Sonntag, 4. Dezember 2011
Alle Bilder 4.12.11 - Prozession in MANADAS Sao Jorge/AZOREN
Sonntag, 20. Februar 2011
Kuh mit Internetanschluss
Blick aus meinem Zelt.
Die Kuh gehoert, wie ich spaeter erfahre dem Besitzer der Hramosbar. Er hat in seiner Bar auch einen Internetrechner von dem dieses Posting und die Tage Feb 12 Feb 13 Feb 14 Feb 15 Feb 16 Feb 17 Feb 18 und Feb 19 online gingen. DANKE
Auf der Weide des Besitzers der Hramosbar schlief ich 2 Naechte. Als ich dann in der ersten Bar Wasser holte erfuhr ich, das er der Besitzer der Weide ist. Ich bekam auch noch eine Bohnensuppe und durfte die folgende Nacht bei einem seiner Mitarbeiter (Bild morgen) schlafen. Das brachte mir zwar meine Monatsdusche Februar 2011 aber auch den Verlust meiner Stirnlampe.
Traumtagebuch: VOICE011
Samstag, 28. November 2009
Das Gebiet um den Flughafen verzaubert mich
Schlafplatz wie gestern am Piscina
Dieser Eintrag wurde gesponsert (Onlinetime) von Associacao de Festas do Lajido
Kurz bevor ich loskomme, kommt der Taxifahrer, der mich nach Madalena brachte zum Zelt um mich zurück zum Flughafen zu bringen, damit ich mein Trike in Empfang nehmen kann. Unterwegs deponieren wir mein Ladegerät noch im Wartebereich der Canalfähre in einer Steckdose.
Vom Trike ist eine Schraube verbogen die den Vorderbau mit dem Hauptteil verbindet. Durch Anziehen der Mutter kann ich Sie wieder so weit zurückbiegen, das ich weiterfahren kann. Thomas ist gebeten zu sagen, wieviel die mit Versand auf die Azoren bzw nach Deutschland kostet. Danach entscheidet SATA ob sie diese Kosten ersetzen, denn ein Rad ist ja bekanntermassen nach Meinung der Fluggesellschaften kein normales Reisegepäck.
Das Gebiet um den Flughafen herum, genauer gesagt unterhalb von diesem, nimmt mich den ganzen Tag in Beschlag, so abwechslungsreich, fazinierend und schön ist die zerklüftete Lavaküste. Auch ein Wellenkraftwerk, gefördert von der EU gibt es. Ein deutscher Ingeneur kümmert sich um die Technik. Es ist lediglich ein Versuchsprojekt.
Zwar schätzen Experten die im Meer steckende Wellen-Energie auf bis zu 80000 Terawattstunden pro Jahr, was dem Fünffachen des aktuellen weltweiten Stromverbrauchs entspräche. Praktisch nutzbar davon sind laut dem britischen Carbon Trust bis zu 4000 Terawattstunden pro Jahr, andere Studien kommen sogar auf das Doppelte. Doch die bislang installierten Prototypen haben sich als nicht sehr zuverlässig erwiesen: Während Windkraft mittlerweile einen ansehnlichen Beitrag leistet, meldet die IEA für alle Meeresenergie-Arten im Jahr 2005 eine Stromerzeugung von nur 565 Gigawattstunden – der Löwenanteil davon geht auf ein Gezeitenkraftwerk in Frankreich zurück.
und so für 10 % der Enegieversorgung der Insel sorgen.Der Besitzer der Bar, in der ich diesen Bericht tippe und in der ich auch 2007 schon war, meint aber das es nicht in Betrieb sei, da die Wellen zu stark wären. Dafür spricht leider, das aus der Turbine kein Wasserdampf kommt wie aus den anderen Öffnungen des Betonklotzes über dem Meer. Erklärende Texte an einem nahen Container sind leider fast vollständig abgerissen.
Ganz in der Nähe (bei Candalaria) gibt es auch tolle Wege zwischen Lava und Meer. Wer reinfällt wird es sicher nicht überleben - kein entrinnen. Hier treffe ich Reisende aus Festland-Portugal, die von mir Wissen wollen was Sie in Faial machen sollen, wenn Sie nur einen Tag zur Verfügung haben. Ich versäume es leider für meinen Tipp (Fahrt zur Caldera und Spaziergang hinunter) nach einer Spende zu fragen. Jedes mal der gleiche Fehler, wenn sich auf einer Winterreise die Möglichkeit bietet Geld zu generieren.
Auch einen schönen Picknikplatz gibt es hier, dessen Grillhaus sich als Schlafplatz eignen würde.
16-30 - Grad Celsius 171 Bergauf Höhenmeter, 184 runter, maximale Höhe 82 m
9,96 km (über 4 km/h misst mein Cateye nur..) in 1 Stunde, 12 Minuten, 51 Sekunden
Durchschnitt über 4 km/h: 8.3, Max 35.8
Dazu kommen dann noch die ca 10 km zurück nach Madalena, die ich später ergänzen werde.
Weitere Bilder und Videos zu heute kommen aus organisatorischen Gründen erst "später".
Der Reisebericht geht hier weiter:
Nov 30 (2) PICO
Dez 02 (1) PICO
Dez 03 (1) PICO
Dez 04 (2) PICO
Dez 09 (1) PICO
Dez 19 (1) PICO
Dez 24 (1) TERCEIRA
Dez 25 (1) TERCEIRA
Dez 26 (1) TERCEIRA
Dez 27 (1) TERCEIRA
Dez 28 (1) TERCEIRA
Dez 29 (1) TERCEIRA
Dez 30 (1) TERCEIRA
Dez 31 (1) TERCEIRA
Jan 01 (1) TERCEIRA
Jan 02 (1) TERCEIRA
Jan 03 (1) TERCEIRA
Jan 04 (1) TERCEIRA
Jan 05 (1) TERCEIRA
Jan 06 (1) TERCEIRA
Jan 07 (1) TERCEIRA
Jan 08 (1) TERCEIRA
Jan 09 (1) TERCEIRA
Jan 10 (1) TERCEIRA
Jan 11 (1) TERCEIRA
Jan 12 (1) TERCEIRA
Jan 13 (1) TERCEIRA
Jan 14 (1) TERCEIRA
Jan 15 (1) TERCEIRA
Jan 16 (1) TERCEIRA
Jan 17 (1) SANTA MARIA (mit dieser Insel bin ich auch ganz fertig!)
Jan 18 (1) SANTA MARIA
(weiter muss ich später posten...)
