack beim fahren zwichendurch, nachdem ich freundlich, aber bestimmt ein Gespräch auch mal abblockte, nachdem ich vorher das Gefühl hatte, das einige nicht aus Interesse, sondern nur "um zu Fragen" fragen... SO komm ich ja nie nach China!
Es geht von Meereshöhe auf einen 450m Pass hoch.
17 Uhr 47 Joghurtpause nach 62,19 km in 5 Stunden 12 Minuten und 28 Sekunden. Durchschnitt 11,9 - 11 Grad auf 171 m. Weitere Angaben verweigert der MC 1.0. Aber es müsten über 1000 Höhnmeter wieder sein.

Es waren sogar 1095 bis zur eher abendlichen “Mittagspause” denn wenig später geht der MC 1.0 nochmal kurz an!

Am Vortag waren es 1071 HM wie ich an der Gesamthöhenleistung rekonstruieren kann.

Maximale Höhe waren 451 m und es ging maximal 15 % hoch (Durchschnittlich wie in den letzten Tagen 5 %).

Als ich wenig später von, nach dem Überholen abbremsenden Karren genervt, in AYANCIK ankomme, habe ich noch eine ganze Tagesetappe von 62 km vor mir, denn die Gruppe ist seit einem Tag schon in SINOP. Die müssen also die letzten Tage trotz der phantastischen Landschaft bis weit in die Nacht hineingefahren sein... (es wären für die langsamsten der Gruppe insgesamt 45 km in den letzten Tagen im Dunkeln gewesen, wenn diese nicht einen Lift für die letzten 30 km bekommen hätten)

Um aufholen zu können MUSS ich nun also eine Nachtetappe einlegen! Menschen bei einer Autowaschanlage gegenüber winken. So ergreife ich diese Chance ohne Internet direkt von Sigitas in Erfahrung zu bringen, WO der Schlafplatz ist (Hotel ADA 2 km östlich des Zentrums an der Spitze der Landzunge) und DAS ich nach wie vor zur Gruppe gehöre.

Ich bedanke mich für das Telefonsponsoring und erstehe in einer Bäckerei einen Sesamkringel, was sich bald als praktisch erweisen wird...

Der Kringel soll 10 cent kosten. Daraus werden 50 cent und da ich eben 25 cent in der Hand habe krieg ich ihn dafür mit Hilfe unseres Tourkurztextes, obgleich es nur ein Angestellter war...

Das erste Superduper der Nacht dann nach kurzer Distanz: Blinklichter und ein Tempo 30 Schild warnen vor der drohenden Gefahr. In der Nacht freilich erkenne ich die Ursache für diese Schilder die nicht immer für den Radfahrer sooo von Bedeutung sind, nicht: Fette Bodenwellen! Ich fahr genau über den schlechtesten Teil der Prachtstrasse und BATSCH – das Rad springt natürlich und der 1 kg Eimer superklebrig-süsser Kirschmarmelade zu 3,5 Lira knallt ab. Sein Inhalt ergiest sich auf der Strasse und nun ist Löffeln in ein anderes Marmeladenglas, in dem zum Glück schon viel Platz ist, angesagt. Der Sesamkringel nimmt dazu begierig die Süsse Süsse auf, was wiederrum meinen Mund (und die klebrigen Finger...) erfreut... Die nächste Zeit gibt es also Steinhaltige Marmelade zu Brot oder Joghurt...

Zwischen dem 50. und dem 40. km vor SINOP zähle ich freudig 5 Steigungen. Ich rechne damit – noch freudiger – um 7.30 anzukommen und dann gleich weiter fahren zu müssen. Erstmals frage ich mich was ich hier eigentlich mache! Da ich erst 24.09. zurückfliege ist eigentlich keine Hetze angesagt! Höchstens wegen der Visas! Aber da findet sich dann doch meist auch ein Weg... Sicher ist dies aber mit der Gruppe einfacher, denn eine Gruppe hat natürlich mehr Macht wie ein Einzelner! Das hatte auch schon der Franzose bei der Visabeantragung bemerkt...

Ausserdem möchte ich, das andere Gruppenerlebnis auch nicht missen, denn auch die Gruppe wird anderes Erleben als ich als Einzelperson. Daher möchte ich möglichst dann bei der Gruppe sein wenn diese eben Erlebnisse hat, die ich als Einzelfahrer nicht erzielen kann. Aber ich will auch nicht auf Teufel komm raus IMMER mit der Gruppe glucken – was bei Wild Camps für beide Seiten mehr Nachteile wie Vorteile hat! WENN es sich also so ergibt das ich beim eindunkeln woanders bin (über 5 km) wie die Gruppe, so will ich dann lieber wie bisher alein campen. Dann kann ich auch keinen stören und mich stört keiner. Spätestens zum Rasttag (also alle 6 Tage) heist es dann freilich (ggf unter Verzicht auf diesen, wie dieses mal) AUFSCHLIESEN!

Die nächsten Steigungen muss ich nicht mehr zählen: Von hinten nervt eine – meine Warnweste sehende – Karre trötend. Ich fluche schon, was sich aber ändert als diese hält und ich einen Pritschenwagen erkenne. So spare auch ich fast 40 km denn ich werde auf der Ladefläsche mitgenommen. 2 mal werde ich in die Fahrgastkabine eingeladen – aber ich lehne ab. Regen? MIR DOCH EGAL!

Ich werde praktischerweise im Zentrum rausgelassen, denn sonst wäre ich noch in die falsche Richtung gefahren, da es hier praktisch 2 östliche Küsten (wegen Landzunge) gibt! SIMON! Ja ich treffe tatsächlich den Polen ohne Gangschaltung. Dachte schon die Gruppe sei auch heute erst angekommen wo ich ihn sehe. EIS! Da ich dachte Simon weiss wo das Hotel ist – denke ich SCHADE, kann nicht anhalten... Doch SIMON fährt langsam. Plötzlich ist er weg, nachdem ich überholt habe. Ich dreh um. Er trinkt Zimttee! Also doch ein Eis! 2 Lira – Neee nicht 4 Mark für nen Eis! Ah! 1 Lira geht auch... (immer wieder stelle ich fest das Kugeleis bei uns gar nicht sooo teuer ist...)

Nach ca 82 km (Rad-PC ist mal wieder umgesprungen auf Meilen...) erreiche ich die Schlafstaette – ein heruntergekommenes Jugendstil Luxushotel. Sigitas konnte wohl einen guten Preis aushandeln (10 Lira für Zelt, 12 Lira Zimmer!) für Zimmer ohne Bettwäsche (wir haben ja unsere Schlafsäcke!)... Peter bricht die Tour ab – erkältet und zu anstrengend... Niole und Simon hingegen haben einen starken Willen! Und genau das braucht es für solche Touren: MUT, WILLENSKRAFT und SELBSTVERTRAUEN. Mit diesen 3 Vorraussetzungen KANN es nur noch an Bürokratie scheitern so weit zu fahren wie es Asphalt gibt – und noch weiter...

19.817 Höhenmeter müssten es nun bisher insgesamt sein

Montag, 17. März 2008

Auch negatives gibt es zu berichten...


Montag 17.03.2008 27. Tag / 21. Tag in Türkei

Dieser Eintrag wurde gesponsert von Yakida Cafe ABANA, Beyazsaray (nähe Moschee)

Da ich ein Gewissensproblem habe Staaten Geld zu geben für AUtobahnbau und Militär bin ich derzeit in Deutschland angeklagt, weil der Staat glaubt, nicht genug Geld von mir eingeheimst zu haben.

Unten dokumentiere ich meine Stellungnahme an das zuständige Gericht.

Im Zusammenhang mit Strafverfolgung fällt mir noch ein, das die ganzen Rechtsradikalen in Deutschland dazu verurteilt werden sollten, das zu erleben, was ich gerade ausgiebig erlebe: Gastfreundschaft in der Türkei. Wäre hier Musik möglich (NEUE FUNKTION GOOGEL...) würde nun BAP Nippes Ehrefeld un Kreuzberg ertönen.


Sehr geehrte Damen und Herren

Amtsgericht Hamburg
Sievekingplatz 3
Strafjustizgebäude
20355 Hamburg

AZ 255-163/07

Sie möchten über mich richten da ich ein ach so böser Mensch bin. Daran kann ich Sie nicht hindern. Ich bin als Radnomade (= Obdachlos) in der Welt unterwegs und werde keinem Staat dieser Welt Steuern geben wenn irgendwie vermeidbar, da ich Menschen ablehne die über andere bestimmen möchten. Bedenken Sie das auch in Teutschland die grösste Partei die NICHTWÄHLER sind! Sie also gar keine Legitimation haben!