Freitag, 20. November 2009
Ein Wandervorschlag
189-197
Start der Wanderung: Fussweg rechts ab von Hauptstrasse zwischen FAZENDA und LOMBA während des Gefälles Richtung LOMBA. Dort kurz nach der Strasse - so gerade von der Strasse nicht einsehbar - dieses Baumfarm + Mühlen:
Zurück, Hauptstrasse rechts, hinter der Brücke, bei der eine noch funktionstüchtige Mühle steht, links in einen bis zur ersten Gabelung verwachsennen Weg. Würde Mensch hier links über den Bache gehen und dann 14 Minuten weiter würde er den Schlafplatz des Autoren erreichen. Wir gehen aber nach rechts und bei Erreichen des ATV-Trails links das "Schwarzwaldtal" erkunden, bis die Erodierung dies unmöglich macht.
Zurück und Hauptstrasse links. (Hagel 12,6 Grad um 12 Uhr 30) Danach zum Hafen von Lomba, wo mich dieser Hund erwartet:
Am Ende der Hafenstrasse von LOMBA steht etwas oberhalb ein 2 geschossiger sauberer Heuschober, der sich als Schlafplatz ohne Zelt eignen würde.
Durch folgendes Erlebnis in Verbindung mit den bereits gemahten rückt Flores und orvo nun auf Platz 1 der gastfreundlichsten Länder: Als ich zurück bin, wo ich mein Trike für den Fussweg zum Schlafplatz abstelle kommt die Frau, die mir gestern die ganze Zuckertüte schenkte, im Morgenmantel heraus und schwadroniert. Doch Sie will mich nicht verjagen, wie dies anderswo geshehen wäre, sondern will wissen, was ich esse. Ich zeige Ihr "Pao" und erzähle von Käse und Sie bringt mir Bacalhao mit Kartoffelschnitzen, ein leckeres Kotelett und dazu passenden "Tinto".
Nebenbei kann ich so den Aku meiner Gasentladungslampe laden. Diese lässt sich nach ganz wenigen Betriebsstunden nicht mehr per Knopfdruck an oder ausschalten und die LED-Anzeige spinnt. Am nächsten Morgen werde ich verwundert feststellen, das die Lampe offenbar während des letzten Schauers von aleine AN ging. Dieser Zustand lässt sich nur durch lösen der Steck/Schraubverbindung beenden. Obwohl laut LED erst 1,5 Stunden Strom verbraucht war leuhtet bei Wiederherstellen der Vebindung nur noch eine rote LED. Das Licht bleibt aus. Erst Minuten später brennt es dunkel wieder und zündet später plötzlich. Manchmal geht es auch ebenso plötzlich wieder aus und später wieder von aleine an. Ausschalten und Einschalten ist seitdem per Knopfdruck nie mehr möglich gewesen..
Der Luftdruck ist um 46 gefallen wenn ich den Unterschied zwichen 139 m am Morgen und 93 m am Abend am Schlafplatz so deuten kann... Solche Luftdruckveränderungen wirken sich auf das Wetter immer erst nach 24 Stunden - also für den übernächsten Tag aus.
945 Bergauf Höhenmeter, 940 runter (?), maximale Höhe 248 m
5,3 km (über 4 km/h misst mein Cateye nur..) in 38,21 Minuten
Durchschnitt über 4 km/h: 8.3, Max 35.8
Samstag, 10. Oktober 2009
Durchschnitt 11.4 km/h
53.7 km/h Spitze
Herzfrequenz: Durchschnitt 95 - Zone 1 = 8 % (=1 Stunde 15'56)
Max 207 - 1 % über Zone 1 (= 13 h 45'07)
91 % unter Zone 1
Nach Googelmaps wären es nur 130 km gewesen - also 41 % mehr!
Samstag, 4. Juli 2009
Erster TESTBERICHT und REISEBERICHT des neuen TRIKES
26.06. war es so weit:
Per Zug reiste ich von Hamburg über Berlin und Prag nach Gänserndorf um mein neues Trike abzuholen. Zwischen Prag und Bratislava meinte der Schaffner die vom Reisezentrum Hamburg ausgestellte Fahrkarte sei nicht gültig. Ich bestand aber auch gegenüber der Polizei darauf, das Fahrkarte und Reiseplan zusammen ausgestellt wurden und ich KEINE 2. Karte kaufen würde. Mit Ach und Krach ging das so gerade gut. Einer weiß wieder nicht was der andere macht.
Ein paar Bilder von der Anreise:

Außerdem wäre es ein nettes Feature, wenn der Sitzwinkel wie beim Skorpion verstellbar wäre. Vorbereitet ist es dafür hinten, aber vorne fehlt dafür ein Schlitz in dem die Schraube beweglich wäre je nach Neigewinkel..
Schaltung:
Straße bis maximal 16 %, Wiese bis maximal 6 %
- da ich mit der Kombi Rohloff/Schlumpf 21% gewohnt bin ist eine Umrüstung auf die Dual Drive nötig.
http://www.liegerad-fernweh.de/tipps/trittfrequenz-schaltung-entfaltung.php
2. Tag (Samstag)
Die Aufhängung der „Lowrider Tasche“ ist abgebrochen, beim Fahren über eine Wurzel auf einem Waldweg, durch Aufsetzen - da muß also wirklich eine Lowrider Tasche ran und keine große Tasche.. Für den Rest der Tour kam die Tasche hinten mit drauf.
Bei der Fahrt über einen Wiesenweg ist der Umwerfer ganz schnell voller Gras.
134,21 km in 9´13´51, Durchschnitt 14,5, Max 53,5
1.067 Höhenmeter max 659 m Durchschnittssteigung 2 % (14 % Max – kurzfristig 16 %)
Im letzten Tagslicht nach zusätzlicher Umleitung in einer ohnehin schon "extra km Tour" (aufgrund falschem Abbiegen) in einer Dorf-Pizzaria eine Pizza zu 2,70 € (5 € gegeben, 50 Kopeken zurück) bestellt und gefragt, ob ich auf dem Rasenstreifen des Parkplatzes mein Zelt aufbauen darf. Das war OK und nen Kakau gab es für die fehlenden 30 cent im mal wieder einsetzenden Regen während des Zelt Schnellaufbaus auch noch..3. Tag (Sonntag)
km 320: Schaltung vorn justieren/Spannen
Ich frag mich ob nicht nur die Oberbeinmuskeln, sondern auch die Rückenmuskeln beim Trikefahren beansprucht werden - geh ich mal von aus, wenn niemand wiederspricht, wegen des Abstützens mit dem ganzen Oberkörper.
132,79 km in 10 Stunden, 13 Minuten und 30 Sekunden
Durchschnitt 12,9, Max 58,5
1.149 Höhenmeter (max 660) Durchschnitt 3 % Max 11 %
Schlafen / Trocknen in Bushäuschen
4. Tag (Montag)
Bin bis 10 km an Weiden heran gefahren
Schlafplatz auf Waldweg - ab 17 Uhr war es "teils Tourtour"
Bis 651 m hoch = 1.495 Höhenmeter 3% Durchschnittssteigung 11 % max
139 km in 10´42´36 / Durchschnitt 12,9 Max 62,5
In Tschechien wird meist auch noch mit dem Ofen geheizt wie bei mir zu Hause oder beispielsweise in der Türkei
Eis, das bei uns 2 € kosten würde gibt es hier noch zu 80 cent
Chinesisches Essen zu 1,60 € (gesagt wird allerdings es würde 475 Taler der Lokalwährung kosten oder 7 € - 475 x Lokalwährung wären aber 19 € - also ist mal wieder das Komma falsch..)
5. Tag (Dienstag)
23,83 km in 1 Stunde 21´29, da wie geplant von Weiden bis Andernach mit dem Zug gefahren
OHNE FAHRRADKARTE im voll besetzen IC Radabteil - nicht im Radständer, sondern mit Spanngummi an Sitz und Haltestange fixiert, Lenker quer gestellt, Tretlagermast umgelegt, Sitz ab und Hinterbau samt Rad und Gepäckträger nach innen geklappt - es gab zwar Diskussionen, aber ich konnte mich durchsetzen
1 Stunde 21´29 unterwegs gewesen per Trike, Durchschnitt 17,5 Max 55,5
129 Höhenmeter (max 572) Durchschnittssteigung 3 % Max 12 %
Gesamt Höhenmeter der Tour Wien - Deutschland = 4.860
Blick vom Wohnzimmer meiner Eltern - zwischen den Bäumen die Hauptschule in der ich zwischendurch mal Gast war zwischen Realschule und BerufsfachschuleHintergrund Mitte: die einzige Rheinbrücke zwischen Koblenz und Bonn (Bild anklicken zum Vergrößern) Über die must ich natürlich auch drüber - zum Glück gibts ausnahmsweise mal keine Radverbots-Schilder an der Auffahrt..
oben: Das Wohnzimmer selbstunten: Von diesen "Hochhäusern" gibt es 3 Stück - im mittleren bin ich aufgewachsen
Im Hintergrund: Das auf einer Erdbebenspalte (!) erbaute stillgelegte AKW Mühlheim Kärlich
Meine Eltern:
Außerdem war es nötig die aufnehmenden Bohrungen mit dem Gewindeschneider nachzuschneiden. Da mein Vater in seiner früheren Funktion als technischer Leiter Kontakte zur Neuwieder Industrie hat, ging wenigstens dies kostenneutral. DANKE!
Rückfahrt mit ICE nach Hamburg: Eingepackt in einen Karton (vorne und hinten geklappt und Räder ab) fragte nicht mal einer nach... Zum Anfassen fand ich einen hilfsbereite Person jeweils in Neuwied und Kölle.
Am nächsten Tag dann zur AKW Krümmel Blockade: Ich kann die Schrauben, die die Rohre in der Mitte zusammenhalten anziehen wie ich will, der Hinterteil des Trike mit dem schweren Gewicht für meinen Stand (45 kg - Gesamtgewicht Gepäck, Fahrer, Trike also ca 137 kg) stellt sich immer wieder von aleine schräg. Auch hier fordere ich Abhilfe. Lieber fest verschraubt durch eine weitere Schraube als das! Wiso ist das Trike an dieser Stelle nicht aus einem Rohr? Umlegen des Tretlagermast und des Hinterbaus samt Gepäckträger und Rad reicht doch!
Die ersten 700 km sind gefahren. Zeit die Erfahrungen weiter zusammenzufassen:
In Sachen Lenkungstechnik ist das TRIKE meineserachtens ausgereift. Trotzdem gibt es noch weitere VERBESSERUNGSVORSCHLÄGE:
1. Tachohalter: Nach 700 km ist er ABGEZITTERT - Schwachstelle ist die 90 Grad Biegestelle bei der Verschraubung. Abhilfe: Mit Kalbelbindern das abgebrochene Teil zusammen mit der Computerhalterung in´s Gelenkgestänge einbinden. Die Lenkstangen alein sind zu dünn um einen Tacho sicher anzubringen. Verbesserungsvorschlag: Lenkgestänge an einer Stelle verdicken um einen Tacho dort montieren zu können.
Aber mein Vorschlag, die Rolle hier zu montieren:
Notdürftig habe ich mir erstmal so geholfen, damit der Rahmen nicht weiter beschädigt wird:

Das kann aber so nicht dauerhaft bleiben, da die Kettenlinie schlecht ist dadurch, Leistung verloren geht, der Verschleiß steigt. Irgendwie ein KONSTRUKTIONSFEHLER.
3.Reifen - Am linken Vorderad löst sich nach ca 740 km der Leuchtstreifen - Nach ca 770 km erster Stein eingegraben - während letzteres wohl schon unter Verschleiß fällt sollte das Ablösen vor km 1000 denke ich NICHT vorkommen -> Rekla an Bohle
Meine vorn angebrachte Flasche ist übrigens dort nach wie vor (mit zusätzlichem Kabelbinder) allen Unkenrufen von Thomas zum Trotz. Da MUß Einfach eine hin.
Fragen an Thoms:
Ich hatte bei der Abholung mein Werkzeug präsentiert und wollte wissen, welches ich brauche und ob was fehlt. Bei 2 Werkzeugpaaren rätsel ich noch wozu ich die brauche außer als Testbalast: 2 x 17ener Schlüssel und 2 x 14/15ener - Wozu brauch ich die? Wenn schon Ersatzspeichen, so wären auch die Nippel dazu Sinnvoll gewesen. (Nachlieferung erfolgt) Ohne Nippel nutzen die Ersatzspeichen ja auch wenig, denn wenn bricht es meist im Nippel. Bislang aber noch keinerlei Zentrierungs oder Speichenprobleme!
+++++++
Ca km 800 linke Scheibenbremse vorne nachgestellt, Schaltungspannung erhöht
++++++
FAZIT
Das Mungo Evo 2 vom Liegeradfreak Thomas Seide ist ein geiles Fun und Sport Werkzeug, das aber noch nicht ganz ausgereift ist. (aber fast!) In wie fern es Tourentauglich ist für Langstrecke wird sich nach einem ersten Test auf den Azoren (wenig km aber mehrere Monate mit starker Beanspruchung mit vielen Höhenmetern und starken Steigungen) und nach einem 2. mit mindestens 5000 km erweisen.. (vorraussichtlich USA Missisippi + ggf weiter Richtug Neu England Staaten)
Von der Geschwindigkeit her, ist es im Duchschnitt wie ein normales Rad - hoch langsamer, dafür runter schneller, ABER ich komme weiter wegen der ENTSPANNTEN FAHRWEISE.