Ich achte peinlich genau darauf, das ich im Jahr NIE über 8000 € umsetze um nicht unter die Steuerpflicht zu fallen. In meinem beim Amtsgericht (Nachlassgericht) hinterlegten TESTAMENT ist genau verfügt, das mein ges. Vermögen -so vorhanden- an Menschen geht, die vom Kapitalismus nicht profitieren. Unterstützt werden Trink-Wasserprojekte (Quelleinfassungen) in Afrika. Jeder Euro mehr rettet so einem Menschen das Leben! Auserdem wird die Ausbreitung von Malaria verhindert. Wünschen Sie mehr Informationen senden Sie mir eine Mail an hamburgerinformationsradio@googlemail.com mit Ihren Fragen.

Ferner erhält hiermit Steffen Heidel eine Vollmacht Ihnen das Testament zugänglich zu machen falls Ihnen dies tatsächlich nicht anderweitig möglich ist.

Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren Reiche zu unterstützen! (Jede/r in Deutschland ist Reich im Vergleich mit den Menschen, die - wie die meisten - nur 1 USD am Tag zur Verfügung haben!)

Erst recht kann ich den Bau von AUtobahnen und Ausgaben für Militär nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Ich bin totaler Kriegsdienstverweigerer und war für meine Überzeugung auch bereits über ein halbes Jahr im Knast (zusammen mit Verurteilungen wegen Siztblockaden in Unser MUT muss LANGEN bevor es eine Generalamnstie für diese Blockierer gab.

Denken Sie das meine Gedanken so verwerflich sind das Sie mich im Gefängnis sehen wollen trage ich Ihre Sanktionen mit Würde obgleich ich aus psychischen Gründen HAFTUNFÄHIG und eingeschränkt Schuldfähig bin.

Eine Geldstrafe wäre Sinnlos, da ich diese MIT SICHERHEIT nicht zahlen würde.

Wünschen Sie mich zu betrafen, bitte ich um Sozialstunden in einer SINNVOLLEN Einrichtung. Ab Anfang Oktober leiste ich die dann gerne ab zwischen 12 Uhr Mittags und 3.00 morgens, da ich zu anderen Zeiten nicht Leistungsfähig bin.

Sollte Ihr Bestrafungsbegehren auf Glühbirnenverstoss zurückzuführen sein bitte ich Sinngemäss genauso zu verfahren! Hierzu erkläre ich, das ich niemanden gefährde wenn ich mit dem Rad bei einer Lichtzeichenanlage wenige Milisekunden vor dem Grün losfahre, da ich die Ampelschaltung GENAU kenne und somit dann aufgrund langsamerer Fahrt wie beim AUto zur gleichen Zeit mit dem bei Grün startendem Auto am Fahrbahnrand der Querstrasse bin.

Und auch für den Fall das Sie mich wegen Falschaussage verfolgen bitte ich, wie oben zu verfahren und erkläre, das mir bei der ÖRA gesagt wurde das es auf das DERZEITIGE Einkommen und NICHT auf das Vermögen ankomme!

Holger Halfmann



Im nächsten Ort geh ich Einkaufen, was mit Spickzettel auf dem ein paar deutsche Worte mit zugehöriger türkischer Übersetzung stehen recht aufwendig ist. Alten Käse scheint es nur in Istanbul zu geben. GEWÜRZMISCHUNG angeblich auch nicht! Doch dann entdecke ich gleich 3 ähnlich aussehende in einem Regal in der Nähe... Fehlen noch Knoblauch und Zucker. Knoblauch erscheint im Gegensatz zum in Deutschland gepflegtem Vorurteil das Türken nach Knoblauch .... würden, UNBEKANNT!

Zucker ist das schwerste, was will ich mit ner Riesentüte auf dem Bike? Dann kommt leider der Geschäftsinhaber dazu und es ist 360 Grad Kehre! ICH WERDE RAUSGESCHMISSEN! Kann sograde noch 10 Lira zahlen. Der hätte fast Gewalt angewendet, hätten ihn nicht umstehende zurückgehalten! Der klassische Kapitalist. Es kann nicht schnell genug gehen. Time is Cash!

Somit das 2. Negativerlebniss an der Schwarzmeerküste auf das freilich hunderte positive kommmen!!!

Ich frage dann eine Hausfrau. Sie verweist mich erst auf den Laden zurück. Nein Danke! Dann will Sie helfen: Doch leider nur Würfelzucker...

Beim Wäsche waschen dann die Überraschung: NOCH EIN EINZELRADLER!! Der 23 Jahre junge Franzose bikte schon im Januar in Frankreich los über die Alpen im Schnnee mit Ziel Moldavia (über China).