Wenn ich mir mit dem normalen Rad 100 km vornehme werden es meist 60-120
Mit dem Trike immer 130-140 rum, so meine bisherige Erfahrung. Gesundheitlich spüre ich ab und an Schmerzen im rechten Kniegelenk. Dann rechts weniger Beanspruchen und es legt sich irgendwann. Bei Sprints in der Stadt kann Mensch schon ganz schön aus der Puste kommen. Das heist, das Trike ist wesentlich Leistungsfähiger als der es bedienende Lebewesen... Sicher natürlich auch eine Trainingsfrage...
ERGÄNZUNGEN NACH DEM TEST:
31.07.09 Ca 800 km mehrere Stunden in die Kette infestiert. 3 cm Verlängerung des Auslegers und optimale Anpassung der Kette, SLT99 verbaut
12.08.09 Ca 960 km gefahren: Rohloff Kettenverschleißlehre fällt an einigen Stellen der ursprünglich verbauten Kette schon durch, so das ich bei km 1000 die gesamte Kette gewechselt habe durch austausch mit 3 x Shimano XT
Ritzeltausch gegen ein hochwertiges mit Bereich 11-34 statt dem derzeit verbauten einfachen mit 11-32 Zähnen. Falls das geht ist Thomas einfach nicht kompetend und zuverlässig in Sachen Schaltung, denn a) ist seine Aussage das angeblich keine bessere Übersetzung möglich sei mit Kettenschaltung ohne Dual Drive (wiso gibt es dann Ritzel mit 34 Zähnen??)
2 Platte vorne links im Abstand von ca 30 km..
18 km später der nächste Platte vorn - diesmal rechts. Dort einen abgefahrenen von den Rändern befreiten und gekürzten Mantel als Pannenschutz eingebaut.
1120 km: Wieder ein Platter links - dort nun auch den Pannenschutz eingefügt
hinten weiterhin Wartungsfrei
Ein bei Herrn Bleckmann gelernter 2-Rad Mechaniker und ein Mechaniker von Von Hacht bestätigen, das meine Kritik am Trike berechtigt ist.
Ca km 1200 gibt mein "Profex" Rad Computer seinen Geist auf - gerade rechtzeitig konnte ich Cateye als neuen Sponsor für ein Testgerät gewinnen. Leider wurde aber vor dessen Erhalt die EIGNUNG für´s Trike nicht mit mir abgesprochen (Mail blieb unbeantwortet). Beim V3 ist nämlich der Funksensor für Geschwindigkeit und Trittfrequenz in EINEM Gehäuse und so am Trike nur ENTWEDER für Trittfrequenz ODER für Geschwindigkeit einsetzbar, denn mein Antrieb ist ja vorn und nicht in der Mitte wie beim "normalen" Rad. Der Profex geht aber mitlerweile wieder und wird nun halt mittels Plastikfolie vor Nässe geschützt. Diese Plastikfolie lässt sich mit Spanngummi so anbringen das sie bei trockenem Wetter zur Seite geschoben werden kann, so das die Daten auch während der Fahrt ablesbar bleiben.
Bis km 1300 bricht dann auch noch das Hauptlenkungsteil. Ersatz mitlerweile eingetroffen. Zunächst (erfolglos) flicken mit Kablbindern versucht und dann mit Schlauchklemmen (1,79, Top Craft, Aldi-Sondersortiment) geflickt (hielt 2 Tage profisorisch Lenkung "eierte" sprich sie spricht nur verzögert an) Nachdem eine Klemme gebrochen ist (provisorisches unsicheres Lenken dann direkt an den Radstangen) zusätzlich zu 2 Klemmen mit Größe 12 - 24 mm eine 32 - 50 mm montiert. Hält erst mal Bombenfest.
Umorganisierung der Werkzeugaufbewahrung :
Im Reisverschlußfach der Tasche links nun nur noch Ersatzteile wie Rollen, Muttern, Schrauben, Lager sowie Flickzeug, TACX Kettennieter, Kette und Schlauch
Alles andere nun in einem aufgeschnittenen Portmanee das mit Gummiringen und Plane geschützt in einem Taschenregenüberzug mit Spanngummi unter dem Sitz befestigt wird.
Tipp für Reifen: Vittoria Randonneur Reflex 40-406
Aktualisierung 22.09.09:
Mitlerweile 1600 km gefahren
DualDrive montiert, Feststellbremse noch nicht, da ich keinen Torx habe. Zum Schaltungseinstellen bin ich anscheinend zu blöd oder es liegt am Verbogenen Umwerfer. Will den heute richten lassen und auch die Bremsscheibe umbauen. Ausgerechnet beim "autofreien" Sonntag geht dann durch eine abrupte Bremsung die linke vordere Schraube der Unterlenkungsmittekleinheit raus (unter dem Tretlagermast) - konnte ich aber durch Umlegen des Tretlagermastes selber reparieren währenddessen ich auch noch eine VIP-Karte für ein Handballbundesligaspiel des HSV gewann, da dies an einer Bühne passierte und ich die Schätzfrage WUSSTE.
Vom Umwerfer ist ein kleines Seitenteil der Führung hinten abgebrochen.
Wird das Trike schwer beladen stört die Tasche manchmal die Dualdrive Schaltung. Die selbst angebrachte "Verhinderungsstange" also nochmal modifiziert.
Freitag, 11. Juli 2008
Freitag 11.07.08 / 39. Tag in China / 142. Tag von 215 / 72 TO GO / 6. Tag in Beijing
Heute geht es darum herauszubekommen ob ein Brief von Schlumpf Speeddrive in Xi'an angekommen ist. Mittagspause des Telefondienstes. Danach ist nur herauszukriegen, das nichts ankam.
In einer franz. Bäckerei esse ich in der Zwischenzeit gleich 3 der leckeren Fruchtcreme Törtchen. Zu einem 4. aus Schokocreme kommt es nicht, da mich jemand findet der English kann. So bekomme ich eine Empfehlung zum Wind Speed Bike Store - von Giant unabhängig.
Dieser Radladen hat es dann endlich geschafft das Ritzel von der Rohloff Nabe herunterzubekommen. Meine Empfehlung somit! Allerdings ist Mensch hier nicht in der Lage meinen Höhenschlag und den Nabendynamo zu reparieren.
Auch meine gestern am Feststellhebel zerbrochene Luftpumpe hätte ich hier für stolze 288 Quai ersetzen können. Da dies 10 Tage Leben in China ist lasse ich es und vertraue wieder auf den Zufall!
Einen ganzen Tag habe ich so wieder mit meinem Rad verbracht ohne weitergekommen zu sein.
Gleich neben dem Radladen ein ganz kleiner Park, in dem gleich 4 Gruppen auf einmal meditieren. Dabei nehmen neu anfangende keinerlei Rücksicht auf bereits praktizierende, was Ihre zur Untermalung dienenden Musikanlagen betrifft.
Hier baue ich mein Moskitozelt auf und setze darauf, im Park eingeschlossen zu werden, was auch funktioniert nach 2 Kurzstörungen.
11,65 km 15 Höhenmeter
Zusammen mit gestern 1 Stunde 33`03 mit 12,10 Durchschnitt unterwegs gewesen.
Max 18,5 - maximale Höhe = 271 m - Schlafen auf 246 m - 2 % Durchschnittssteigung
(Max auch 2 %)
1.612 km per Rad in China gefahren
4.612,8 km per Rad seit Tiflis mit 30.770 Höhenmeter
13. Supremetag seit 416,26 km
Insgesamt ca 7.302,03 km mit ca 55.103 Höhenmeter per Rad + ca. 3.536 km per Truck + ca 380 per MFG + 1266,45 km per Bus
Gesamt-Reise km: 12.425 von Athen
Dienstag, 17. Juni 2008
Blog ist nicht 55 cent wert?
Insgesamt ca 6403,09 km mit ca 48.336 Höhenmeter + ca. 536 km per Truck + ca 180 per MFG + 1266,45 km per Bus
Gesamt-Reise km: 8.385 von Athen
Sonntag, 25. Mai 2008
Noch vor Mitternacht kommt eine Horde Jugendlicher, fragt herum und leuchtet mit Ihrer Taschenlampe. Als einer unmittelbar beim Zelt ist brülle ich, das Sie weglaufen. IM Zelt möchte ich nicht gestört werden. Privat und FEIERABEND! Ich brauch meine Nachtruhe! Ich renne Ihnen hinterher, damit Sie endlich nach Hause gehen. Ich begreife nie, weshalb Menschen mit einem GEHIRN (?) nicht darauf kommen, das ein schlafender keinen Smalltalk wünscht. Sie kommen wieder und ich gehe Ihnen mit meiner Tourbeschreibungskarte entgegen, damit sie endlich begreifen, das ich für Tagesleistung Nachts Schlaf brauche. Endlich gehen sie, und einer hält einen besonders aufdringlichen zurück.
Vor Sonnenaufgang - aber schon erstes Tageslicht: Um 4 Uhr weckt mich das nächste Gewitter, das 5 - 12 km entfernt in OSH nun nieder geht. Da es ca 4 Uhr 50 - nun nach dem Sonnenaufgang der sich über einer anderen Gewitterwolke ereignete - auch hier regnet, wichse ich und werde so erst um 7 von mitlerweile wolkenlosem Himel bei 31 Grad wieder wach. Nur 2 Stunden vorher hatte ich noch Trikot, T-Shirt, Faserpelz und 2 Regenjacken an...
Ein hübscher Junge kommt vorbei und setzt sich unaufdringlich mitten auf die Straße. Später spendet er mit seinem Körper etwas Schatten. Weiter! Zuvor muß noch die Solarlampe festgemacht werden. Die Kids haben sie tiefentladen durch völlig unsinniges anmachen und vor allem an lassen! Immer wieder der selbe Ärger. Bis zum Mittag ist sie so noch nicht wieder funktionstüchtig.
388 Höhenmeter weit werde ich zusammen mit 3 Ziegen auf einem Pritchenwagen mitgenommen, was mich fast meinen Kopfhörer kostet dutch verheddern in der Vordergabel. Gegen Ende bringt eine fette Wolke den nächsten Platsch und eine Abkühlung auf 25 Grad. Natürlich gibt es auch nach OSH noch Läden. Brot krieg ich, in dem ich einfach nach dem Preis frage. (6 kirgi Sum) und mit 5 € bezahlen möchte.. (dann krieg ich es geschenkt)
Bei der Mittagsrast 26 km vor dem CHIGICHIK-Paß (2.406 m) schenkt mir ein Kirgise auf einem Schimmel eine Hand voll Konfekt und warme Kiddys leisten mir süße Gesellschaft.
Bei 1700 Höhenmeter beginnt die auch ohne Bewässerung grüne Zone. Vor mir grummelt ein Gewitter aus nicht besonders grauen oder gar schwarzen Wolken. Nach einem Mittagsschlaf sieht das schon anders aus. Allerdings gibt es nicht so viel wie erwartet - nur eine Schicht.
In einem Laden versuche ich nochmal Geld zu tauschen, aber Mensch mag keine kleinen Scheine akzeptieren. Angeblich könnten nur große in die Landeswährung getauscht werden. Doch ein Englischlehrer, der hier nur 67 - 130 Dollar im Monat verdient, lädt mich in sein 600 m entferntes zu Hause eine. Er verhilft mir zu Brot, Joghurt und Zucker im Tausch für Haferflocken. Währenddessen klaut ein Kid meinen Rad-Computer. Aber mit Hilfe der Übersetzung des Englichlehrers erhalte ich ihn schnell zurück, denn der Computer ist ohne den am Rad montierten Sender lediglich eine Uhr mit Thermometer und Höhenmesser. Auf die Frage des weshalb antwortet er, das er auch mal so werden wollte wie ich, wenn er groß ist. Seine Mutter bringt zur Wiedergutmachung noch eine Dumplingprobe für mich und den Englishlehrer sowie leckeres frisch gebackenes Brot!
Heute ist mein Tiertag: Nach dem streicheln des Pferds, kommt nun ein Esel dran, auf dem ich reiten darf, während Vater und Sohn mein Bike ausprobieren. Später kann ich noch Stiere streicheln wo ich will, da diese auf einem Transporter zusammengepfercht sind. Dann nimmt mir noch ein Pritchenwagen die Erarbeitung von weiteren 272 Höhenmetern ab. Noch 287 Höhenmeter nun. Einfach und Schnell.
Unterwegs werde ich zum Schlafen in eine Jurte eingeladen, lehne aber ab, da es noch Tagesrestlicht hat, und ich die Paßhöhe HEUTE noch erreichen möchte. Dies geschiet dann auch im letzten Licht und ich kann noch einen kleinen Spaziergang machen in Begleitung eines hübchen Jungen.