Wir fahren ein Stück zusammen während ich sein Bäumchen bestaune das er für einen Freund am Ziel pflanzen will und die ganze Zeıt auf dem Gepäckträger ausführt...
Unterwegs macht ein Iraner noch ein Bild und zahlt dafür eine Lira. Nach INEBOLU lädt mich ein AUtofahrer zu Saft und Sesamkringel ein..

Heute klappt es erstmals nicht mit dem kostenlosen Joghurt als ich einen Auslieferungswagen von Miliko finde. Nicht mal 5 cent Rabatt krieg ich. Verhandlungen sind oft ZWECKLOS!


Bis ABANA komme ich - Zeit für Internet nach ca 58 km. Keine weiteren Angaben da der VDO MC1.0 mal wieder resettete nachdem die Temperatur von 24 Grad auf 14 zurückging und ich so blöd war die rechte Taste bedienen zu wollen. Meine letzten 2,70 Lira für heute (statt 3,50) infestiere ich in Pide. Bei der Moschee sei der Patron um 20 Uhr da - doch da is gar niemand mehr..

Dienstag, 11. März 2008

Di 11.03.08 21. Tag / 15. Tag in der Türkei







Der heutige Tag wurde zusammen mit anderen gesponsert von izzetpasa DISTRICT karabük centry.

6 Stunden Schlaf. Um etwa 7 losgekommen. Sigitas hat aus den beiden nächtlichen Unfällen gelernt und den gestrigen Tag bis zur Passhöhe verkürzt. Da treffe ich die letzten Teilnehmer beim abfahren.
Die Streckenführung ist heute besonders interessant. In YENICE handel ich für einen der Honigkringel 40 satt 50 cent aus und bin dann etwas entteucht als ich doch nicht 10 cent zurückkriege. Aber auch die anderen scheinen alle 50 cent zu zahlen. Doch dann kommt jemand und schenkt mir eine ganze Tüte..

Ein Stück weiter gibt es endlich frisch gemachtes Pide. Nachdem ich meines mit Ei Käse und etwas Dauerwurst bestellt habe kommen Peter und ein anderer Teilnehmer vorbei und so werden es zusammen 3.
Später meint der Teilnehmer der gestern nackt gebadet hat das ich ihn fotografiert hätte was ja gar nicht der Fall war - aber ich kann leider nicht herausbekommen welche Probleme er mit Nacktheit hat, zudem jemand anderes ihn ebenfalls fotografiert hat. Denn er will nur Abends sprechen. Da heist es dann auch wieder später.. Klar!

Die Strasse führt nun durch Karstgebiet und mehrere Tunnels. Könnte ım Mittleren Westen der USA sein - nur vieleicht schöner...

Ohne Einheimische nach dem Tourismusbüro in SAFRANBOLU zu fragen fährt der Pole mit dem Eingangrad hinunter. Später erfahre ich das er eine beschreibende SMS bekam. Am Toirismusbüro ist keine Nachricht zu finden. Sie war zwar angebracht aber doch wieder ohne den türkischen erklärenden Text.. Polizei hätte auch Kreidezeichen verhindert..

Ich bin glücklich endlich mal wieder mit der Gruppe zu schlafen als Peter meint sich ausschreiben zu wollen. Doch dann versteht einer der beiden Fahrer nicht das ich als im Moment einziger noch die Schuhe an habe und es deswegen Sinnvoll ist das ich noch schnell Monikas LapTop aus dem Begleitfahrzeug hole. Dadurch steht die Türe eine ganze Zeit offen und just in dem Moment in dem ich dann in der Türe sitzend schon einen der beiden Schuhe aushabe fordert Monika 2 mal das ich die Türe zu machen soll. Ich komme nun der Bitte nach und sehe keine Möglichkeit selber herein zu kommen! So fühle ich mich ausgeschlossen und beschliese zum 3. mal mich auszuschreiben. Doch andere überreden mich das ich es nicht tun solle. So habe ich zwar schon mein Zelt aufgebaut doch will ich nach Internet der Einladung von Danai folgen in Ihrem Raum zu schlafen. Frühstück ist leider nicht inklusive. 3 Personen kosten ca 20 €.

115,29 km (Rasttag einen Ort weiter wie im Internetplan auf 476 m Höhe!). Gesamt km = 1475.
14.60 Durchschnitt 1358 HM (zusammen = 14.383 HM) Durchschnittssteigung = 4 Prozent (max = 14 Prozent)