Zum Abschluß gibt es Brot, Tee mit Kandis und SMETANA! Schöne heimelige Zeltathmosphäre im Petroliumlicht. So sollte ich das Mädchenzimmer bei mir zu Hause einrichten. Das ginge, wenn alle 4 Untermieter 25 € im Monat für dieses gemeinsame Wohnzimmer zu zahlen würden.
25,36 km in 3,22´09 bei Durchschnittlichen 7,5 km/h / Max 33,5 / 699 Höhenmeter
2.808 km seit Tiflis mit 16.946 Höhenmeter
ca 5489.81 km insgesamt mit ca 40.749 Höhenmeter + ca. 536 km per Truck + ca 180 per MFG
Sonntag, 18. Mai 2008
Grenzproblem 1c (Lösung)
Sonntag, 18. Mai 2008 / 88. Tag / 3. Tag in Tadschikistan
Ich versuche nun die interessantere Umfahrung von Usbekistan gleich nach Kirgistan rein. Noch in der Nacht habe ich einen Platten vorne geflickt.Nur etwas mehr wie 3 km von der Grenze ist ein unerfahrener Radmechaniker - und wieder ist vorne und hinten Flicken angesagt. Hinten Dorne und vorne Bulbe unter Flicken. Kaum bereite ich mich für´s losfahren von zischt es ein 3. mal innert 24 Stunden! Als dies auch geflickt ist werde ich zu Brot, Tee und Walnüssen eingeladen!
52 km weit werde ich mitgenommen, bis fast nach Kirgiesien. Die Landschaft wird wieder interessant. Sogar 2 Eis werden mir noch ausgegeben! Noch 2 Platten vorne flicken. Die Flicken aus Baku sind zu weich in der Hitze!
Am Abend bin ich schon in Kirgistan - ohne Grenzkontrolle wieder. Irgendwann geht links eine Piste ab, die später wieder asphaltiert ist. Da müst Ihr lang!
Gegenüber des Abzweig ein 150 Schritte tief in den Berg führender Stollen, der mittels eines über den Fluß führenden Wasserkanal erreichbar ist.
Abends bekomme ich noch Brot und Mineralwasser geschenkt. Den erneuten Geldtausch hätte ich mir sparen können...
Schlafen will ich an einem vom Vollmond beleuchteten Stausee. Es gibt eine Art Schutzhütte an dem friedlichen Ort. Es verwundert, das die europäische Kommission hier ein Straßenbaupropjekt initiert, wo die deutsche Botschaft in Theran nicht mal das Land kennt.. Geographieschwäche wird ja eigentlich den Amerikanern nachgesagt (zu Recht meist!), aber Deutschland eifert den USA ja nach...
Als der Besitzer des Häuschens vor der Schutzhütte kommt nimmt der Abend eine überraschende Wendung: Ich darf dort nicht schlafen. Verärgert bau ich mein Rad wieder auf. Als ich fertig bin entpuppt sich alles als Mißverständnis. Ich sollte nur in ein Hotel verfrachtet werden. Reisende sind immer nicht gut genug um draußen zu schlafen. Das soll ich später in China ja noch zu genüge erfahren.. Das Mensch in freier Natur nächtigen WILL, wird nie verstanden. So nehme ich reiß aus.
Nach etwa 3 weiteren km auf einer Nebenpiste durch phantastische Wüstenlandschaft, finde ich meinen ersehnten einsamsten Schlafplatz dieser Reise bislang. Ein Ort an den ich landschaftlich gesehen zurückkehren würde. 22 Uhr 19
23 Grad - 1188 m hoch
17,38 km / 229 Höhenmeter / Durchschnittssteigung 2 %, Maximal 16 %.
1 Stunde 39 Minuten und 21 Sekunden unterwegs auf dem Rad gewesen
10,4 Durchschnitt, 23 Max
Seit Tiflis also ca 12.673 HM auf ca 2458 km.
ca 5208.89 km insgesamt mit ca 37.249 Höhenmeter + ca. 536 km per Truck + ca 152 per MFG
Samstag, 10. Mai 2008
Sa 10.05.2008 80. Tag / 8. Tag in Usbekistan
In der Nacht wurde ich nur 2 x gestört - dann sage ich nicht "Salam". Aber am Morgen ist das treffen mit Einheimichen wieder willkommen.
Meine Erdnüsse sind gerade alle. Also frage ich - auf eine Schale deutend - nach dem einheimichen Namen und laß ihn auf einer deutschen Zeitung notieren. Ich frage nach dem nächsten Basar, der 6 km entfernt sein soll. Doch wenig später werden mir Erdnüse gebracht...
Dann kommt Ochegbad mit seiner Frau und nagelt seine 3 Kühe und sein Schaf fest.
8 Uhr komm ich los. Nudeln und Joghurt unterwegs. Die Zeit zwichen 11 und 12 verbringe ich vor allem schlafend. Später hält ein Team von der Zeitschrift "Abenteuer Reisen", die den 1.Teil ihrer im Sommer 2009 erscheinenden Seidenstr Story recherchieren. Mir bringt dies 6000 Sum für 2 kleine Bike for Peace Aufkleber.
Bitch. Die ersten beiden Speichen brechen am vor nicht mal 300 km zuvor neu eingespeichten Hinterrad. Erst jetzt erkenne ich, das der Mechaniker in Bukhara alles falsch gemacht hat: Nicht nur zu wenig Speichenvorspannung, sondern auch die Speichen nirgens gekreuzt und den Mantel falsch rum aufgezogen.
Als ich fertig bin mit der Nacharbeit ist es dunkel und ich mache einen nächtlichen 20 km Ausflug nach Samarkand. Das Samarkand wie ich es mir vorgestellt habe, habe ich dabei nicht entdeckt. Dafür leckeres Eis, Butter (mal wieder statt Quark, den ich eigentlich wollte..) und MILCHBROT.
Das Hotel ORIENT STAR sponsert mir einen Stadtplan, der eigentlich unverschämte 5 Dollar kosten sollte und ohne den Mensch hier aufgeschmissen wäre!
Im Hotel AFROSIYOB PALACE mit 4 Sternen frag ich nach Internet und kann schlieslich im Hotel SAMAR eine Mail an den Veranstalter der Chinabusreise senden mit der Bitte die Schlumpf-Sendung zu empfangen, mitzunehmen und mir unterwegs auszuhändigen.
Auf dem Rückweg tapp ich dann in eine "Park-Wassergraben-Falle", biege falsch ab und schlafe schlieslich an einem ruhigen autofreien Ort an den Bahngleisen nach 80,65 km in 5´32´50 / Durchschnitt 14,5 Maximal 43,5 / ca 341 Höhenmeter max 764m / Durchschnittssteigung 2 %, Maximal 9 %. Seit Tiflis also ca 11.308 HM auf ca
ca 4781. 96 km insgesamt mit ca 35.705 Höhenmeter + ca. 536 km per Truck + ca 100 per MFG
Donnerstag, 8. Mai 2008
Do 8.05.2008 80. Tag / 6. Tag in Usbekistan
5 Uhr schon 29 Grad VOR dem Sonnenaufgang bei Wolken. In BUKHARA waren es da 18 Grad!
Frühstück um 7 Uhr 30 auf dem Bazar von KUZULTEPO mit Kirschen, Erdbeeren und Keksen. Auch Joghurt gibts in einem Laden und den 2-Rad-Mechaniker ARWARS, der mein Vorderlager ein 2. x nach ASHGABAT repariert. Dazu 3 russiche Schläuche für zusammen 7000 Sum. Vulkanisierungsflüssigkeit dazu.
Auf der AUtobahn finden 7 Tropfen Regen den Weg zu mir. Radfahrer und Trecker gehören zum Alltagsbild. Schnellraser fahren links, weswegen die zum Rad abstellen attraktivere Mittelleitplanke aus Beton zu meiden ist oder wenn doch nur unter ständiger Verkehrsbeobachtung. Dank der nahezu geschlossenen Wolkendecke steigt das Thermometer auch tagsüber kaum weiter an.
Bei einem Wasserspeicher versteht die mittlerweile 2. Holländerin, warum ich für ein Foto ein Trinkgeld erwarte, wie sie es bezeichnet. Eine gute Idee! Ich sollte bei Fotogesuchen nach einem "Tip" bitten statt nach einer "Spende" zu fragen.
Zum 4. mal resettet mein neuer VDO MC1 beim wiederaufsetzen auf die Radhalterung. Ich öffne den Batteriefachdeckel und verbiege die Kontakte in der Hoffnung so das Problem lösen zu können.
Leider muß ich nun ja alle klaugefährdeten Objekte, also alles sichtbare, mobile, elektrische und natürlich meine Geldkatze immer mitschleppen, sobald mein Rad Klaukids ausgestzt ist.
Beim nebenliegenden Restaurant soll eine Nudelsuppe 20.000 Sum kosten - also 15 USD - ich vermute ein Mißverständnis, fahre aber lieber zum nächsten Restaurant. Dort gibt es für 3000 Sum - also etwa 3 DM soviel Plof + Tee + Kartoffeln, das ich den Rest mitnehmen muß und mein Magen mal wieder eine Rast braucht.. Dazu wird hier heute der Veteranentag gefeiert und ich erhalte für ein Foto 1000 Sum. Dann werde ich zum Tanz mit den Veteranen des 2. Weltkriegs und des sowjetich-afghanischen Krieges eingeladen. Leider gibt es hier aber zu viele Fliegen und zu viele Kulturvorschriften für eine wirklich erholsame Pause. So muß mit dem Kopf in Richtung von Essenden heschlafen werden und auf den KOPFkissen darf Mensch nicht SITZen. Im HANDwaschbecken darf auf keinen Falle etwas anderes gewaschen werden, wie die Hand. Mir wird zwar eine Dusche angeboten, aber die ist erst kalt und dann kommt aus beiden Hähnen nur noch dampfendes Wasser. Gut das ich mich noch nicht eingeseift habe! Wie halten das die Usbeken nur aus? Ein Eimer (in dem das Wasser gemischt werden könnte) würde Abhilfe schaffen.
Weitere Regenspritzer am Nacvhmittag. Gleich nach dem Restaurant ein unbedeutender Flughafen. Es ist nicht mal klar, ob der Zutritt gestattet ist. Einer gestattet ihn. Drin eine Angestellte - abgesehen von Security - die nicht mal english spricht. Ich soll wieder raus - egal. Internet gibt es ohnehin nicht.
Die meisten meiner heutigen 88-95 Tages-km erledige ich am Nachmittag. Am Abend herrscht Unwetterstimmung. Hier ein Farbenspiel zwichen untergehender Sonne und dramatischer Wolkenbilder. Dank Kameradiebstahl in Turkmenbashi-THE-GREAT-LAND undokumentiert. Dann gibt es nacheinander 5 Abzweige zu meist gleich lautenden Ortschaften.
In einem Park bei Abzweig 3 finde ich de idealen Schlafplatz. doch leider geht Licht an. Wenigstens BEVOR ich das Abpacken begonnen habe. Die Straße weiter rein ist sinnlos, weil Mensch die Kids nicht mehr los würde. Das wiederholt sich bei Abzweig 4. Ich drehe um - die Kids drehen um! Abzweig 5 ist nicht mehr asphaltiert. Nun klappt es, da nur Erwachsene vorbei radeln. Als ich nackt im Zelt liege stören dann zwar doch noch mich verlagern wollende Einheimiche, aber sie geben sich nach kurzer Zeit mit meiner strikten "No" Aussage zufrieden!
Durchschnitt 16,9 Maximal 29 / ca 100 Höhenmeter max 465 mit 1 % Durchschnittssteigung und 2 % Maximalsteigung. Seit Tiflis also ca 10.740 HM auf ca
ca 4624.89 km insgesamt mit ca 35.137 Höhenmeter + ca. 536 km per Truck + ca 100 per MFG
Dienstag, 6. Mai 2008
Dokumetation einer Mail an TNT
DHL nimmt Sendungen an seinen Niederlassungen an. Da ich nicht weiss wie lange Sie für die Zustellung brauchen (Sie aber) UND Sie unseren Tourplan haben teilen SIE mir bitte mit, wann ich die Sendung an welcher Adresse endlich in Empfang nehmen darf!
Ausserdem benutzen IHRE FAHRZEUGE die GLEICHE STRASSE wie ich. Eine Zustellung ist mit gutem Willen also denkbar einfach. Ich bin heute Nacht noch in
Auch hier in
Samstag, 19. April 2008
1/10 tel Sekunde vor dem ersten Vogelgezwitscher werde ich wach und nun nehme ich die Einladung zum grünen Tee gerne an...
Mein Gläubiger Eigner trinkt zum Sonnenaufgang nur Tee; Frühstückt erst um 9 oder 10. Die Elektroverteilung ist wie so oft selber gemacht mit blanken Drathenden die als "Stecker" einfach funkend eingeharkt werden.. Ebenso ist der Teelöffel selber gegossen, was an Giesgratresten erkennbar ist.
BIRIUSA hat sogar Luxus: Neben dem üblichen Kohleofen kann die Hütte mit bis zu 6 zwichen Steinen gelagerten Heizstäben geheizt werden.
Mein Gastgeber läd auch die Gruppe ein, hier zu schlafen. Das einzelne freistehende Gehöft vor der Hügelkette auf halber Strecke zwischen KOW ATA und der Hauptstraße. Eng zusammen liegend 9 Schlafplätze drinnen + 3 drausen unter Dach. BIRIUSA schenkt mir noch eine Riesentüte HEKIM-Kekse, die notfalls auch gut das Brot ersetzen können. Aber normalerweise gibt es zumindest dieses in Dörfern etwas abseits der Hauptstraße zu kaufen.
Ich flicke noch meine Schlafsacktasche und bringe den Routenplan für die nächsten 13 Tage an meinem Rad an.
In ASGABAT habe ich durch den knapp 500 km Lift 3 zusätzliche "Rasttage" und Zeit was für die Gruppe zu organisieren (Treffen mit Botschaftern, Schlafplatz, Medien).
9 Uhr 30 kommt ein ganzer Bus. Die Gläubigen gehen in eines der beiden Häuser des Gehöfts. Ich habe also bei einer Moschee geschlafen ohne es zu wissen und BIRUSA ist der Mezzine. Es gibt nun noch leckere "Tukmesle Waffe" (Eiswaffeln!)
Und Abfahrt!
Nach 12,2 km findet sich kurz nach dem Betonwerk ein offener Laden in dem es auch Schokokrem und Radios für ca 4 € (Weltempfänger) zu kaufen gibt. Dazu leckere Eiscreme zu 1 DM den großen Becher! Ich kaufe Schokoladeneis, das nach dem Essen im Restaurant (nächste Tür) genau die richtige Konsistenz hat. Vorweg Dumplings und Bareu € Kom (Manti) - also Teigfladen mit Fleischpaste. Zu den Fladen gibt es einen kleinen Becher Smetana, das lecker schmeckt mit Rosinen Zucker und Schrot! In die Töpfe gucken klappt zwar nicht, aber da gerade Essenszeit ist, essen 2 Gruppen und so kann ich sehen, was es gibt. Eine Gruppe benennt den Preis für 4 Teigfladen mit 150.000 Manat (=8 USD/5DM). Guter Versuch, doch ich zahle lieber den lokalen Preis von 20 Manat für EINEN (1 Dollar/63 cent) - also 50 % weniger.
Der Dollar scheint auch wieder gefallen zu sein, denn im Laden gibt es nur 17.400 statt 19.800 je Dollar. Das soll auch der aktuelle Bankkurs sein. (Im November 2008 nur noch 14.280 durchschnittlich) Immerhin 6 Dollar weniger beimTausch von 10 USD wie vor 2 Tagen!
14 Uhr30: Nachdem bei km 13,6 des Tages eine Tankstelle mit 5 Bar Luftkompressor passiert wurde und die Straße zur rechten in der Ferne von 5 hintereinanderliegenden Bergketten begleitet wird, erreichen wir nach kreuzender Eisenbahnlinie (15,32 km) und Militär/Polizeiposten (20,25km) eine kreuzende Hochspannungsleitung. Hier läd bei Tages-km 33,32 nach 1 Stunde 56´04 Fahrzeit mit 17,02 Durchschnitt (Max 27,5) eine kleine Plattform zum Picknick. Rechts daneben eine Böschung mit dahinterliegendem Wassergraben.
16 Uhr: Zusammenpacken nachdem 2 Briefe angefangen wurden. Bei km 37 kommt eine Bar (nur Getränke, kein Essen)
Nach dem Abzweig nach links Richtung ASGABAT (noch 50 km) finden wir nacheinander ca bei Tages-km 40/41 eine Eisenbahnbrücke, eine Vulkanisierungswerkstatt (rechts ab) und dann 3 Restaurants. Alle 3 haben Fisch zu 30.000 Manat. In den ersten beiden ist in die Töpfe sehen nicht möglich. Im Linken schon! Hier gibt es zusätzlich Damplings (Mani) zu 15.000 und eine flachere Art (Bareu € Kom) zu nur 5.000 Manat (17 cent). Von letzteren kaufe ich einen, nachdem ich im ersten Restaurant Fisch bestellt und bezahlt habe. (gleich zahlen damit er auch gemacht wird!) Als ich den Fisch verspeise bekomm ich meine 30.000 Manat zurück - sprich - ich werde eingeladen! Eine ganze Kanne grünen Tee krieg ich auch noch dazu und einen halben Liter Cola! Auch wird mir Brot und Zucker angeboten.
Es folgen noch weitere Restaurants, Bars und Kaffees "Hafenbar"... Die hab ich nicht alle gescheckt...
Von Tages-km 40-45 ergeben sich viele interessante Blicke auf die größte und schönste Moschee seit der Türkei.
Ca bei Tages-km 65 wird ein beleuchteter Bahnübergang passiert. Kurz darauf biege ich rechts ab und fahre gleich wieder links ein Stück weit in den Lehmweg. Schlafplatz nach 65,49 km in 3 Stunden 44´39 mit Durchschnitt 17,4, Max 31, 136 Höhenmeter, maximale Höhe 238 m mit 1 % Durchschnittssteigung, 6 % Max.
Gesamt ab Tiflis: 8.864 Höhenmeter auf 874 km
3604.53 km insgesamt mit 32938 Höhenmeter + 500 km per Truck
Mitlerweile ist von meiner Schlafsackpacktasche (Jack Wolfskin) eine der beiden weichen Halterungen abgebrochen. Wenigstens so, das die Tasche mittels Spanngummi weiterhin sicher transportiert werden kann. Dazu wird die Schlaufe der Tasche um den Lowriderbügel gelegt und nach unten abgespannt. So wird ein hochhüofen der Tasche verhindert. Da die Tasche einen ungewöhnlichen Seitenverschluß mit je einer Schlaufe an der Seite hat, kann das Gummiband dort durchgeführt werden und dann zurück zur Lowrider Querstange, an der die Tasche eingeharkt ist, geführt werden. Dadurch wird die Tasche an den Lowrider gepresst und selbst ein Harkenstummel der verbleiben ist, wirkt noch. Als ich die Tasche bekommen hatte hatte ich die Schwachstelle schon erkannt die nun nach 15.000 km Einsatz auch gebrochen ist. Das LKW-Planen Material war schon nach wenigen km beschädigt durch Ratten. Nach etwa 5.000 km zusätzlich auch durch einfachen Transport. Das konnte mit einem Stück Plane, Gaffertape, Segeltuch und Dichtmasse repariert werden.



